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AMD AM2 im Test

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Seite 4: Die Chipsätze

Spannend wird es bei den Chipsätzen nicht: ATI stellt praktisch zum bestehenden CrossFire 3200 eine längst überfällige Southbridge vor (SB600), aber NVIDIA kommt mit einer ganz neuen Chipsatzlinie, der nForce 500-Serie.

Und VIA? Nichts ist zu hören vom einstigen Nr.1-Hersteller von AMD-Chipsätzen. Weder von Mainboardherstellern noch von VIA selbst waren vor dem Launch Ankündigungen von Mainboards oder Chipsätzen zu vernehmen. Zwar ist die bestehende K8T900-Southbridge auch mit dem Sockel AM2 ohne Probleme einzusetzen, eine Neuerung gibt es aber nicht. Ob die immer noch verschollene Southbride VT8257 endlich auf einigen Mainboards zu finden sein wird, ist auch nicht bekannt: Hier muss man also abwarten, ob von VIA noch eine geeignete Lösung kommt.

Den Kampf um Platz 1 und 2 führen also im Moment ATI und NVIDIA. Der nForce-500-Serie haben wir einen eigenen Artikel gewidmet (ab 15:00 Uhr online), da es uns im Vorfeld möglich war, in NVIDIAs Hauptquartier in Santa Clara einen Blick auf die nForce-500-Solution zu werfen. Da NVIDIA ein ganzes Line-Up mit neuen Features vorstellt, lohnt sich auch ein detaillierterer Blick. An dieser Stelle wollen wir also eher dem ATI-Chipsatz und dessen neue SB600 ein paar Zeilen widmen.

Wie bereits erwähnt wurde, gibt es eigentlich nicht viel Neues aus dem Hause ATI zum Launch des AMD AM2. Der bereits bekannte Chipsatz mit der vollen Anbindung beider PCI-Express x16 mit 16 PCI-Express Lanes wurde um die seit langem erwartete SB600-Southbridge erweitert. Bisher setzen Mainboardhersteller entweder auf die ATI eigene SB450-Southbridge, die allerdings mit großen Performanceschwierigkeiten des PCI- und USB-Bus kämpfen muss und nur Serial-ATA-I-Ports unterstützt, oder auf die ULi-1575-Southbridge, die keine dieser Probleme besitzt. ULi wurde allerdings vor einigen Monaten von NVIDIA aufgekauft und so dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Hersteller die ULi-Southbridge im Zusammenspiel mit der ATI-Northbridge nicht mehr einsetzen werden, da diese nicht mehr weiterentwickelt wird. Es wurde allso höchste Zeit, dass ATI die SB600 vorstellt, um weiterhin konkurrenzfähig zu bleiben.

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Die SB600 kommt allerdings nicht nur auf den AMD-basierten Mainboards zum Einsatz, sondern auch auf ATIs Intel-Chipsätzen.

Auch die SB600 Southbridge ist über das A-Link Xpress-II-Interface mit der Northbridge angebunden. Der Mainboardhersteller hat dabei die Wahl ob er 1, 2 oder 4 PCI-Express Lanes für die Anbindung verwendet. Über die SB600-Southbridge können bis zu sechs PCI- Steckplätze angebunden werden, ebenfalls möglich sind bis zu 10 USB2.0-Anschlüsse und ein PATA-Kanal für bis zu zwei IDE -aufwerke. Besonders interessant und wichtig aber dürfte die Unterstützung von bis zu vier Serial-ATA-II-Laufwerken sein. Es werden die RAID-Level 0, 1 und 10 unterstützt.

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Hier das ATI CrossFire Xpress 3200 Referenzmainboard mit SB600-Southbridge im CrossFire-Betrieb und unten noch einmal im Single-Betrieb:

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Es bleibt abzuwarten, wie sich der ATI CrossFire Xpress 3200 Chipsatz mit der neuen SB600 Southbridge mit den AMD AM2 Prozessoren schlägt. Klar ist, dass NVIDIA mit zwei Gigabit-Ethernet-Ports, der Hardware-Firewall, 10 USB 2.0 und 6 Serial-ATA-Ports, u.a. auch mit Raid 5, ein auf dem Papier deutlich besseres Silizium anzubieten hat. Einstige Kritikpunkte wie das Fehlen von HD-Audio sind ebenso beseitigt worden.