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Test: Intel SSD 510 mit SATA 6 Gb/s und Marvell-Controller

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Seite 3: Die Intel 510 SSD im Detail (2)

Der Garantiezeitraum beträgt, wie bei fast allen Consumer-SSDs, drei Jahre. Der Lieferumfang fällt etwas großzügiger als gewöhnlich aus und beinhaltet neben dem obligatorischen 3,5-Zoll-Einbaurahmen einen Aufkleber sowie je ein SATA-Strom- und Datenkabel.

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Einige Besitzer der Intel X25-M haben sich über das unsaubere Gehäuse der SSD auf der Rückseite beschwert, denn das Gehäuse wurde offenbar nicht komplett gereinigt bzw. poliert/nachbearbeitet. Dies hatte natürlich keinen Einfluss auf die Funktion des Laufwerks. Trotzdem gibt es diesen (vermeintlichen) Mangel bei der 510 Series nicht mehr - auch die Rückseite sieht einwandfrei aus.

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Die Intel SSD Toolbox, schon von früheren Intel-SSDs bekannt (zum Artikel), funktioniert auch mit der Intel 510 Series. Es können die gleichen SMART-Parameter ausgelesen werden, sodass auch hier wieder eine kontinuierliche Überwachung des Laufwerkzustandes möglich ist. Außerdem lässt sich eine Art „manuelles TRIM“ ausführen, was besonders für Systeme ohne native Unterstützung für den TRIM-Befehl (Windows XP/Vista) von Interesse ist. Neu hinzugekommen gegenüber der ersten Version, über die wir berichtet haben, ist der „System Configuration Tuner“. Er soll dabei helfen, das Betriebssystem optimal für die SSD zu konfigurieren. Auch dies ist wieder hauptsächlich für Windows XP und Vista von Interesse, denn Windows 7 wurde von Microsoft schon auf die Nutzung mit SSDs optimiert, sodass hier eigentlich keine weiteren Eingriffe notwendig sind. Der System Configuration Tuner würde auf Windows 7 allerdings noch gerne Superfetch/Prefetch deaktivieren. Ob man hier der Empfehlung von Microsoft (aktivieren) oder Intel (deaktivieren) folgt, ist wohl eine Geschmacksfrage. Leider kontrolliert der System Configuration Tuner nicht, ob das Alignment (die Ausrichtung der Partitionen an den physikalischen Sektoren) passt. Dies ist jedoch sehr wichtig, um die optimale Leistung zu erhalten. Glücklicherweise richtet Windows seit Vista ein passendes Alignment ein, nur bei Windows XP muss nachgeholfen wird. Dies kann u.U. etwas Arbeit bedeuten, mehr Informationen zu diesem Thema finden sich u.a. in unserem Forum.

Ebenfalls verfügbar ist inzwischen eine Möglichkeit, das Laufwerk sicher und endgültig zu löschen („Secure Erase“), sodass es wieder in den Auslieferungszustand versetzt wird. Der Befehl lässt sich aus Sicherheitsgründen allerdings nur ausführen, wenn keine Partition mehr auf der SSD vorhanden ist. Ein versehentliches Löschen von Daten wird so verhindert.

Der TRIM-Befehl wurde wieder einwandfrei implementiert, hier gibt es keinen Grund zur Kritik. Auch die Garbage Collection arbeitet wieder sehr effektiv (besonders wenn sequenziell geschrieben wird), sodass die Intel 510 Series auch in Systemen komplett ohne TRIM-Unterstützung ein recht hohes Leistungsniveau halten können sollte. Die folgenden Screenshots zeigen das Laufwerk neu, nach starker Belastung und nach einem weiteren Durchlauf nach starker Belastung. Während die Schreibrate im ersten Durchlauf noch häufig einbricht, an diesen Punkten recyclet der Controller wohl aggressiv benutzte Blöcke, ist die Schreibrate beim zweiten Durchlauf praktisch wieder auf Ausgangsniveau - sehr gut!

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