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Intel Core2 Duo und Extreme im Test

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Seite 9: Leistungsvergleich

In unserem Leistungsvergleich stehen sich einige Prozessoren gegenüber. Zum einen testen wir die Core-Riege mit dem E6600, E6700 und X6800, zum anderen stellen wir auch ältere Netburst-Prozessoren (Pentium Extreme Edition 965 und Pentium D 960) sowie die Modelle von AMD (FX-60 mit Sockel 939 und FX-62 mit AM2) gegenüber.

Im folgenden sind die Testsysteme aufgelistet:

Alle Plattformen wurden mit aktuellstem Bios ins Rennen geschickt, auch sämtliche anderen Settings wurden optimal vorgenommen. Overclocking-Funktionen im Bios der Mainboards wurden deaktiviert, damit keine Verfälschung der Benchmarks stattfinden kann. Bei den Speichersettings haben wir darauf geachtet, ein optimales Ergebnis zu erzielen, aber kein System zu bevorteilen.

Interessant wird es, in wie weit sich der Core2 Duo von dem Netburst-Vorgänger absetzen kann. In unserem Core2-Testdrive konnten wir schon einen Einblick in die Performance geben. In diesem Artikel konnten jedoch auch einige andere Benchmarks mit zum Vergleich hinzugezogen werden, die beim Core2 Testdrive nicht zur Verfügung standen. So konnten wir nun auch einen Blick auf die Latenz und Bandbreiten werfen und miteinander vergleichen.

Wie oben zu sehen ist, verbessert Intel die Latenzzeiten zum L2- und L1-Cache im Vergleich zur Netburst-Architektur. Im Vergleich zeigt sich folgendes Bild:

Oben: Screenshot Sciencemark Memory-Test des Core2 Extreme X6800
Unten: Screenshot Sciencemark Memory-Test des Pentium Extreme Edition 965

Interessant ist bei diesem Test nur die L1-/L2-Latenz. Hier sieht man gerade im L2-Bereich eine deutlich geringere Latenzzeit bei den Zugriffen gegenüber der Netburst-Architektur. Zudem ist durch DDR2-800 auch die Speicherbandbreite etwas höher. Der Core2 Duo und Core2 Extreme besitzen also einen sehr schnellen L2-Cache.

Interessant ist auch wieder ein Blick auf das Cache-Diagramm:

Klar zu sehen: Intel hat den L1-Cache auf 32 kb für Daten und Instruktionen angehoben (ein Pentium D zeigt hier den starken Einbruch der Bandbreite bei 16 kb). Während der L1-Cache immer aufgrund der direkten Anbindung eine sehr hohe Bandbreite aufweisen kann, ist der L2-Cache im Vergleich schon langsamer. Nach dem Füllen der vollen 4 MB bricht die Performance ein, da im Anschluss die Daten an den Arbeitsspeicher übertragen werden müssen.

Aber: Sehr interesssant ist, dass kein harter Abfall stattfindet, sondern eher eine kleine Kurve zu sehen ist: Die Erklärung könnte im Vorhandensein der guten Prefetcher und Memory Disambiguation zu suchen sein, weshalb eine höhere Bandbreite erreicht wird, als eigentlich zur Verfügung steht. Auch gut zu sehen: Ein Pentium D 960 besitzt zwar zwei Kerne mit je 2 MB L2-Cache, die Bandbreite bricht aber bereits bei 2 MB ein. Ein Zugriff auf den Cache des anderen Kerns ist nur über den Bus - und somit mit langsamer Geschwindigkeit möglich. Beim Core2 Duo können aufgrund der 4 MB L2-Cache als "SmartCache" die vollen 4 MB mit voller Bandbreite genutzt werden.