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Intel Core2 Extreme QX6700

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Seite 3: Wo sich Quad-Core lohnt (Benchmarks Teil 1)

Unsere Benchmarks haben wir dieses Mal nicht in diversen Tabellen versteckt, sondern möchten sie erstmals in aggregierter Form wiedergeben. Wir teilen sie in diesem Review auf in Applikationen, bei denen sich Quad Core lohnt, und solchen, wo wir keinen positiven Effekt auf die Performance feststellen konnten.

In unseren Messungen können wir folgenden Applikationen bescheinigen, dass sie von vier Kernen deutlich profitieren:

Cinebench 2003 Rendering x-CPU

Klare Reihenfolge: Zum Vergleich haben wir auch die Benchmarks eines Woodcrest-Dual-CPU-Systems mit in den Vergleich aufgenommen. Dieses System besteht aus zwei 3 GHz schnellen Woodcrest-Prozessoren, die auf vier GB DDR2-533 im Quad-Channel-Betrieb zurückgreifen können. Aus diesem Grund und der hohen Taktfrequenz wird das System den Core2 Extreme QX6700 meistens im Schach halten - es benötigt aber auch eine aufwändige Serverplattform.

Weiterhin haben wir den Core2 Extreme X6900 mit in die Benchmarks aufgenommen - dieser Prozessor sollte laut Intel eigentlich noch in diesem Quartal erscheinen, mittlerweile ist es um den 3.2 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor auf Basis des Conroe-Kernes aber recht leise geworden. Trotzdem listen wir ihn zum Vergleich mit auf.

In dem ersten Cinebench-Test erreicht der Core2 Extreme QX6700 zwar nicht die doppelte Leistung eines E6700, kann sich aber gegenüber den schnellsten Intel-Modellen deutlich absetzen.

PCMark 2005 CPU Test

Auch im PCMark-CPU-Test liegt der Core2 Extreme QX6700 sehr gut - er platziert sich vor dem 3.2 GHz schnellen Dual-Core-Prozessor. Da der Benchmark auch einige Single-Threaded-Bereiche besitzt, fällt der Vorsprung gegenüber den Dual-Core-Modellen nicht größer aus als dargestellt.

ABBYY Fine Reader OCR 8.0

Die OCR-Software ABBYY skaliert praktisch 100%ig mit den zur Verfügung stehenden Kernen: Der E6700 erreicht 30 Sekunden, der QX6700 schafft dieselbe Arbeit in fast der Hälfte der Zeit, in 16 Sekunden. Erstaunlich ist, dass hier vor Einführung der Core-Mikroarchitektur AMD und Intel zuletzt um den ersten Platz buhlten: Jetzt liegt Intel deutlich in Führung.

3DMark 2006 (CPU-Test)

Im CPU-Test des 3DMark 2006 (nicht der Overall-Test!) liegt Intel mit dem neuen Quad-Core auch deutlich in Führung. Insgesamt ist auch hier eine sehr gute Skalierung vorzufinden.

Weitere Anwendungen, die sehr gut mit Quad-Core-Prozessoren skalieren:

  • Adobe Premiere Pro 2.0, Photoshop CS2 (einige Filter), Adobe Photoshop Elements 4.0
  • POV-Ray 3.7 Beta
  • TMPGEnc 2.524 mpeg-Encoding
  • XMPEG mit DivX 6.2
  • Sysmark 2004 (Multithreading-Benchmark)

Einigen Programmen sagt man zudem Quad-Core-Support zu, allerdings war in unserem Test keine Skalierung in diesem Fall nachzuweisen. So zum Beispiel Quicktime 7.1, welches in unserem Test identische Ergebnisse zwischen Dual- und Quad-Core zeigte. Dies kann natürlich an anderen Bottlenecks liegen: Ein HD-Video oder schnellere Festplatten können sich teilweise als problematisch herausstellen.

Nicht ohne weiteres darstellbar sind die Vorteile im Multitasking: Komprimiert man beispielsweise ein Video im Hintergrund - z.B. mit dem oben genannten Quicktime 7.1 auf zwei Kernen - steht einem die Rechenleistung von zwei weiteren Kernen voll zur Verfügung. Auf diesen können Virenscans, Firewall, Outlook, DVD-Playback oder andere Dinge ihre Arbeit verrichten, während das Video mit voller Leistung komprimiert wird. Ein Szenario, dass alle vier Threads vollständig derartig ausgelastet werden, kommt zwar selten vor, jedoch ist ein derartiger Stau sofort beim Arbeiten zu spüren.

Allerdings gibt es nicht nur Anwendungen, die von den zusätzlichen beiden Kernen profitieren, sondern auch solche, die keinen Nutzen daraus ziehen können.