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Test: Beyerdynamic Custom One Pro

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Seite 3: Beyerdynamic Custom One Pro im Klangcheck

Da wir nicht über professionelle Räumlichkeiten und Messgeräte verfügen, spiegeln unsere Ergebnisse lediglich den Klangeindruck des Redakteurs wieder. Subjektivität lässt sich daher nicht vermeiden, auch wenn der testende Redakteur bereits Erfahrungen mit vielen Lautsprechern, Kopfhörern, Headsets und Soundkarten gemacht hat. Unser Testraum misst 4 m x 6 m, bei einer Deckenhöhe von 2,20 m. Die Wände der kürzeren Seiten bestehen aus Dachschrägen , welche bis knapp 30 cm an den Boden reichen. Die Teststücke liegen als Flac oder CD vor, einige aber auch als MP3, um auch das durchschnittliche Quellmaterial darzustellen. Ebenso befinden sich nicht nur hochqualitative Aufnahmen in unserem Test-Parcours, sondern auch Stücke schlechterer Qualität. Als "Referenz" dienen ein paar Adam A5X Studiomonitore sowie ein AKG K701 Kopfhörer.

Überraschenderweise klingt der Custom One Pro gar nicht so "beyertypisch", wie es die Geschwister aus selbem Hause tun. Anders als die DT-Modelle weist unser Proband nicht den sonst so charakteristischen Hochton-Peak auf. Die Höhen rollen sogar sehr leicht ab, stehen demnach weiter im Hintergrund. Zum einen macht dies den Custom One Pro zu einem eher entspannteren Hörer, welcher niemals nervig wird, zum anderen bremst das leider etwas die Luftigkeit im Hochton, was ihn etwas nüchterner klingen lässt. Insgesamt erscheint unser Testexemplar nicht ganz so feinauflösend in den Höhen wie vergleichbar teure Kopfhörer.

Der Mittelton ist relativ ausgewogen und gefällt uns recht gut. Er ist weitestgehend verfärbungsfrei und gibt den Instrumenten ausreichend Raum sich zu entfalten. Als Beispiel hierfür bleibt Jack Johnsons - Traffic in the Sky. Jacks Stimme erhält einen angenehmen Körper, während die Gitarren Begleitung ebenso glaubwürdig erscheint.

Der Knackpunkt im Sounding liegt im Übergang von den unteren Mitten bis zum Oberbass, hier trägt der Custom One Pro verhältnismäßig dick auf. Einerseits führt diese Charakterisitik zu einem relativ satten, einhüllenden Klangbild, andererseits jedoch erzeugt die Betonung in diesem Frequenzbereich einen eher dumpfen Eindruck. Wie störend dies ist, hängt letztlich sehr stark vom abgespielten Material ab, bei einigen Musikrichtungen fällt diese Betonung gar nicht ins Gewicht, bei anderen klingt es zuweilen recht matschig.

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Kommen wir zum Bassbereich, welcher sich mithilfe von Schiebereglern oder auch "Slidern" an den Ohrmuscheln in bis zu vier Stufen je nach Musikgenre oder Geschmack regulieren lässt. Da die unterschiedliche Bassintensität zum Teil auch den Gesamtklang beeinflusst, werden wir auch zu jeder Stufe noch einmal kurz zusammenfassen, inwiefern sich hier etwas verändert.

In der ersten Stufe verhält sich der Bassbereich nahezu neutral bis leicht bassarm. Wo er gefordert ist, langt der Kopfhörer zu, kann aber auch dezent im Hintergrund ertönen. Präzision und Impulsschnelligkeit befinden sich auf einem ordentlichen Niveau. Der Gesamtklang entspricht dem oben beschriebenen.

Auf Stufe zwei wird der Bassbereich schon merklich vordergründiger und man kann von einem angehobenen Bassbereich sprechen. Ähnlich wie der Frequenzgraph auf der Verpackung zeigt, handelt es sich hier um eine nicht von der Hand zu weisende, aber dennoch moderate Anhebung der Quantität. Qualitativ hingegen muss man in dieser Einstellung nur einen kleinen Geschwindigkeitsverlust hinnehmen. Insgesamt wird die Betonung der unteren Mitten dadurch etwas kaschiert und die Höhen erscheinen eine Idee verdeckter.

In der dritten Bassregelungsstufe wird aus der leichten Betonung dann schon deutlich mehr. Nun handelt es sich definitiv um eine starke Ausprägung im Bassbereich. Mit dieser Einstellung bestimmt dann vorwiegend der Tiefton das Geschehen und raubt Mittel- und Hochton ziemlich große Anteile am Klang. In einigen Musikstücken merkt man dann auch, dass die Präzision eindeutig darunter leidet.

Stufe vier macht aus dem Custom One Pro schließlich ein Bassmonster. Er dominiert eindeutig das Geschehen, insbesondere deshalb weil die Bassanhebung in allen Stufen ziemlich breitbanding erfolgt sowie ziemlich weit im Oberbass nach oben hin. So wirkt das Klangbild auf den höheren Stufen schon arg brummig aufgrund der Intensität in den "hohen" Tiefton lagen. Für unseren Geschmack wäre hier eine etwas schmalbandigere Anhebung definitiv angenehmer gewesen, sodass der Bass vermutlich etwas mehr Kontur behalten hätte.

Die Bühnendarstellung befindet sich auf einem guten Niveau. Unser Kandidat weiß im Testsong Pink Floyd - The Trial sowohl Nähe als auch Weite gut wiederzugeben und ordnet den Instrumenten eindeutig ihre Plätze zu. Auf dem Level einiger offener Kopfhörer wie zum Beispiel unserem Vergleichskopfhörer dem AKG K701 ist der Custom One Pro nicht, was aber auch bauartbedingt nahezu unmöglich ist, hier Paroli bieten zu können.

In Bezug auf das Auflösungsvermögen reicht unser Proband nicht ganz an die vergleichbaren Modelle wie dem Beyerdynamic DT 770 oder DT 990 heran. Dazu fehlt es ihm einfach in anspruchsvollen Situationen oftmals an "coolness". Man merkt einfach, dass er in einer Detailflut einzelne Feinheiten nicht mehr ganz so lässig voneinander differenzieren kann.

In unserem neuen Referenzspiel Counter Strike: Global Offensive kann sich der durchweg ordentliche Höreindruck des Custom One Pro fortsetzen. Waffen klingen von der Pistole bis zum schweren Maschinengewehr oder dem Scharfschützengewehr stets authentisch. Ebenso lässt sich die Ortung für einen geschlossenen Kopfhörer wirklich sehen. In unserem Testzeitraum gelang uns mit dem Beyerdynamic Kopfhörer durchweg eine präzise Ortung der Gegner. Sowohl die Richtung als auch Distanzen ließen sich immer gut einschätzen und brachten uns so einige Vorteile auf den verschiedensten Maps. Selbst im "Wettrüsten-Modus", in dem es traditionell etwas unübersichtlicher und hektischer zugeht, kamen wir gut zu recht. 

 

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Kommentare (263)

#254
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Na dann her damit!! :d
#255
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Und wo bleibt er?? :vrizz:
#256
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Vizeadmiral
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Guten Morgen,

keine Ahnung wie der Custom One klingt, aber ich kann schon mal sagen, dass der Superlux 681 Evo auf keinen Fall mit einem Beyer 990 Pro mithalten kann, dazwischen steht eine ganze Menge, aber gemessen am Geld, dass der Evo kostet, ist Preis/Leistung einfach nur eines, absolut fantastisch, zumal die Verarbeitungsqualität für den Preis überzeugend ist und das 2 hochwertige Kabel mitgeliefert werden (extrem kurz/lang) und auch noch austauschbar sind.

Die 990er haben mehr Tiefbass und lösen deutlich besser aus, der Superlux Evo hat etwas nervige Höhen, weniger Tiefbass, mehr Kickbass, welcher etwas schwammig ist. Und bei Kopfbewegungen hört man den Kopfhörer, ist eben alles Plastik, aber wie gesagt, gemessen am Preis bin ich der Überzeugung, dass jeder, der guten Ton genießen, aber nicht hoffnungslos viel Geld ausgeben kann, hier sehr gut bedient wird. Der Tragekomfort ist auch ausgezeichnet, gefällt mir sogar besser als z.B. bei AKG, wo das Plastik an den Seiten (Größenverstellung für verschiedenen Kopfgrößen) sehr schnell reißen kann. Von daher war ich wirklich überrascht, da ich den Hörer als Ersatz besorgt hatte, sofern meine richtigen mal kaputt gehen sollten und ich übergangsweise nicht auf dem Schlauch stehe.
#257
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Zitat sonnyboy;21933624
Und wo bleibt er?? :vrizz:

Sorry, mir ging es die Tage nicht so gut. Ich werd mich heute Abend dransetzen :wink:
#258
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Zitat Terra123;21934032
Guten Morgen,

keine Ahnung wie der Custom One klingt, aber ich kann schon mal sagen, dass der Superlux 681 Evo auf keinen Fall mit einem Beyer 990 Pro mithalten kann, dazwischen steht eine ganze Menge, aber gemessen am Geld, dass der Evo kostet, ist Preis/Leistung einfach nur eines, absolut fantastisch, zumal die Verarbeitungsqualität für den Preis überzeugend ist und das 2 hochwertige Kabel mitgeliefert werden (extrem kurz/lang) und auch noch austauschbar sind.

Die 990er haben mehr Tiefbass und lösen deutlich besser aus, der Superlux Evo hat etwas nervige Höhen, weniger Tiefbass, mehr Kickbass, welcher etwas schwammig ist. Und bei Kopfbewegungen hört man den Kopfhörer, ist eben alles Plastik, aber wie gesagt, gemessen am Preis bin ich der Überzeugung, dass jeder, der guten Ton genießen, aber nicht hoffnungslos viel Geld ausgeben kann, hier sehr gut bedient wird. Der Tragekomfort ist auch ausgezeichnet, gefällt mir sogar besser als z.B. bei AKG, wo das Plastik an den Seiten (Größenverstellung für verschiedenen Kopfgrößen) sehr schnell reißen kann. Von daher war ich wirklich überrascht, da ich den Hörer als Ersatz besorgt hatte, sofern meine richtigen mal kaputt gehen sollten und ich übergangsweise nicht auf dem Schlauch stehe.


Ich danke Dir! :)

Zitat CH4F;21935127
Sorry, mir ging es die Tage nicht so gut. Ich werd mich heute Abend dransetzen :wink:


Kein Thema! Hast hoffentlich meinen Smily gesehen. ;)
#259
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Nein, den hab ich eiskalt übersehen! :D

Nachdem ichs dann gestern Abend verpennt (wortwörtlich :D) habe, jetzt aber :fresse:

Was ich zuerst sagen muss: Ich bin momentan verdammt hochwertige LS und Triple.Fi 10 (A.R.E.S. SL 100, Infos gibts per Google und im HiFi-Wiki!) gewöhnt! Mein Höreindruck wird also wahrscheinlich etwas "niederschmetternd" sein für andere.

Zuerst muss man mal anmerken, dass der COP und die beiden Superluxe ne etwas andere Abstimmung haben. Der COP hat eher zurückhaltende Höhen und ab Stufe 2 einen recht kräftigen Bass, auch Tiefbass. Bei manchen Songs klingen die sonst eher zum Zischeln neigende S-Laute schon richtig dumpf, zumindest am iPhone. Der FiiO E10 Olympus hat das Problem recht gut in die Hand bekommen. Der Custom spielte verdammt klar auf und ist ne gute Stufe über den Superluxen zu sehen. Viele Details werden zutage gebracht, welche bei "durchschnitlichem" Equipment verloren gingen. Wobei das natürlich auch kein Vergleich zum UE Triple.Fi 10 ist, der ne Ecke ausgewogener im Hoch- und Mittelton spielt und mit kräftigerem (insbesondere Tief)Bass aufwarten kann. Tragekomfort weitaus höher mit Foam Tips und keine schwitzenden Ohren. Das ist für mich ein Großes Manko beim COP. Unter dem Kunstleder haben die Ohren unglaublich geschwitzt nach längerem Hören. Die Ortung ist zum Spielen von Egoshootern definitiv gut genug und ich habe so manchem dadurch ordentlich auf die Füße treten können. ;) Die Geräuschisolation des COP ist extrem. Es ist als würde man vor einem stummgeschaltenen Fernseher sitzen. Man sieht zwar Menschen reden, hört aber kein Bisschen. Für diesen Effekt reichte bei mir schon leise Musik aus. Es war sehr amüsant um ehrlich zu sein :lol:

Die beiden Superluxe: Na joa. Für ihren Preis anscheinend ziemliche Knaller. Da halboffen keine sehr gute Dämmung, man hört die Musik des Hörers und Geräusche von außen dringen ebenfalls ein. Die Superluxe haben etwas stärkere Höhen als der COP, neigen zum Zischeln. Die B-Version etwas weniger, aber durch den JET-HT meiner LS bin ich kräftigen Hochton eh gewöhnt. Schneller Bass und schnelle Tracks mögen den Superluxen nicht so recht liegen, es matscht dann doch gern mal - vor allem im Bass, wo dem HD681B sogar ziemlich die Puste ausgeht. Der Tiefbass des 681B ist stark abgesenkt. Der normale HD681 war dafür aber auch deutlich schwammiger. Der Gesamteindruck des HD681 ist auch eher "Dosig", es klang alles sehr komisch und hatte etwas den Charakter eines Telefonhörers. :hmm: Der HD681B hingegen war deutlich klarer im Klang und brachte viel mehr Details zu Tage. Es passte einfach besser ins Bild. Auch die Ortung mit dem HD681B ging deutilch besser vonstatten als mit'm HD681. Im Vergleich zum HD681, welcher ja meist empfohlen wird, finde ich, dass der HD681B der wahre P/L King ist. Hat zwar kaum Tiefbass, ist dafür in allen anderen Bereichen deutlich besser. Passt einfach besser und wirkt klanglich mehr aus einem Guss als der HD681. Stimmen haben deutlich mehr Körper und Auflösung beim HD681B.

Fazit:

Beyerdynamic Custom One Pro
- Verdammt klarer Klang
- Sehr bequem
- Gute Ortung beim Zocken (wirklich nicht zu unterschätzen, auch wenn die richtigen HiFi Leutz die Bühne des COP vergleichsweise klein finden.)
- Kräftiger, variabel einstellbarer Bass
- Ohren schwitzen auf Dauer
- Bei den meisten Smartphones etwas zu schwacher Hochtonbereich (habe mit dem S3 eines Mitbewohners gegengetestet)
- Zum Headset nachrüstbar

Superlux "der Normale" HD681
- Bequem
- Preisgünstig
- Klanglich für den Preis unerwartet gut, wenngleich ich ihn nicht dauerhaft haben wollen würde :fresse:
- Leicht "Dosig"
- Etwas schwammiger Bass, vor allem im Tiefbass
- Zischelnde Höhen
- Keine gute Geräuschdämmung

Superlux HD681B
- Deutlich ausgewogener
- Im Bass definitiv präziser, auch wenn dafür auf Tiefbass verzichtet wird
- Weniger aggressive Höhen
- Das "dosige" Gefühl ist weg
- Keine gute Geräuschdämmung
- Tragekomfort siehe HD681
- Viel bessere Stimmwiedergabe als HD681

Was ich zum Schluss aber anmerken muss: Einer meiner Mitbewohner hat seinen 100€-Sennheiser gegen einen Superlux getauscht, weil ihm der besser gefiel vom Klang her. Als LS verwendet er Microlab Solo 6C und ist zuvor nich großartig guten Klang gewohnt gewesen. Vielleicht hilft das beim Einordnen noch was besser :wink:
#260
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Super gemacht!! VIelen Dank! :wink:
Wo ist der "Gefällt mir"-Button? :d
#261
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Zum Glück bleibt man hier von so einem Müll wie "Gefällt mir", "Like" etc. verschont :fresse:
#262
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..... siehe Smily... ;)
#263
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Zitat SchneeLeopard;21940397
Zum Glück bleibt man hier von so einem Müll wie "Gefällt mir", "Like" etc. verschont :fresse:


Dann habe ich ja schonmal den nächsten Verbesserungsvorschlag parat... :vrizz:
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