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Test: OCZ Vertex 3 - erste SSD mit SandForce SF-2000-Controller

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Seite 3: Die OCZ Vertex 3 im Detail (2)

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Das PCB bietet einen gewohnten Anblick. Lediglich die Aufschrift auf dem Controller zeigt hier eindeutig, dass es sich um etwas Neues handelt. Gewohnt ist insbesondere auch das Fehlen eines externen Cache-Bausteins, wie ihn ansonsten alle Controller verwenden. Die SandForce-Controller hingegen kommen mit einer minimalen Menge an internem Cache aus.

Die hier getestete Vertex 3 mit SF-2281-Controller stellt allerdings noch nicht die absolute Speerspitze des OCZ Line-Ups dar. Diese wird durch die Vertex 3 EX und Vertex 3 Pro gebildet. Beide setzen auf den größeren SF-2582-Controller, wobei die „EX“ zusätzlich mit teurem SLC-Speicher bestückt wird. Da die Vertex 3 und die Vertex 3 Pro auf MLC-Speicher setzen dürfte der Geschwindigkeitsunterschied auch nur klein bis nicht vorhanden sein (analog zu den SF-1200- und SF-1500-Controllern). Wie es bei der Vertex 3 EX mit SLC-Speicher aussieht, lässt sich an dieser Stelle nicht sagen. Mit Sicherheit ist zumindest der Preis um ein vielfaches höher als bei den Vertex 3 Modellen mit MLC-Speicher, wobei der Aufpreis einen eventuellen Geschwindigkeitsvorteil auf keinen Fall rechtfertigen wird. Für Heimanwender ist die Vertex 3 (ohne Namenszusatz) also zweifelsfrei das interessanteste Modell.

Da wir unser Sample leider nur für einen äußerst kurzen Zeitraum zur Verfügung hatten und unsere neue Testplattform auf Sandy-Bridge-Basis leider gerade nicht rechtzeitig fertig geworden ist, kommt bei diesem Test nochmal unser bekanntes Testsystem zum Einsatz, wobei der SATA-6 Gb/s-Port von einem Marvell-Storage-Controller bereitgestellt wird. Dieser ist leider nicht so leistungsfähig wie die Lösungen von Intel oder AMD. Daher sind auch die beiden folgenden Diagramme mit Vorsicht zu genießen.

Als erstes schauen wir uns den Unterschied zwischen Zufallsdaten und einem sogenannten Null-Pattern an. Die bereits erwähnte Kompression sorgt dafür, dass die SSD im ersten Fall die minimale und im zweiten Fall die maximale Leistung erreicht.

compressionperformance

Es ist kaum ein Unterschied zu erkennen – woran liegt das? Offenbar ist die Vertex 3 so schnell, dass der Marvell-Storage-Controller sogar beim Test mit Zufallsdaten an seine Grenze kommt. Mit einem Null-Pattern sollte die Vertex 3 auf jeden Fall in die Nähe der Herstellerangaben kommen (550 MB/s lesen und 500 MB/s schreiben).

Was bei SSDs auf SandForce-Basis neben schöngerechneten Herstellerangaben ebenfalls häufig für Unmut gesorgt hat, ist ein Leistungsverlust nach starker Beanspruchung. Eine SandForce-SSD erreicht, wie jede andere SSD, im Auslieferungszustand oder nach einem „Secure Erase“ ihre höchste Leistung. Nach starker und/oder längerer Nutzung konnte es bei der ersten Familie der SandForce-Controller (SF-1000) nun passieren, dass die sequenziellen Transferraten bei Benchmarks, die Zufallsdaten zum Testen nehmen, deutlich einbrechen.  Obwohl das die Alltagsleistung kaum beeinflusst (abgesehen vom Kopieren von GB-großen Dateien), war es vielen Nutzern doch ein Dorn im Auge.

usedperformance

Diesen Leistungsverlust scheint man bei der neuen SF-2000-Serie wesentlich besser im Griff zu haben: Nach mehrmaligem vollständigen Beschreiben der SSD konnte kein Leistungseinbruch verzeichnet werden – zumindest im dem Bereich, in dem es der Marvell-Storage-Controller, der uns aktuell die SATA-6 Gb/s-Ports zur Verfügung stellt, zulässt.