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Dual Core Sneak Preview - Intel Pentium Extreme Edition

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Seite 13: Stromverbrauch, Overclocking-Erwartungen, Temperaturen

Ein paar Details haben wir bislang noch ausgespart. Beispielsweise, dass der Pentium Extreme Edition 840 mit einer TDP von 130W neue Negativrekorde bricht. Die TDP von 130W ist dabei nicht überraschend, schließlich handelt es sich um zwei Prescott-Prozessoren. Selbst wenn diese mit 3.2 Ghz einzeln zur sparsamen Variante mit 84 W Abwärme (Platform Requirement Bit "0" oder PRB=0) gehören würden, als Paar generieren sie natürlich eine gemeinsam höhere Abwärme. So empfiehlt Intel nun also 130W TDP für die Kühllösungen der Hersteller, was schon nicht einfach zu realisieren ist. Die Frage ist demnach auch, ob man die Taktfrequenz der Prozessoren überhaupt noch steigern kann und einen Pentium Extreme Edition 850 bringen könnte.

Natürlich ist durch TM2 jeder Kern für sich gegen Überhitzung geschützt und in unserem Testsystem werkelte auch ein typischer Intel Boxed-Kühlkörper mit annehmbarer Lautstärke, aber insgesamt werden die Hersteller gerade in kleineren Gehäusen deutlich mehr Aufwand treiben müssen. EIST und C1E senken dabei zumindest den Stromverbrauch bei Idle- und Halblast-Betrieb. Trotzdem geizen unsere beiden Dual-Core-Prozessoren nicht bei der Stromaufnahme:

Stromverbrauch (Volllast ABBYY FineReader)

Stromverbrauch (Idle)

Insgesamt verbrät das Pentium Extrem Edition-System mit sämtlicher Peripherie bei ABBYY Fine Reader 330W - sicherlich ist dies auch eine Anwendung, die nicht sehr typisch ist, weil sie mit vier Threads arbeiten kann, aber sie entspricht dem Worst Case. Hierbei ist zu sagen, dass bei diesem Durchlauf die Grafikkarte im Idle-Betrieb läuft und nichts zu tun hat. Typische Dual-Core-Systeme könnten in lastgeprägten Games also gerne mal 400W oder mehr verbrauchen, in Zusammenarbeit mit dem NVIDIA nForce 4 SLI Intel Edition werden es wahrscheinlich sogar noch mehr, wenn zwei Grafikkarten zum Einsatz kommen.

Die Temperatur des CPUs blieb immer unterhalb der Throttle-Grenze, selbst wenn wir das System mit ABBYY Fine Reader für längere Zeit zu 100% auslasteten. Im Bios wurde uns nach einem Reboot im Bios noch mit 63°C angezeigt, Hardwaremonitoring-Tools funktionierten bei uns leider noch nicht.

Für Freaks wird das natürlich kein Grund sein, den Pentium Extreme Edition auch noch zu übertakten. Hier ist allerdings wirklich eine sehr gute Kühlung gefragt - mit dem Standard-Kühlkörper sollte man derartige Versuche nicht mehr durchführen. Gerade, wenn die VCore verändert wird, heizen beide Kerne noch kräftiger als schon im Standard-Betrieb. Eine Wasserkühlung oder eine sehr gute Luftkühlung ist hier Pflicht. Aber gerade für den Übertakter könnte sich der Pentium Extreme Edition 840 als sehr interessant herausstellen: Schließlich handelt es sich um zwei einzelne Prescott-Kerne. Diese sind in dieser Form auch für den Pentium 4 570J im Einsatz gewesen und mit 3.8 Ghz getaktet worden, in vielen Foren und in vielen unserer Testberichte gibt es hinweise, dass selbst 4.5 Ghz kein Problem darstellen.

Bändigt man die Stromaufnahme und die Abwärme des Pentium Extreme Edition 840, so sollten hohe Taktraten möglich sein. Begünstigt wird das Übertakten durch den freien Multiplikator beim Extreme Edition-Modell. Hier kann man dann nach Belieben den FSB und den Multiplikator verändern, bis die höchstmögliche Frequenz erreicht wird. Den Pentium D wird man wohl zumindest wieder auf einen 14x-Multiplikator aufgrund von C1E heruntersetzen können, ansonsten ist sein Multiplikator aber fix.

Natürlich wollten wir mit dem raren Engineering Sample von Intel keine Risiken eingehen und den Dual-Core-Prozessor nicht wirklich fordern, deshalb haben wir einfach nur einmal den Multiplikator auf 17x angehoben - schon läuft das Sample auf 3.4 Ghz:

Da der Chipsatz theoretisch auch für 1066 Mhz FSB freigegeben ist, wird man also mit dem Pentium Extreme Edition schöne Spielchen treiben können, wenn man die entsprechende Kühlung und das entsprechend leistungsfähige Netzteil gleich mit erwirbt.