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Kurztest: Memoright FTM Plus 240 GB

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Seite 2: Das Laufwerk im Detail

Unser 240-GB-Modell der FTM Plus kommt in unscheinbarem Aluminium-Rahmen daher und gibt nur durch das aufgeklebte Label Auskunft über Typ, Hersteller und Kapazität. Mit dem brandneuen Sandforce-Controller SF-2281 ist die FTM Plus hervorragend ausgestattet: Der Controller bietet unter anderem die automatische Datenkompression (erhöhte Lebensdauer der Flash-Zellen), sodass weniger Daten geschrieben werden müssen. Um die Lebensdauer der Flash-Bausteine also so hoch wie möglich zu halten, sollten möglichst wenig Daten geschrieben bzw. hin- und her verschoben werden.

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Den Faktor, der das Verhältnis zwischen „Daten, die vom Host an die SSD gesendet wurden“ und „Daten, die tatsächlich in den Flash-Speicher geschrieben wurden“ angibt, nennt man Write Amplification. Bei normalen Controllern ist dieser Wert immer größer gleich eins. Warum das so ist, liegt im Wesentlichen an der Organisation des Speichers – es können keine einzelnen Zellen, sondern nur Blöcke gelöscht werden. NAND kann außerdem nicht überschrieben, sondern muss erst gelöscht und dann neu programmiert werden (kurz „read-modify-write“). Dazu kommt noch das Wear-Leveling, das dafür sorgen soll, dass sich alle Zellen gleichmäßig abnutzen. Bei schlechten Controllern kann die Write Amplification in den hohen zweistelligen Bereich klettern. Gute Controller sollten deutlich im einstelligen Bereich liegen, während SandForce (aufgrund der Kompression) mit einem Faktor von 0,5 wirbt (im Alltagsbetrieb).

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Ein weiteres wichtiges Feature ist das sogenannte RAISE. Dieses funktioniert ähnlich wie ein gewöhnliches RAID. Dabei wird ein Speicherbaustein vom Controller nur dazu benutzt, um Paritätsinformationen zu speichern, was die Wahrscheinlichkeit eines Datenfehlers um ein bis zwei Größenordnungen senken kann. Alternativ ließe sich RAISE bei der SF-2000-Serie durch die Hersteller auch komplett abschalten, was zulasten der Bitfehlerrate geht (da SandForce mit einer überdurchschnittlich niedrigen Fehlerrate von bis zu 10-17 wirbt, wird man ohne RAISE wohl bei einer „marktüblichen“ Fehlerrate von 10-16 bis 10-15 landen).

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Als wesentliche Neuerung bleibt ansonsten neben der bereits erwähnten SATA-6 Gb/s-Unterstützung noch eine verbesserte Verschlüsselung. Neben der bereits von der SF-1000-Familie bekannten AES-128-Verschlüsselung kann nun auch eine AES-256-Verschlüsselung verwendet werden. Tatsächlich können beide Verschlüsselungen sogar miteinander kombiniert werden – Im Marketing würde man dann wohl von einer 384-Bit-Verschlüsselung reden, wobei diese Aussage aus Sicht der Kryptografie natürlich völliger Quatsch ist.

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Als Zubehör liefert Memoright dem Käufer einen passenden 3,5-Zoll-Einbaurahmen inkl. Schrauben für die 2,5-Zoll-SSD mit. Man kann das Laufwerk damit problemlos im Desktop-PC montieren und muss es mangels Befestigung nicht irgendwo ins Gehäuse legen.