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Intel Pentium 4 6xx-Serie und Extreme Edition 3.73 GHz

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Seite 6: Overclocking und Testsystem

Natürlich interessiert uns auch, wie die neuen Prozessoren des "N0"-Steppings sich bei höheren Taktraten verhalten. Den Pentium 4 mit 4.0 Ghz hat Intel ja fallen gelassen, bekannt ist aber, dass fast alle aktuellen Pentium 4 Modelle auf der hohen Frequenz laufen könnten, wenn die Abwärme entsprechend abgeführt werden kann. Mit einer Wasserkühlung oder sehr guten Luftkühlern ist dies kein Problem. Wir haben uns für unseren Test jedoch nur einen Standard-Luftkühler geschnappt und nicht auf extremere Varianten der Kühlung gesetzt - derartigen Thematiken werden wir demnächst in einem ausführlicheren Artikel nachgehen.

Für unseren Overclocking-Test haben wir diesmal zu einem Abit AA8XE Fatal1ty-Mainboard gegriffen, welches wir demnächst auch in einem Review präsentieren werden:

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Lassen wir zunächst einmal die Ergebnisse sprechen:

Pentium 4 Extreme Edition 3.73 Ghz @ 4.6 Ghz

Pentium 4 660 @ 4.12 Ghz

Beide Prozessoren ließen sich sehr gut übertakten - der Pentium 4 660 erreichte absolut stabile 4.12 Ghz, unser Pentium 4 Extreme Edition erstaunte uns aber besonders und lieferte bis 4.35 Ghz ein recht stabiles System. Durch unsere Luftkühlung waren wir natürlich bei der Vergabe der Spannung etwas vorsichtiger. 1.525V lagen an. Da der Prozessor bis 4.6 Ghz noch in Windows XP bootete und dort auch noch lief, aber schon Programmabstürze und unsinnige Benchmarkergebnisse lieferte, kann man eventuell mit einer effektiveren Kühlung und einer noch minimal höheren Spannung ein noch besseres Ergebnis erreichen. Unser instabiles System kann natürlich auch andere Gründe haben - denn bei einem FSB von über 1320 Mhz treten auch gerne einmal andere Probleme auf...

Das Testsystem

Eine Auflistung der verwendeten Hardware und Software darf natürlich nicht fehlen. Wir verwenden für die Testsysteme möglichst identische Setups, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Schwierig ist dies bei neuen Chipsätzen und neuen Features wie PCI-Express - dann sind meistens neue Treiber für die Grafikkarten und Mainboards notwendig, teilweise sogar andere DirectX-Versionen oder Service-Packs. Aus diesem Grund wird von Zeit zu Zeit ein komplett neuer Setup nötig, den wir jedoch so lange wie möglich hinauszögern, um eine entsprechend umfangreiche Vergleichsbasis zu ermöglichen. Folgende Hardware und Software haben wir eingesetzt:

Intel Testplattform für Sockel 775 (1066 MHz):

  • Pentium 4 Extreme Edition 3.73 Ghz
    2MB L2-Cache, 1066 Mhz FSB
  • Pentium 4 Extreme Edition 3.46 GHz (freier Multiplikator)
    2 MB L3-Cache, 1066 MHz FSB
  • 2x 512 MB Micron DDR2-533 - Timings : 3-3-3-10
  • Intel D925XECV2 i925XE-Mainboard
  • NVIDIA NV45 Referenzboard (GeForce 6800GT)
  • Treiber und Software: siehe unten

Intel Testplattform für Sockel 775 (800 MHz):

  • Pentium 4 660 (3.6 Ghz Taktfrequenz)
    2 MB L2-Cache, 800 Mhz FSB
  • Pentium 4 570J (3,8 GHz Taktfrequenz, freier Multiplikator für niedrigere Frequenzen)
  • Pentium 4 560 (3,6 GHz Taktfrequenz, freier Multiplikator für niedrigere Frequenzen)
    1 MB L2-Cache, 800 MHz FSB
  • Pentium 4 Extreme Edition 3.4 GHz (freier Multiplikator)
    2 MB L3-Cache, 800 MHz FSB
  • 2x 512 MB Micron DDR2-533 - Timings: 3-3-3-10
  • Intel D925XECV2 i925XE-Mainboard
  • NVIDIA NV45 Referenzboard (GeForce 6800GT)
  • Treiber und Software:
    Windows XP Professional, Service Pack 1
    nVidia Force Ware 61.45
    DirectX 9b
    Intel Inf Driver
    Intel Application Accelerator 4.0
    Realtek ALC880 5026 RC2
    Yukon LAN Driver v7.11.2.2 (beta)

AMD Testplattform für Sockel 939:

  • AMD Athlon 64 4000+ (2,40 GHz),
    1024 kB L2-Cache für Sockel 939
  • 2x 512 MB DDR400 Corsair (Timings 2-2-3-6)
  • PNY GeForce 6800 GT AGP
  • NVIDIA NV45 Referenzboard (nForce 4)
  • ASUS A8V Deluxe
  • NVIDIA nForce 4 Referenzboard
  • Treiber und Software:
    Windows XP Professional, Service Pack 1
    DirectX 9b
    VIA 4in1-Treiber
    nVidia nForce 6.11 Beta Treiber
    nVidia Force Ware 61.45 (AGP)
    nVidia ForceWare 66.81 (PCI-Express)

Alle restlichen Umgebungsvariablen wurden identisch belassen.

Im Vergleich zum ersten Sockel 775-Testbericht konnten wir eigentlich alle Treiber bis auf den unerheblichen Chipsatztreiber identisch belassen. Auch die AMD Athlon 64-Benchmarks haben wir mit identischen Treibern durchgeführt, nur für die neuen nForce 4-Tests mussten wir auf einen aktuelleren ForceWare upgraden, wobei wir die Settings allerdings auf den neuen ForceWare übertrugen und deshalb eine gute Vergleichbarkeit gegeben ist. Im Gegensatz zu den ersten Sockel 775-Tests konnten wir mit dem neuen Mainboard nun auch 3-3-3-10-Timings fahren, was wir aus Vergleichbarkeitsgründen mit den AMD-Prozessoren einstellten, um hier ebenfalls den niedrigen Latenzen gerecht zu werden. An den Benchmarks wurde nichts geändert.

Das eingesetzte Mainboard ist ein Intel D925XECV2, welches wir bereits in einem Mainboard-Roundup präsentiert haben:

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Gründlich, wie man es von Intel gewohnt ist, stimmt natürlich der FSB bei beiden Prozessoren bis auf die letzte Kommastelle:

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Schön zu sehen ist ebenso, dass die CPUID auf 0xF43 gewechselt hat und dass CPUZ den Prozessor mit einem N0-Stepping erkennt.

Kommen wir nun also zu den Benchmarks: