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Test: Kingston SSDNow V100 128 GB mit JMF618-Controller - Fazit

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Seite 8: Fazit

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Wie sieht es nun mit anfangs erwähntem Gesamtpaket aus?

Die Leistung ist für Desktop-Systeme und Einzelbenutzerumgebungen auf jeden Fall mehr als ausreichend. In einem Server sollte man diese SSD nicht einsetzen, aber für diesen Zweck wurde sie schließlich auch nicht entworfen. Der Lieferumfang ist größer als bei den meisten anderen Herstellern, zumal man noch zwischen dem Desktop- und Notebook-Bundle mit jeweils passenden Dreingaben wählen kann. Gerade für Notebooknutzer dürfte das externe Gehäuse äußerst praktisch sein, denn ansonsten wäre es reichlich aufwendig, ein bestehendes System von einem Laufwerk auf das andere zu klonen, bieten die meisten Laptops doch nur eine Einbaumöglichkeit für ein Laufwerk.

Möchte man den letzten Euro sparen, kann man das Laufwerk auch als Bulk-Version kaufen. Mit momentan (30.12.2010) etwa 1,45 Euro pro Gigabyte gehört die SSDNow V100 mit 128 GB dann zu den günstigsten Laufwerken, wobei man für das gleiche Geld auch schon Laufwerke mit SF-1200-Controller bekommt. Dieser bietet deutlich bessere Werte bei kleinen Blöcken, ist beim sequenziellen Schreiben und Lesen dafür aber unter Umständen wieder spürbar langsamer. Dies spürt man aber nur beim Arbeiten mit riesigen Dateien (Kopieren, Verschieben, Entpacken, ...), geht es nur um die Alltagsleistung, wird die SSDNow V100 den kürzeren ziehen - zumindest wenn das restliche System ausreichend schnell ist.

Zugute halten muss man der SSDNow V100, dass sie sehr resistent gegenüber Leistungseinbrüchen ist. Auch nach absolut unnatürlicher und extremer Schreibbelastung bricht die SSD praktisch nicht ein und erholt sich dabei auch wieder relativ schnell. TRIM arbeitet einwandfrei, die Garbage Collection räumt das Laufwerk sehr aggressiv auf und sorgt so für die gleichbleibende Leistung. Für Systeme ohne TRIM-Unterstützung sollte man die SSDNow V100 also in die engere Wahl ziehen - wobei auch hier Laufwerke mit SF-1200-Controller ebenfalls keine schlechte Figur machen.

Um die Frage nun endlich zu beantworten: Damit das Gesamtpaket Kingston SSDNow V100 restlos überzeugen könnte, müsste das Paket noch etwas günstiger sein. Für den aktuellen Preis dürfte für die meisten Nutzer eine SSD mit SF-1200-Controller das bessere Erlebnis bieten, wobei das nicht heißen soll, dass die SSDNow V100 grundsätzlich nicht zu empfehlen ist - wer hohe sequenzielle Raten und ein extrem resistentes Laufwerk sucht, sollte sich die SSDNow V100 auf jeden Fall näher anschauen.

Positive Aspekte der Kingston SSDNow V100:

  • Gute sequenzielle Transferrate
  • Kein nennenswerter Leistungsverlust

Negative Aspekte der Kingston SSDNow V100:

  • Keine NCQ-Unterstützung

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