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Test: Kingston SSDNow V 30 GB - Doppelte Leistung im RAID 0?

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Seite 9: Fazit

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Kingstons SSDNow V 30 GB gehört zu den günstigsten SSDs, die man kaufen kann und die wenigstens noch eine brauchbare Leistung bieten. Leider ist die Leistung auch entsprechend niedrig, zumindest beim Arbeiten mit kleinen Blöcken landet sie meistens auf dem letzten Platz. Gerade die Leistung in diesem Bereich ist jedoch für den Alltagsbetrieb relevant. Bei großen Blöcken und sequenziellen Zugriffen ist die SSDNow V 30 GB immerhin etwas schneller als Intels X25-V (zum Testbericht), allerdings wird sich der Unterschied bei den sequenziellen Transferraten meistens nicht bemerkbar machen. Auf einem 30 GB großen Laufwerk wird nach der Installation von Windows 7 ohnehin schon nach einiger Zeit deutlich mehr als die Hälfte belegt sein, sodass gar nicht viel Platz für das Hantieren mit großen Dateien übrig bleibt.

Im direkten Vergleich zur Intel X25-V ist die SSDNow V 30 GB ungefähr 10 Euro günstiger, besitzt dafür allerdings auch noch einmal 10 GB weniger Speicherplatz. Greift man zur Bulk-Variante der SSDNow V 30 GB kann man immerhin knapp 20 Euro im Vergleich zur X25-V sparen.

Kommt es darauf an, den letzten Euro zu sparen, kann man zur SSDNow V 30 GB greifen, sie ist als Systemlaufwerk bei der gefühlten Arbeitsgeschwindigkeit natürlich immer noch deutlich schneller als eine herkömmliche Festplatte, braucht weniger Strom und arbeitet absolut geräuschlos. Sind 10 bis 20 Euro Aufpreis kein Problem, würden wir eher zur Intel X25-V raten. Mit 40 GB (nutzbar 37 GB) bietet sie zudem auch Platz für etwas aufwendigere Betriebssystem-Installationen.

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Doppelte Leistung im RAID 0? Nun, hier kommt es ganz klar auf den Einsatzzweck an. Für die Alltagsleistung bringt ein RAID 0 nur einen geringen Mehrwert. Beim Arbeiten mit großen Dateien ist ein RAID 0 wiederum eine sinnvolle Erweiterung, die Mehrleistung bzw. der Geschwindigkeitsvorteil kann bis zu 100 Prozent betragen.

Warum sollte man es sich trotzdem gut überlegen auf ein RAID 0 setzen? Dafür gibt es im Wesentlichen zwei Gründe: Leider können SSDs genau wie Festplatten völlig unvermittelt ausfallen. Fällt eines der beiden Laufwerke aus, sind die Daten unwiederbringlich weg, denn das andere Laufwerk besitzt nur die Hälfte der Daten. Die Ausfallwahrscheinlichkeit ist in einem RAID 0 nahezu doppelt so groß wie bei einem Einzellaufwerk. Des Weiteren gibt es bisher noch keinen Controller, der im RAID-Modus den TRIM-Befehl vom Betriebssystem an die einzelnen Laufwerke weiterreicht. Die SSDNow V 30 GB ist zwar vergleichsweise resistent gegen einen Leistungseinbruch, das gilt allerdings nicht für alle Laufwerke.

Betrachtet man den Preis, so ist man mit zwei Bulk-Versionen der SSDNow V 30 GB für ein RAID 0 bei etwas mehr als 150 Euro. Für diesen Preis erhält man bereits die 64-GB-Version des Super Talent Ultradrive GX2 (zum Testbericht). Die GX2 bietet den gleichen Speicherplatz und man muss nicht auf den TRIM-Befehl verzichten.

Möchte man aus zwei langsamen Laufwerken ein schnelles machen, sollte man also lieber gleich ein einziges, schnelleres, Laufwerk kaufen. Mehr Sinn macht ein RAID 0, wenn man zwei schnelle Laufwerke zu einem noch schnelleren vereinen möchte. Wobei hier der Alltagsnutzen sicherlich angezweifelt werden darf, denn die Mehrleistung wird man lediglich beim Arbeiten mit vielen GB großen Dateien spüren.

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Hier macht die Kingston SSDNow V 30 GB leider keine gute Figur. Im RAID 0 verdoppelt sich der Durchsatz zwar, allerdings reicht die Leistung auch dann noch nicht, um über den letzten/vorletzten Platz hinauszukommen.