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Test: Kingston HyperX Max 3.0 - USB auf Steroiden

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Seite 2: Die verbaute Hardware

Wenn SSD-Technik zum Einsatz kommt, ist klar, dass Kingston hier nicht das Rad neu erfindet, sondern auf bewährte Technik setzt. Dreht man die vier Schrauben aus dem Aluminium-Gehäuse heraus, lässt sich das HyperX Max 3.0 öffnen. Unter der Haube befinden sich zwei Platinen, die miteinander verbunden sind. Auf einer befindet sich der USB-Controller, auf der anderen eine handelsübliche SSD.

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Nimmt man die Platinen vorsichtig aus dem Gehäuse, sieht man auf der Rückseite die Chips, die Kingston verwendet. Für die SSD kommen Toshiba-Bauteile und Toshiba NAND-Flash mit einem Micron-Cache-Speicherchip zum Einsatz. Beim Controller handelt es sich um den Toshiba T6UG1XBG, der beispielsweise auch auf der Kingston SSDNow V 30 GB zum Einsatz kommt. Bei der Platine handelt es sich also eigentlich um eine SATA-3G-SSD mit 128 GB Kapazität - auch der Anschluss und die Stromversorgung entsprechen dieser Standard-Platine. Der Micron-Chip (D9HSJ) ist ein 128 MB großer Cache-Chip.

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Damit aus dem SATA-Gerät nun ein USB-Gerät wird, muss eine Bridge zwischengeschaltet werden. Diese Aufgabe übernimmt der Genesis Logic GL3310, der aus der SATA-3G-Schnittstelle ein USB3.0-Superspeed-Laufwerk macht:

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Eigentlich also alles ganz einfach realisiert: Standard-SATA-Technik plus Brücke wird zu einem USB3.0-Laufwerk.

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Dabei stellt sich natürlich die Frage: Lässt sich die SSD auch als normales SATA-Drive nutzen, wenn man dies möchte? In der Theorie ja, denn wenn man die Platine direkt mit einem Stromanschluss und SATA-Kabel an ein Mainboard anschließt, meldet sich das Drive auch als SATA-Gerät im Gerätemanager:

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Wir haben auch einen Benchmark durchgeführt, der bestätigt, dass die Performance im üblichen Bereich des Toshiba-Controllers mit der verwendeten Flash-Sorte und Cache liegt:

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Allerdings muss man klar sagen: Zum Kaufpreis von 250 Euro lohnt sich der "Umbau" des USB3.0-Gerätes eigentlich nicht, denn heutzutage gibt es günstigere SSDs mit einer besseren Leistung am Markt, die auch in einem entsprechenden Schutzgehäuse untergebracht sind. Wer allerdings beispielsweise einmal eine 2,5-Zoll-SATA-Notebook-Harddisk anstecken möchte, um die Daten per USB auf einen Rechner zu überspielen, der könnte das Kingston-Laufwerk demontieren und die integrierte Technik hierfür verwenden.

Bleiben wir allerdings beim dafür vorgesehenen Gebrauch der Kingston HyperX Max 3.0 - und gehen zu den USB3.0-Benchmarks über.