> > > > Test: OCZ Vertex 3 - erste SSD mit SandForce SF-2000-Controller

Test: OCZ Vertex 3 - erste SSD mit SandForce SF-2000-Controller

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 9: Fazit

Vertex3_1
Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Ein endgültiges Fazit können wir an dieser Stelle unter den gegebenen Bedingungen leider noch nicht fällen. Zum einen handelt es sich noch „Beta-Hardware“ (OCZ), zum anderen ist unser Testsystem schlicht zu langsam für die neue Generation an SSDs. Aus diesem Grund werden die nächsten Test auf Basis einer Sandy-Bridge-Plattform mit nativer Unterstützung für SATA 6 Gb/s stattfinden, sodass wir nicht mehr auf den Marvell-Storage-Controller angewiesen sind, wie er von praktisch allen Herstellern auf sehr vielen Mainboards verbaut wurde. Denn zumindest eins hat dieser Test eindeutig gezeigt: Die SATA-6 Gb/s-Ports des Marvell-Controllers sind praktisch wertlos. Wer eine SSD aus der neusten Generation optimal betreiben möchte, kommt um eine Plattform mit nativer SATA 6 Gb/s Unterstützung also nicht herum. Einen entsprechenden Nachtest werden wir selbstverständlich liefern.

Was gibt es konkret über die OCZ Vertex 3 und die neuen SandForce-Controller zu sagen? Man darf auf jeden Fall sagen, dass es sich bei der neuen SF-2000-Familie im Vergleich zu den SF-1000-Controllern nicht nur um eine gewöhnlichen Entwicklungsschritt handelt, sondern um eine kleine Revolution. Besonders wichtig ist dabei natürlich der SATA-6 Gb/s-Anschluss, der nicht nur zu reinen Marketingzwecken dient, sondern tatsächlich notwendig ist, damit die SSD ihre Leistung voll entfalten kann. Auch wurde offenbar das Problem des Leistungsverlusts angegangen. Sind SandForce-SSDs der ersten Generation unter bestimmten Umständen und Benchmarks teilweise bis zu 50% eingebrochen, scheint der SF-2000-Controller in der Lage zu sein, die fabrikneue Leistung auch tatsächlich zu halten. Eine genauere Untersuchung ist hier allerdings noch notwendig, diese wird in einem weiteren Test mit neuer Plattform selbstverständlich folgen. Auch die transparente Kompression ist weiterhin mit dabei und verspricht eine längere Haltbarkeit der SSD, insbesondere im Hinblick auf die „2x-nm-Problematik“.

Aktuell scheint die OCZ Vertex 3 also die schnellste SSD zu sein – sollte man also sofort zuschlagen? Nicht unbedingt. Zum einen ist es natürlich immer eine gute Idee, bei neuer Hardware erst einige Wochen abzuwarten, ob sich möglicherweise Kinderkrankheiten zeigen. Zum anderen stehen viele weitere Neuankündigungen ins Haus, die ebenfalls eine hohe Leistung versprechen. Aktuell können wir die Vertex 3 nur mit SSDs der vorherigen Generation vergleichen. Es bleibt also abzuwarten, was z.B. die neue Generation von Intel oder Marvell zu bieten hat. Erst in diesem Kontext wird es möglich sein, ein endgültiges Urteil über die Vertex 3 abzugeben. Abgesehen davon kann man mit der OCZ Vertex 3  nicht viel falsch machen, wer also nicht mehr länger warten will, kann problemlos zuschlagen und erhält ein erstklassiges Stück Hardware.

excellent_award

Positive Aspekte der OCZ Vertex 3:

  • Hohe Geschwindigkeit in Verbindung mit SATA 6 Gb/s
  • Niedriger oder kein Leistungsverlust
  • Hohe Leistung bei zufälligem Zugriff & kleinen Blöcken
  • Einzigartige Features des SandForce-Controllers

Negative Aspekte der OCZ Vertex 3:

  • Bisher noch keine bekannt

Weitere Links: