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Test: Samsung SSD 470 Series - zurück an die Spitze?

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Seite 2: Die Samsung SSD 470 Series im Detail

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Wie bereits auf der letzten Seite erwähnt, besitzt die OEM-Version der Samsung 470 Series ein anderes Gehäuse als die Retail-Version, über die eines unserer Community-Mitglieder bereits ein User-Review geschrieben hat. Dort findet man nicht nur weitere Fotos, sondern auch einen Überblick über den sog. Samsung SSD Magician, eine Software ähnlich der Intel SSD Toolbox, mit der das Laufwerk z.B. manuell gesäubert werden kann, sollte man kein TRIM-fähiges System besitzen. Der Vorteil der OEM-Version ist allerdings, dass sich das Gehäuse sehr leicht öffnen lässt und wir daher einen Blick in das Innere werfen können.

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Die Platine füllt nicht wie üblich das ganze Gehäuse aus, damit wären kleinere Formfaktoren ohne größere Probleme möglich. Auf der Vorderseite der Platine der Samsung 470 Series sitzt unter dem MAX-Controller ein 128 MB großer DRAM-Cache, daneben befinden sich sieben NAND-Speicherchips. Auf der Rückseite der Platine befindet sich ein weiterer DRAM-Cache-Baustein, sodass die Cache-Größe auf insgesamt 256 MB steigt. Zusammen mit den neun NAND-Speicherchips auf der Rückseite wächst deren Gesamtzahl auf 16, die der MAX-Controller gleichzeitig über bis zu acht Kanäle ansteuern kann. Des Weiteren ist die Geschwindigkeit des Controllers unabhängig von der Art der Daten, die geschrieben bzw. gelesen werden.

Auch zeigt sich die 470 Series relativ resistent gegen Leistungseinbrüche. Nach dem zweimaligen, vollständigen Füllen des Laufwerks mit Daten und anschließender Belastung durch Iometer gab es hauptsächlich einen kleinen Einbruch bei der Schreibrate von kleinen Blöcken. Die sequenzielle Übertragungsrate hat sich praktisch nicht verändert - weder der AS SSD Benchmark noch HDTach haben einen Einbruch bei der sequenziellen Leistung aufzeigen können. Lediglich HDTune hat einige Einbrüche angezeigt, es könnte sich hier allerdings auch um Messfehler bzw. Inkompatibilitäten zwischen der SSD und HDTune handeln. Fest steht jedenfalls, dass sich die 470 Series von starker Belastung ziemlich unbeeindruckt zeigt, zumal im Alltagsbetrieb weder eine so hohe Belastung wie hier simuliert auftreten wird und man außerdem auf den TRIM-Befehl vertrauen kann (sofern Windows 7/Linux eingesetzt wird), mit dessen Hilfe die Leistung auch auf Dauer nicht so stark wie in diesem Test abfallen sollte - beim Test auf Leistungseinbrüche wird der TRIM-Befehl bei uns komplett deaktiviert, um wirklich den worst case zu simulieren. Die folgenden Screenshots zeigen die 470 Series nach einem Secure Erase (oben) und nach starker Belastung (unten).

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