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Test: Intel SSD 510 mit SATA 6 Gb/s und Marvell-Controller

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Seite 9: Fazit

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Was ist die Intel SSD 510 Series, was ist sie nicht? Bei sequenziellen Zugriffen ist die 510 Series rasant unterwegs, zumindest wenn man den passenden Untersatz mit einem SATA-6 Gb/s-Port besitzt. Bei kleinen Blöcken ist sie leider nicht schneller als die Intel X25-M G2 geworden, sondern sogar langsamer. Wie schon angemerkt ist das für einen Einsatz in einem Desktop-System allerdings nichts weiter relevant. Enorme Transferraten bei kleinen Blöcken sind zwar immer beeindruckend, da man genau dies mit herkömmlichen Festplatten nie erreichen wird, ab einem bestimmten Punkt erfährt man aber keinen (realen) Geschwindigkeitszuwachs mehr, und dieser Punkt ist bei Desktop-Systemen sehr schnell erreicht. Für anspruchsvolle Serveraufgaben mit hoher Schreiblast empfiehlt sich die 510 Series freilich nicht, aber dafür wurde sie letztendlich auch nicht entwickelt. Insgesamt bietet die 510 Series also eine sehr gute Leistung, die Prioritäten wurden von Intel sicherlich richtig gesetzt.

Geglänzt haben die SSDs von Intel bisher auch durch ihre Zuverlässigkeit und Kompatibilität. Auch Firmware-Probleme wurden bisher immer prompt behoben und Updates schnell verfügbar gemacht, für die X25-M G2 mit 160 GB gab es sogar zwei Mal ein Update zur Leistungssteigerung (das erste Mal beim sequenziellen Schreiben, das zweite Mal Verbesserungen beim NCQ). Man darf wohl davon ausgehen, dass die 510 Series bei der Zuverlässigkeit und Kompatibilität wieder sehr gut dasteht, Intel hat hier letztendlich einen Ruf zu verlieren.

Eine genaue Überwachung der SSD, insbesondere was die Abnutzung betrifft, ist außerdem mit der Intel SSD Toolbox möglich, welche auch ein „manuelles TRIM“, auf Wunsch auch zeitgesteuert, für Windows XP und Vista bietet. Die 510 Series gehört außerdem zu den Laufwerken, die TRIM nicht unbedingt benötigen, denn beim sequenziellen Schreiben werden benutzte Blöcke sehr effektiv  recycelt. Ohne TRIM und eventuell mit einer vergrößerten Spare Area (also einem unpartitionierten Bereich) sollte der Leistungsverlust der 510 Series auch auf Dauer gering ausfallen. Mit Link Power Management (siehe Seite 4) hat die 510 Series auch keine Probleme, man erhält also auch mit diesem Stromsparfeature die volle Leistung.

Die Intel SSD 510 Series ist also auf jeden Fall ein gelungenes Produkt und eine Kaufempfehlung wert. Wer noch etwas Zeit mit der Kaufentscheidung hat, kann allerdings auch noch etwas warten, denn noch haben nicht alle Hersteller ihre für dieses Jahr angekündigten SSDs auf den Markt gebracht. Was die Leistung betrifft, dürften die Crucial C400 und SSDs mit SandForce SF-2000-Controller die härtesten Konkurrenten der 510 Series werden.

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Positive Aspekte der Intel SSD 510 Series:

  • Sehr hohe Leistung bei sequenziellen Zugriffen
  • Vergleichsweise resistent gegen Leistungseinbrüche, TRIM gut implementiert

Negative Aspekte der Intel SSD 510 Series:

  • Leistung bei zufälligen Zugriffen und kleinen Blöcken könnte größer sein

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