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OC-Guide: Haswell-E an seine Leistungsgrenze zwingen

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Seite 4: Das BIOS des ASUS Rampage V Extreme

Für unsere Tests installierten wir die neuste UEFI-Version. Hier bietet das ASUS Rampage V Extreme zwei verschiedene Möglichkeiten an. Zum einen lässt sich die BIOS-Version direkt über das EZ-Flash-2-Utility aus dem BIOS heraus flashen oder aber mit dem "ASUS EZ Update"-Tool unter Windows.

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Der EZ-Mode beim ASUS Rampage V Extreme.

ASUS verwendet exakt die gleiche Ansicht wie bereits bei der Z97-ROG-Serie. Die einzelnen Punkte werden weiterhin in gelber Farbe hervorgehoben, die restlichen Werte hingegen in weißer Schrift. Wir beginnen oben links. Dort sind das aktuelle Datum und auch die Uhrzeit einsehbar. Rechts daneben kann auch die generelle UEFI-Sprache geändert werden. Neu hinzugekommen ist der "EZ Tuning Wizard", der eine Art Overclocking-Assistent ist und Neueinsteigern das Overclocking einfacher machen soll. Eingefleischte Overclocker werden von dieser Funktion in der Regel die Finger lassen und stattdessen sämtliche Einstellungen manuell festlegen. Dennoch ist es schön zu sehen, dass Einsteiger nicht im Regen stehen gelassen werden.

In der nächsten Zeile werden die üblichen Vorabinformationen, wie das Mainboardmodell inkl. BIOS-Version, die aktuell installierte CPU inkl. Taktfrequenz sowie die Arbeitsspeicher-Kapazität angezeigt. Weiter rechts sind dann auch gleich die CPU- und Mainboard-Temperatur zu sehen, zusätzlich auch die CPU-Spannung. Eine Etage tiefer wird auf der linken Seite ein ergänzender RAM-Status vermittelt, in welchen Slots aktuell welche Module mit welcher Kapazität und der aktuell anliegenden Taktung installiert sind. Zudem kann auf Wunsch auch gleich ein Extreme-Memory-Profile (kurz: XMP) ausgewählt werden, sofern vorhanden. Wer sich über die derzeit angekoppelten Storage-Gerätschaften interessiert, erhält diese Infos direkt rechts daneben. Hinzu kommen dann wiederum unten noch die Lüftergeschwindigkeiten, die sich mit der Funktion "Manual Fan Tuning" auch gleich individuell festlegen lassen.

Am rechten Rand des Bildschirms kann vom Anwender das grundlegende Funktionsschema ausgewählt werden. Standardmäßig ist der normale Modus aktiviert. Es lassen sich jedoch auch einmal der Modus "ASUS Optimal" und der Modus "Power Saving" aktivieren. Während beim "ASUS Optimal"-Modus das System auf gesteigerter Performance ausgelegt ist, lässt sich das System mit dem "Power Saving"-Modus effizienter betreiben. Darunter kann die Boot-Reihenfolge mit Leichtigkeit abgeändert werden. Entweder per Klick auf "Advanced Mode" oder mit einem Tastendruck auf "F7" gelangen wir in die erweiterte Ansicht, die wir uns nun anschauen werden.

img_5.jpg
Der Advanced-Mode beim ASUS Rampage V Extreme.

Advanced-Mode: Optisch genau wie der EZ-Mode, allerdings nach traditioneller Art und Weise strukturiert. Der erste Menüpunkt ist bereits von den ersten Sockel-LGA1150-Mainboards von ASUS bekannt. Das Feature "My Favorites" hat es ebenfalls auf die neue Haswell-E-Plattform geschafft und beinhaltet die Auswahl der häufig verwendeten Funktionen aus dem BIOS, die auf der separaten Seite abgespeichert werden können. Allerdings wurde das Hinzufügen der Funktionen von ASUS etwas anders gelöst. Das Kontextmenü ist auch beim Rampage V Extreme weggefallen. Demnach muss dafür oben der Punkt "MyFavorite(F3)" angeklickt oder die Taste "F3" gedrückt werden. Dies öffnet ein eigenständiges Fenster, in dem die Funktionen ausgewählt werden können.

Nun geht es mit dem Herzstück "Extreme Tweaker" weiter. Sämtliche Overclocking-Funktionen sind hier hinterlegt worden und es sind ohne Frage ziemlich viele Funktionen implementiert worden, die selbst dem extremen Übertakter durchaus ausreichen sollten. Ob es nun um die Taktfrequenz von CPU oder Arbeitsspeicher oder doch um die einzelnen Spannungen geht, hier wird der Anwender fündig. Zur Unterstützung wird jeweils unten erklärt, was die einzelnen Funktionen bewirken.

Auf der "Main"-Seite werden noch einmal einige Vorabinformationen wie die BIOS-Version, das installierte Prozessormodell und einige RAM-Infos angezeigt. Auch hier lässt sich die Menüsprache ändern, falls gewünscht. Wie immer können die zahlreichen Onboard-Komponenten mithilfe des nächsten Reiters konfiguriert werden. Auch wenn auf der rechten Seite ständig einige Informationen vom Hardware-Monitor angezeigt werden, hat ASUS eine eigene "Monitor"-Seite hinterlassen, auf der unter anderem die Lüfter gesteuert werden können. Aber auch die Temperaturen und Spannungen werden noch einmal aufgelistet.

Sämtliche Einstellungen, die den Startvorgang betreffen, wurden auf den Reiter "Boot" geparkt. Wer sich von dem Boot-Logo gestört fühlt, kann es dort abschalten. Zusätzlich sind dort die Boot-Overrides untergebracht worden, die man häufig auch auf der letzten Seite findet. ASUS gibt auch hier erneut ein paar Tools mit auf den Weg. Darunter das "ASUS EZ Flash 2 Utility", womit das UEFI aktualisiert werden kann. Sämtliche UEFI-Einstellungen können mithilfe des "ASUS Overclocking Profile" in maximal acht Profilen gesichert werden, die auch von einem USB-Stick exportiert und auch importiert werden können. "ASUS SPD Information" liest die Serial Presence Detect-Werte aus den DIMMs aus. Und unter "Exit" können die gesetzten Settings abgespeichert und auch die Default Werte geladen werden. Bevor das UEFI die Settings abspeichert, zeigt ein kleines Fenster alle Einstellungen an, die verändert wurden. Wer sich nützliche Notizen anlegen möchte, muss glücklicherweise auf keinen Zettel und Stift zurückgreifen, sondern verwendet einfach das "Quick Note"-Feature.

Die Bedienbarkeit der neuen UEFI-Oberfläche stufen wir als akzeptabel ein. Die Navigation kann durch die Menüs in meist ruckeliger Weise durchgeführt werden, zumindest mit der Tastatur. Einzig der "Monitor"-Abschnitt zeigte deutliche Verzögerungen beim Scrollen, was uns weniger gefallen hat. Der Maus-Cursor lässt ansonsten eine flüssigere Bewegung zu. Abgesehen von dieser Tatsache wurden alle gewählten Einstellungen zu unserer vollsten Zufriedenheit übernommen. Auch gab es an der Stabilität nichts bemängeln.

In der folgenden Bildergalerie können alle BIOS-Screenshots eingesehen werden.

 

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Kommentare (25)

#16
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Registriert seit: 31.05.2005
OfW :D
Admiral
Beiträge: 21489
fein gemacht. Man könnte mal noch das hier unter die Lupe nehmen wo nicht so sinnvoll ist :

http://www.hardwareluxx.de/community/f11/singlecore-turboproblem-nicht-nur-beim-haswell-e-1042104.html

und Ralf hab ich mir anders vorgestellt :shot:
#17
customavatars/avatar171162_1.gif
Registriert seit: 07.03.2012

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1469
Zitat
Wer sich den derzeit schnellsten Rechner zusammenbauen möchte, der kommt um Intels X99-Plattform nicht herum - vor allem dann, wenn man mehrere Grafikkarten im SLI- bzw. CrossFire-Verbund...


Habe letzhin (ich gebs zu...) ein CB Artikel bezüglich CF/SLI auf der Plattform gelesen. Da wurde klar, dass bei Spiele Benchmarks mit Multi GPU Setups die X99 Plattform nicht ideal ist. Da können mit einem multi GPU S. 1150 System gleichviel, wenn nicht sogar mehr Frames rausgekitzelt werden.

Ich habe ein X79 Desktop mit 7 fullsize PCIe am Start. Zur Zeit habe ich 5 Karten eingebaut, davon aber nur eine GPU. Da bin ich echt froh um die 40 LANes.

Für GPU Computing mag das Sinn machen mit einem X99 und SLI. Aber für eine Gaming Maschine kann man sich die Plattform sparen. SLI für GPU Computing bei voller Bandbreite im X99 System wird aber wohl nur von einer sehr kleinen Gruppe benötigt werden, da bei einem 5960k auch die CPU selbst für Rendering o.ä. eingesetzt würde.

Naja, jeder setzt die Prioritäten anders. Ich habe 4 Displays an einer einzigen GPU, die kleinsten zwei sind FullHD. Für extrem Multitasking + Gaming sowie DVB reichts. Ich schraub halt die Settings etwas runter. Ich weiss, andere Leute hier im Luxx haben 3 GPU's für einen 144 Hz FullHD, und spielen Ego Shooter auf Ultra. Nur nötig ist das nicht. Ganz im Gegensatz zu 40 LANes ;)
#18
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Registriert seit: 31.05.2005
OfW :D
Admiral
Beiträge: 21489
2x x16 Anbindung bringt aber normal 3-5% mehr wie 2x x8
#19
customavatars/avatar171162_1.gif
Registriert seit: 07.03.2012

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1469
Jo. Die haben halt CB mässig Quad SLI mit einem 4.3 GHz 5960 gegengetestet.

Etwas sinnbefreit, aber gibt solche, die träumen von dem Setup...
#20
Registriert seit: 14.11.2014

Matrose
Beiträge: 2
Wie fiel kostet mich der ganze spaß denn ?
#21
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Registriert seit: 28.12.2006
Dornbirn
Flottillenadmiral
Beiträge: 4133
der Stromverbrauch ist auch nicht schlecht...
140 watt mehr für nen ghz xD
#22
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Registriert seit: 01.03.2006

Flottillenadmiral
Beiträge: 4192
Der CPU Stapel ist hot :D
#23
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Registriert seit: 30.07.2008
tief im westen (nicht bochum!)
Kapitänleutnant
Beiträge: 1773
fehler in der seitenübersicht bei seite 11
"Speicherübtertaktung"
#24
Registriert seit: 28.10.2004

Flottillenadmiral
Beiträge: 5068
dieses ganze OC mit den Fabelwerten (zB "Fast jeder [...] konnte einen Intel Core i7-2600K mit einem Luftkühler auf 5,0 GHz übertakten") ist in der Praxis ziemlich unbedeutend und eigentlich irreführend. Dasselbe bei den Marktplatzangeboten. Die Jungs sollen mal eine halbe Nacht lang rendern lassen, dann schrauben sie ganz schnell ihre Böcke um 10% zurück :).
#25
customavatars/avatar22858_1.gif
Registriert seit: 14.05.2005
der 1000 Waküteile
Das Bastelorakel !
Beiträge: 45425
Thx für den Guide @Namensvetter :)
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