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AMD AM2 im Test

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Seite 10: DDR2 vs. DDR1 mit verschiedenen Latenzen - die Benchmarks (2)

In einem zweiten Schritt testen wir die Speicherperformance mit einem Athlon 64 X2 4600+ (2.4 GHz). Bei dieser Taktrate ist ein Takt von DDR2-800 tatsächlich erreichbar. Dadurch erreichen wir beim AM2-System die maximale Bandbreite - mussten aber auf eine Command Rate von 2T zurückschalten, weil mit den doppelseitigen Crucial-Modulen kein stabiler Betrieb mit 1T Command Rate möglich war. Dafür war es möglich, bei DDR2-667-Setting schon auf CL3 zu stellen, da tatsächlich nur 600 MHz Speichertakt erreicht werden.

Hier die Taktraten des AM2-Systems bei 2.4 Ghz CPU-Takt:

  • DDR2-800-Setting im Bios:
    2400 MHz / 6 = 400 MHz
    Der Speichertakt beträgt also DDR2-800

  • DDR2-667-Settings im Bios:
    2400 MHz / 8= 300 MHz
    Der Speichertakt beträgt also DDR2-600
    Bemerkung: Teiler 8 wird von der CPU gesetzt, da bei Teiler 7 der Speicher übertaktet würde

  • DDR2-533-Settings im Bios:
    2400 MHz / 9 = 266 MHz
    Der Speichertakt beträgt also DDR2-533

Der Sockel-939-Prozessor betrieb den Speicher exakt mit DDR400. Die mit * gekennzeichneten Messungen mit DDR2-800 und 4-4-4-12 und 1T Command Rate waren mit unseren Speicherriegeln nicht vollkommen stabil.

Folgende Messungen konnten wir durchführen:

Die Ergebnisse ähneln sich mit den Benchmarks der vorherigen Seite. Auch hier entspricht ein schnelles DDR400-Sockel-939-System ungefähr einem AM2-System mit DDR2-667-Frequenz, teilweise bleibt es jedoch auch klar hinter diesem zurück.

Allgemeine Betrachtung:

Wie vermutet unterscheidet sich der Performanceunterschied in den Benchmarks in der Intensität stark, wenn man die Art der Applikationen berücksichtigt. Ein synthetischer Benchmark wie Sisoft Sandra 2007 zeigt natürlich den größten Ausschlag, da hier nur die Bandbreite Berücksichtigung findet.

Sehr gut sind auch die Ergebnisse in Spielen: Unser Beispiel Doom 3 lässt sich auch auf einige andere Beispiele übertragen. Doom 3 profitiert aber in einem hohen Maße von einer hohen Bandbreite. Auch SuperPi ist dafür bekannt, auf Timings besonders stark zu reagieren. Deshalb liegt auch hier das DDR2-800-System am Ende klar in Führung.

Andere Benchmarks können hingegen weniger von der höheren Taktfrequenz profitieren. Cinebench 2003 und iTunes gehören beispielsweise dazu, hier ist der reine CPU-Takt wichtiger. 3DMark 2006 zeigt zwar geringfügige Schwankungen, aber keinen deutlichen Trend.

Verglichen zum älteren Sockel 939-System mit 2-3-2-6 und DDR400 kann das mit DDR2 bestückte AMD-System erst mit einer Frequenz von DDR2-667 und oberhalb von DDR2-667 überzeugen. Dies ist wohl auch ein Grund, warum AMD dem AM2 letztendlich auch DDR2-800-Support spendiert hat, denn so wird der Performancevorteil deutlicher. Mit DDR2-800 liegt das AM2-System aber immer vor dem Sockel-939-System, selbst bei einer Command Rate von 2T.