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Roundup: USB2.0/3.0 Speichersticks und Drives

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Seite 10: Fazit

Aus unserem Review lassen sich mehrere Dinge ableiten, die man sicherlich auch schon vorher wusste: USB3.0-Geräte sind in der Regel schneller als USB2.0-Geräte. Das klingt logisch, liegt in unserem Fall aber auch an der verwendeten Technik. Sowohl Supertalent wie auch OCZ setzen auf SSD-Technik und verbauen Controller, die man auch in teuren SSDs vorfindet. Die Indilinx- und JMicron-Controller sind eigentlich dort entliehen - und nur in ein transportables Gehäuse gesetzt worden.

Aber mit der verwendeten Technik steigt auch der Preis, wenn sie aus den SSD-Sphären entliehen wurde. Vergleicht man die Preise der getesteten Geräte bei einer Kapazität von 64 GB, so wird dies schnell klar:

Ein normaler 64-GB-Speicherstick mit USB2.0 ist am Markt schon für knapp 100 Euro erhältlich. Somit muss für die USB3.0-Performance schon ein satter Aufpreis gezahlt werden, wenn es nur um die Kapazität geht. Je mehr aber die Performance in den Vordergrund rückt, beispielsweise wenn große Datenmengen übertragen werden müssen, desto mehr wird der Geschwindigkeitszuwachs sich rentieren - denn wer bei einem 64-GB-Stick mit sehr guter Schreibperformance von 30 MB/s fast 40 Minuten warten muss, bis der Datenträger voll ist, wird eine schnellere Alternative bevorzugen.

Unsere Empfehlungen:

  • ... für Anwender, die viel Kapazität benötigen

    Wer große Datenmengen speichern möchte, ist mit dem ADATA Nobility NH01 bestens bedient. Eine derartige externe Festplatte ist zwar nicht so schnell wie SSD-basierende USB3.0-Laufwerke, aber kann aufgrund der USB3.0-Schnittstelle mit hoher Performance angesprochen werden. Kapazitäten von mehreren hundert Gigabyte gibt es im Flash-Bereich auch noch nicht - und letztendlich ist der Preis pro GB einfach unschlagbar. Das ADATA-Drive erhält also unseren Preis-Leistungs-Tipp:



  • ... für Anwender, die auf Performance stehen:

    Hier können nur zwei Produkte infrage kommen: Supertalents SuperCrypt-Stick oder OCZs Enyo. Beide liefern im Test brillante Performance - bei der Leistung könnte man schon fast in Versuchung kommen, sämtliche Daten einfach auf den USB-Stick auszulagern. Im Endeffekt entscheidet hier das Anwendungsgebiet: Möchte man einen klassischen USB-Stick haben, ist der teurere SuperCrypt-Stick im Vorteil. OCZs Enyo hingegen hat mehr Gadget-Style, sieht schick aus, aber man braucht ein Kabel zur Verwendung. Dafür liefert er noch ein paar MB/s mehr an Performance - und ist letztendlich sogar günstiger. Aus diesem Grund hat OCZs Enyo hier knapp die Nase vorne und heimst unseren Excellent Hardware Award ein.



  • ... für Anwender, die ihre Daten sicher transportieren wollen:

    Wer seine Daten auf keinen Fall in falsche Hände lassen will, oft seinen Stick verliert oder verlegt, der ist sicherlich mit dem Padlock 2 von Corsair bestens bedient, da hier eine hohe Sicherheit gewährleistet wird. Alle anderen Lösungen kann man höchstens mit kostenlosen Tools entsprechend verschlüsseln. Natürlich geht auch dies - und meistens auch günstiger - aber theoretisch könnte sich ein Dieb den verschlüsselten Inhalt des USB-Sticks auch auslesen. Da Corsair den Zugriff bereits sperrt, scheidet diese Variante aus. Allerdings ist uns die Performance des Padlock 2 schon etwas niedrig und der Preis im Vergleich zur Konkurrenz bei der gebotenen Größe etwas hoch. Somit ist der Padlock nur dann interessant, wenn man auf die Security-Features aus ist.

Corsairs Flash Voyager GTR als wirklich hervorragender USB2.0-Stick geht in diesem Roundup etwas unter, da er mit der USB3.0-Performance nicht mehr mithalten kann. Allerdings ist er mit einer sehr guten Performance in der Lage, auch die USB3.0-Geräte im USB2.0-Betrieb in Schach zu halten. Wer also noch kein USB3.0-System besitzt und nur USB2.0-Ports hat, der bekommt mit dem Flash Voyager GTR einen sehr großen und schnellen USB-Stick. Das Chaintech Apogee AstroDrive hingegen gehört schon fast zum alten Eisen, ist langsam bei kleinen Dateien - und kann sich nicht wirklich absetzen.

 

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