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Ivy Bridge im Test: Intel Core i7-3770K und alle i5-Modelle

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Seite 10: Tatsächliche Auswirkungen der Speicherteiler

Besonderen Frust gab es nach der Vorstellung der Sandy-Bridge-Prozessoren bei den Speicherherstellern. Zwar liefen mit XMP und auch manuell sehr hohe Taktraten, aber Intel schränkte die Speicher-Multiplikatoren stark ein. Neben 1333 MHz bot man 1600 MHz, 1866 MHz und 2133 MHz an - 2400 MHz konnte man in einigen Mainboards zwar einstellen, aber der Multiplikator lief nur bei den wenigsten Prozessoren stabil. Da der Speichertakt zudem nur schwer durch die Base Clock Rate verändert werden konnte, hatten die Speicherhersteller nur eine geringfügige Möglichkeit, neue Kits an den Markt zu bringen.

Auch für Übertakter war der Speichertakt oftmals ein Problem, denn wenn ein Takt von 2100 MHz mit einem Kit noch machbar gewesen wäre, blieb dann nur die Verwendung des niedrigeren Multiplikators, da das Kit mit 2133 MHz nicht mehr stabil lief. Durch neue Multiplikatoren möchte Intel dies nun bei Ivy Bridge verbessern.

Man bietet weiterhin die Speichermultiplikatoren auf Basis von 266 MHz Grundfrequenz an, aber nun auch auf Basis von 200 MHz Frequenz. Im ASUS P8Z77-V Deluxe haben wir im Bios die folgenden Speicherteiler gefunden:

asusbioss
Intel gibt den Prozessor offiziell bis 2666 MHz DRAM-Takt frei zum Übertakten,
aber es scheint noch höhere Multiplikatoren zu geben, über die
ASUS hier bis zu 3200 MHz Speichertakt einstellen kann.

Wir haben mit einem neuen G.Skill-Kit den Test aufs Exempel gemacht und verschiedene Speicherteiler durchgetestet. Ein neues Dual-Channel-Kit von G.Skill, die Trident Series DDR3-2400 (F3-2400C10D-8GTX) kamen auf dem ASUS P8Z77-V Deluxe zum Einsatz. Optisch sind die Module in Rot und Schwarz gehalten, mit schwarzem PCB, was optisch zu den Republic-of-Gamers-Mainboards von ASUS oder der Fatal1ty-Serie von ASRock passen würde. Für ein Foto haben wir das Paar Maximus V Gene und den neuen G.Skill-Modulen schon einmal zusammengesteckt:

trident
G.Skills neue Trident DDR3-2400 kamen für den Overclocking-Test zum Einsatz.

Folgende Performancewerte konnten wir messen:

Speicherbandbreite Sisoft Sandra

bmspeicherbandbreite
Leistung in GB/s

Die Speicherbandbreite steigt von 800 MHz bis 2600 MHz natürlich extrem an. Die G.Skill-Speichermodule liefen in unserem Test dabei bis zu 2600 MHz recht stabil, wobei hier einige Benchmarks allerdings abstürzten.

SuperPi 8M

bmspeicherbandbreitesuperpi
Leistung in Sekunden (weniger ist besser)

Der tatsächliche Performance-Gewinn ist allerdings bei diversen Benchmarks nicht vorhanden. Wenn die Speicherbandbreite nicht limitiert, sondern CPU- oder Grafikleistung, ist keine Veränderung der Performance zu erkennen.

7Zip 32M

bmspeicherbandbreite7zip
Leistung in MIPS

Bei einigen Benchmarks ist allerdings eine Performance-Änderung zu erkennen, so zum Beispiel bei 7-Zip, der bei 2600 MHz schon nicht mehr lief. Hier erreicht man allerdings auch schon mit 1600 und 1800 MHz und guten Timings eine sehr gute Performance.

Wir haben mit den G.Skill Trident F3-2400C10D-8GTX, die normalerweise mit 10-12-12-31 bei 1,65V betrieben werden sollen, immerhin 2600 MHz halbwegs stabil erreicht. Bei Sandy-Bridge-Modellen wäre dieser Takt sicherlich nicht zu erreichen gewesen. Insofern kann man mit Ivy Bridge deutlich höhere Speichertaktraten erreichen.

ram2600
Schicke Frequenz: DDR3-2600 war bislang nicht möglich. Mit optimierten
Modulen ist bei Ivy Bridge sicherlich auch noch ein höherer Takt möglich.

Ein hoher Speichertakt kann bei einigen Anwendungen durchaus einen positiven Effekt haben. Allerdings lohnt sich der Kauf von ultrateuren DDR3-Kits sicherlich nur in wenigen Fällen, da mit einer schnelleren CPU oder einer schnelleren Grafikkarte oftmals ein höherer Performancegewinn möglich ist. Wer allerdings übertakten möchte, kann mit den neuen Prozessoren neue Grenzwerte austesten.