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Test: Corsair Force und A-DATA S599 - Was kann der SandForce-Controller?

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Seite 10: Fazit

Laufwerke mit SandForce-Controller sind ohne Frage sehr interessant. Besonders bei der Schreibleistung können sie punkten, denn sie ist schon bei inkompressiblen Daten sehr ordentlich und steigt weiter, je stärker der Controller die Daten komprimieren kann. Das kommt direkt auch der Haltbarkeit des Flash-Speichers zugute, denn weniger schreiben bedeutet, dass weniger der endlich vielen Schreib-/Löschzyklen aufgebraucht werden.

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Nun wird man allerdings auch SSDs wie Intels X25-M, die kein solches Feature besitzt, kaum innerhalb der Nutzungsdauer kaputtschreiben - Intel gibt bei einer Schreibrate von 20 GB pro Tag bei einer minimalen Lebensdauer von fünf Jahren an. In der Realität schreibt man häufig sogar noch deutlich weniger. Dennoch ist es gut zu wissen, dass man sich bei SandForce einige Gedanken über die Haltbarkeit des Laufwerks und die Sicherheit der Daten gemacht hat. Wie zuverlässig die Laufwerke letztendlich allerdings wirklich arbeiten, kann man jetzt leider noch nicht beantworten. Hier gilt es, Langzeitberichte und Erfahrungen abzuwarten.

Aufpassen muss man beim Kauf eines Laufwerks mit SandForce-Controller auf die Firmware. Wie auf Seite 5 beschrieben, setzt Corsair hier auf eine ältere Version, mit welcher der SF-1200-Controller noch die gleiche Leistung wie der SF-1500-Controller besitzt. Einen kritischen Fehler in dieser Firmware hat man bei Corsair kurzerhand selbst beseitigt. A-DATA setzt auf die aktuellste Version der Firmware, wobei der SF-1200-Controller leider künstlich gedrosselt wurde. Das betrifft allerdings nur die zufällige Schreibrate von kleinen Blöcken. Die anderen Werte bleiben gleich, insbesondere auch die Leserate.

Es könnte also sein, dass man auch bei Corsair irgendwann auf die neue Firmware-Version umsteigt und damit das Laufwerk etwas drosselt. Aber selbst dann bietet das Laufwerk noch eine hervorragende Leistung, sodass man diese Tatsache nicht zu stark bewerten sollte.

Auch muss man beachten, dass bei allen Benchmarks (ausgenommen Iometer) Zufallsdaten zum Testen benutzt wurden, sodass der SandForce-Controller keinen Gebrauch von seinem Kompressionsfeature machen konnte. Kann der Controller das, steigt die Leistung des Laufwerks weiter an. Glücklicherweise sind viele Daten, die bei einem Desktop-System anfallen (Betriebssystem, Anwendungen, Anwendungsdaten), relativ gut komprimierbar. Zu den kaum komprimierbaren Daten hingegen zählen vor allem Multimediadateien und Spiele.

Nachdem Intels X25-M und Crucicals RealSSD C300 von uns bereits einen Excellent-Hardware-Award bekommen haben, folgen mit den beiden SandForce-SF-1200-Laufwerken A-DATA S599 und Corsair Force nun die nächsten zwei SSDs, wobei die Corsair Force dank anderer Firmware noch ein Stück schneller als die A-DATA S599 ist.

In unserem Preisvergleich ist leider noch keines der beiden Laufwerke gelistet, man wird hier allerdings von einem recht hohen Preis ausgehen dürfen, schließlich bieten die Laufwerke bzw. der Controller auch eine entsprechende Leistung. Insbesondere der Preis pro Gigabyte dürfte bei SandForce-Laufwerken hoch ausfallen, denn obwohl wie bei anderen Laufwerken 128 / 256 GB Flash-Speicher verbaut werden, werden davon nur 100 / 200 GB zur Verfügung gestellt (gerechnet mit 1 GB = 109 Bytes), der Rest dient als Reserve.

 

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Hohe Leistung, nützliche Features:
Der SandForce-Controller weiß zu gefallen.

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