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16 Kerne: Performance-Check mit ASUS Z9PE-D8 WS

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Seite 3: Das ASUS Z9PE-D8 WS

Optisch ist das ASUS-Mainboard natürlich auf den ersten Blick schon ein Brecher. Mit Abmessungen von 12" x 13" kommt es im eindrucksvollen EEB Form Factor daher. Um es einbauen zu können, braucht man also auch ein entsprechend großes Gehäuse. Während es in der Länge von oben zum letzten PCIe-Slot noch normale Größe hat, ist insbesondere die Breite des Gehäuses entscheidend.

Immerhin lassen sich große Kühlkörper ohne Probleme auf dem Mainboard einsetzen, allerdings sollten sie auch nicht zu groß sein: Die abgebildeten Dark Rock 2 von be quiet!, die wir für den Test eingesetzt haben, lassen sich nicht ohne weiteres nutzen. Verwendet man DDR3-Module ohne Heatspreader so mag der Dark Rock 2 auf CPU2 noch zu montieren sein. Mit einem DDR3-Modul mit Heatspreader wie in unserem Fall biegt sich die Dimm-Bank leicht nach außen. Für den Test mag dies noch funktionieren, für den Dauereinsatz ist das nicht empfehlenswert. Dasselbe Problem hat man mit der Grafikkarte in PCIe-Slot 1: Auch hier stößt der Kühler an. Hier hätte man die Möglichkeit, statt des ersten Slots einfach PCIe-Slot 3 zu wählen - wenn man allerdings Multi-GPU-Konfigurationen einsetzen möchte, sollte es wiederum ein kleinerer Kühler sein. Die Maße 138 x 166 x 97 mm (B x H x T) für den Dark Rock 2 sollten also das Maximum sein, wobei man lieber etwas kleinere Kühlkörper auswählen sollte.

In einer Galerie haben wir die Fotos des eindrucksvollen Boards zusammengefasst:

Die Ausstattung des als Workstation-Plattform vermarkteten Mainboards haben wir in der folgenden Tabelle zusammengefasst:

Die Daten des ASUS Z9PE-D8 WS in der Übersicht
Hersteller und
Bezeichnung
ASUS
Z9PE-D8 WS
Straßenpreis ca. 450€
Homepage www.asus.de
Northbridge-/CPU-Features
Chipsatz Intel C602 Chipsatz
Speicherbänke und Typ 8x DDR3 (2x Quad-Channel)
Speicherausbau max. 64 GB (mit 8-GB-Dimms, ECC, non ECC, unbuffered)
SLI / CrossFire CrossFireX, SLI (2-Way, 3-Way, 4 Way)
Onboard-Features
PCI-Express 4x PCIe 3.0 x16 (x16/x16 oder x8/x8/x8/x8)
2x PCIe 3.0 x16 (jeweils x16)
1x PCIe 3.0 x16 (x8)
PCI -
Serial-ATA-, SAS- und 
ATA-Controller
2x SATA 6G und 8x SATA 3G mit RAID 0, 1, 5, 10 über Intel C602,
4x SATA 6G über Marvell 9230 Controller (PCIe), RAID 0, 1, 10 (Windows)
USB 12x USB 2.0 (6x am I/O-Panel, 6x über Header, 2x "Quick Gate" USB-Ports)
4x USB 3.0 über ASMedia ASM 1042 (2x am I/O-Panel, 2x über Header)
Grafikschnittstellen -
Remote Management Aspeed AST2300
Firewire VIA VT6315N 400 MBit/s (2x über Header)
LAN 2x Intel 82574L Gigabit LAN
Audio Realtek ALC 898 High Definition Audio (Content Protection Support)
analoge, digitale und optische Ports

Interessant ist, dass ASUS hier sieben PCIe-x16-Slots auf das Board setzt. Dabei teilen sich die Slots 1 und 2 sowie die Slots 3 und 4 jeweils 16 PCIe-Lanes. Werden Karten in beide Slots eingesetzt, laufen die Slots nur in einer x8-Bestückung, ein ASM 1480 PCIe-3.0-Switch übernimmt die Teilung. Slot 6 ist hingegen ein reiner x8-Slot, der physikalisch als x16-Port ausgeführt wurde. Die Slots 5 und 7 laufen immer mit 16 Lanes. Möchte man also eine Quad-SLI- oder CrossFireX-Lösung einbauen, sollte man die Slots 1, 3, 5 und 7 verwenden, um alle Karten mit 16 Lanes zu betreiben.

Insgesamt hat man somit 72 PCIe-Lanes in der neuen PCIe-3.0-Spezifikation zur Verfügung - das ist eine gehörige Bandbreite, die hier zustande kommt. Zusatzchips als Bridges oder ähnliches müssen allerdings nicht verwendet werden, da zwei CPUs zum Einsatz kommen: Die Slots 1-4 gehören zur CPU 1, die Slots 5-7 zur CPU 2. Entsprechend läuft die Kommunikation im Quad-SLI über den QPI-Bus und nicht direkt. Da im Dual-CPU-Betrieb zwei QPI-Links zur Verfügung stehen, sollte die Bandbreite aber vollkommen ausreichen.

Sämtliche Onboard-Komponenten werden hingegen über den C602-Chipsatz angebunden. Dieser besitzt acht PCIe-2.0-Lanes, die ASUS für die ASMedia-USB3.0-Chips, den VIA-Firewire-Controller, die LAN-Ports und den Marvell-Controller verwendet. Weiterhin wird der Remote-Management-Chip von Aspeed darüber angesteuert. Alle acht Lanes sind also in Verwendung. Sehr gut finden wir den Einsatz des neuen Marvell 9230-Controllers, der als SATA-6G-Port mit PCIe-2.0-x2-Anbindung die SATA-6G-Performance im RAID 0 über vier Drives auch tatsächlich darstellen kann und die Geräte nicht unnötig ausbremst. Spannend ist auch die Tatsache, dass man für den Intel-Controller auswählen kann, ob man die Rapid-Storage-Engine verwenden will oder LSIs MegaRAID.

Bei den acht Speichersteckplätzen ist zu beachten, dass zunächst mindestens der Dimm A0 der 1. CPU bestückt werden muss - ansonsten startet das Board nicht. Dann kann paarweise aufgestockt werden, bis zur Vollbestückung, die hier allerdings nur bedeutet, dass auch pro CPU im Quad-Channel-Betrieb gefahren werden kann. ASUS verwendet hier nur Unbuffered-Dimms, was aber auch kein Problem ist, da mit je einem Speichersteckplatz pro Kanal keine Schwierigkeiten auftauchen können.

Weiterhin vorhanden sind auf dem Mainboard Power- und Reset-Schalter, ein Debug-LED, insgesamt acht 4-Pin-FAN-Header, ein 24-poliger ATX-Stromanschluss und zwei 8-Pin-EPS12V-Stecker für die CPU- und RAM-Versorgung. Diese müssen auch beide bestückt werden, damit das Mainboard bootet. Hinzu kommt ein Molex-Anschluss als optionale Versorgung für die PCIe-Slots, die letztendlich pro Slot auch maximal 75W Leistung bereitstellen müssten. Für die RAM-Module hat ASUS zudem LEDs eingebaut, die bei einem Error aufleuchten und somit RAM-Probleme einfach lokalisierbar machen. Wenn man das Board doch in einem Server einsetzen möchte, könnte man an die beiden internen USB2.0-Ports beispielsweise einen USB-Stick für VMWare stecken, von dem gebootet werden kann. Die beiden internen USB-Ports, die nicht als Header ausgeführt worden sind, nennt ASUS "Quick Gate".

Auf der I/O-Blende befinden sich sechs USB2.0-Ports, zudem zwei USB3.0-Ports. Die restlichen USB-Ports sind als Header ausgeführt und können somit an die Gehäuse-Front gelegt werden. Weiterhin sind zwei Gigabit-Ports vorhanden, ein geteilter PS/2 und die analogen, digitalen und optischen Audio-Anschlüsse.

Lieferumfang:

  • Slotblende mit 2x USB und 1x Firewire
  • 2x serielle Slotblende
  • 14 SATA-Kabel und ein Stromadapter
  • SLI-Brücken: 2x, 3x und 4x
  • I/O-Blende
  • Q-Connector-Anschlüsse
  • USB to SATA DOM Kabel
  • Treiber- und Software-CD
  • Dokumentation

Der Lieferumfang des Boards ist für ein Workstation-Board wirklich sehr gut - allenfalls eine USB3.0-Slotblende wäre vielleicht noch wünschenswert gewesen. Das Bios und die Konfiguration des Boards folgt auf der nächsten Seite.

 

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Kommentare (54)

#45
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Registriert seit: 09.01.2002
Geboren in Nepal, Wohnhaft in HH-Altona
Admiral
Beiträge: 15294
Zitat PitGST;18932685
Wir sind hier im Hardwareluxx - luxx steht hier für Luxus.

Um aus der langweiligen Masse hervorzustechen macht man solche Tests,


naja , im Audiobereich sehe ich da noch nichts *G* wenn schon luxx dann überall Luxx, im Fotobereich sehe ich das ja oft hier *G*.

Das System ist echt aber was feines. Ich arbeite hier noch mit einer 1366 dual Kiste mit 16GB ram und VSL lastet alle Kerne mit ca. 50 % aus und den Ram mit ca. 40% bis 60%. Ich lager schon meine große Samplelibraries auf einer alten dual 771 Maschine aus *G*.
Darum wäre das Systme echt ein segen :)

Zum Thema Kosten:

Klar die 4000 Euro sind nicht wenig aber, wenn man das System beruflich nutzt ist das was anderes. Ich nutze meine 3 DAWs (2x 1366 und 1x 771 Maschinen) beruflich und das sind 4000EUR kein Geld, so teuer ist ein einfach E-Piano oder ein gutes Drumset.
Für einen der es "nur" als Hobby macht sind 4000EUR viel Geld.

Im Audio/Musikbereich kann man schnell die 4000EUR knacken.
#46
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Registriert seit: 21.01.2008
Thüringen
Banned
Beiträge: 16333
Zitat dbode;18930594
... übrigens folgen in den nächsten Wochen noch ein paar weitere kleinere Artikel zu dem System.


Sehr schöner Test:)

Nehmt ihr die andere Motherboardplatform von EVGA auch noch unter die Lupe oder ist das nicht angedacht?
#47
Registriert seit: 12.12.2008
Südtirol
Kapitän zur See
Beiträge: 3529
Schöner test aber dem testen ist da ein Logikfehler unterlaufen.

Und zwar da wo sich das Dualboard nicht vom Single CPU absetzten kann

wenn das Limit wirklich 16 Threads wäre müsste dualcpu trotzdem schneller sein da er dann 16 echte Threads zur Verfügung hat statt HT. Viel wahrscheinlicher ist es das das Programm nur 1 CPU auslastet und die 2te gar nicht.
#48
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Registriert seit: 29.10.2007
München
Flottillenadmiral
Beiträge: 6083
Netter Test.
Ich hab hier @work auch das Vergnügen mit so einem System, wird demnächst bei nem Kollegen zum Einsatz kommen der damit 3D Visualisierungen von Architektur macht.
Bringt im Cinebench R11.5 satte 25,41 Punkte und ist damit ca. 3,4mal so schnell wie das Vorgängersystem mit 2x Xeon X5460 (3,16 GHz Quads auf Core2 Basis).

Die TDP der CPU liegt übrigens bei 150 Watt.
#49
Registriert seit: 02.09.2010
Bergisch Gladbach
Vizeadmiral
Beiträge: 6376
Netter Test, aber wieviel muss man dafür im Monat verdienen ?! *Einiges 3,500+* oder man lebt bei mama ^^
#50
Registriert seit: 25.06.2012

Hauptgefreiter
Beiträge: 223
Schöner Test. Tolles System, hätte ich gerne. ;)
#51
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Registriert seit: 18.05.2007

Oberbootsmann
Beiträge: 811
Gefällt mir :bigok:
Sowohl der Test als auch das System, wobei es könnten ruhig mehr Anwendungen dabei sein. Wenn Ihr es die nächsten Wochen weiter gequält habt, wäre eine Verlosung nicht schlecht, könnte das System für Boinc gebrauchen ;)
#52
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Registriert seit: 02.02.2003
Aschaffenburg
Oberbootsmann
Beiträge: 913
Mich würden eher mal Tests der diversen Xeon-E3s interessieren - da gibts ja in der Preisklasse bis 300 EUR (+/- 30 EUR) interessante Modelle bzw. Alternativen zu i5 und i7! :)
#53
Registriert seit: 13.08.2012

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 422
Bin gerade dabei mir schrittweise ein solchens System aufzubauen .. :-)

Aber ich greife lieber zu einem Supermicro Board als zum Asus.
Dazu mal dann noch eine Frage: Verfügr das UEFI des Asus über eine BIOS-Emulation zur einbindung älterer RAID-Karten?
#54
customavatars/avatar1281_1.gif
Registriert seit: 09.01.2002
Geboren in Nepal, Wohnhaft in HH-Altona
Admiral
Beiträge: 15294
der nächste Schritt hier im Luxx --> 4-Socketsystem mit Xeon E5-4xxx Serie^^.

vs.:

4-coketsystem mit Opteron 63xxx

Beide mit mind 1TB RAM^^.
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