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Intel Pentium 4 6xx-Serie und Extreme Edition 3.73 GHz

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Seite 19: Fazit und Empfehlungen

Schauen wir wieder einmal kurz auf die Preise der neuen Prozessoren. Viele Händler haben den Pentium 4 6xx schon gelistet:

Die Pentium 4 5xx-Serie ist mittlerweile bereits recht preiswert geworden - die 6xx-Serie siedelt sich direkt darüber an. Durchschnittlich kann man sagen, dass ein Pentium 4 550 soviel kostet wie ein Pentium 4 640 - also ein Prozessor mit 2 MB L2-Cache, aber 200 Mhz weniger Takt. Hinzu kommen Features wie EIST und EM64T, die der Pentium 4 5xx noch nicht kennt - aber auch er besitzt mit C1E und NX-Bit sinnvolle neue Techniken.

Aus dem Rahmen fällt der Pentium 4 Extreme Edition. Die Modelle mit 2 MB L3-Cache auf Basis des Northwood-Kerns hatten sicherlich ihre Daseinsberechtigung aufgrund des größeren Caches. Aber muß es nun ein Pentium 4 Extreme Edition mit 3.73 Ghz sein ? Hier fallen uns neben dem astronomisch hohen Preis und der durchwachsenen Performance im Vergleich zu den restlichen Prozessoren gleich mehrere Gründe ein, warum er eigentlich uninteressant geworden ist. Seinen Bonus des FSB1066 kann er nicht ausspielen, viel Performance bringt dieser hohe FSB nicht, aber dafür muß man zu einem teureren i925XE-Board greifen.

Auch seine Leistungsaufnahme ist unverschämt hoch, dadurch ist eine leise Kühlung ebensowenig einfach zu realisieren. Einem Prozessor, der so teuer ist, dann auch noch ein Feature vorzuenthalten, welches die kleineren Prozessoren haben, ist eigentlich wirklich schade. EIST würde gerade dem Pentium 4 Extreme Edition gut stehen. Als normaler Prescott-2M kann man zudem auch durch Overclocking einen Extreme Edition erhalten - der Status des "besonderen Prozessors" als Gallatin-Abstammender hat er nun auch eingebüßt. Der "Spieleprozessor" schlechthin ist er nicht mehr - und für Office- und Compression-Anwendungen, wo er führend ist, benötigt man sicherlich keinen 1000 Euro-Prozessor.

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Besser gefällt hingegen der Pentium 4 660. Würde es ihn mit 3.8 Ghz bereits geben, so hätte der Pentium 4 Extreme Edition schon komplett ausgedient. Der Pentium 4 660 platziert sich durchweg vor dem Pentium 4 560 aufgrund des größeren Caches, kann oft auch am Pentium 4 570J vorbei und besitzt mit EIST und EM64T zwei interessante Techniken. Von EIST kann der Käufer jetzt schon profitieren, von EM64T wird er sicherlich erst in ein paar Monaten einen richtigen Nutzen ziehen können.

Die Frage ist, ob diese Features zusammen mit der besseren Performance schon einen Mehrpreis von knapp 25 bis 30% rechtfertigen. C1E ist sicherlich ausreichend und hat den Hauptkritikpunkt, die hohe Stromaufnahme im Idle-Betrieb, bereits beseitigt. EIST als Zusatz hat in unseren Tests nur eine geringe Auswirkung auf die Stromaufnahme gezeigt - kein Wunder, denn wenn wir Benchmarks ausführen, dann soll schließlich die CPU auch belastet sein. Dass dann keine großen Stromersparnisse möglich sind, sollte schon aus dem Sinn eines Benchmarks zu erschließen sein.

Sinnvoll ist das Feature beispielsweise bei partieller Belastung des Systems - beispielsweise in Home-Entertainment-Systemen, die mit dem Abspielen von mp3-Dateien, AVI-Files und Videos nicht ausgelastet sind. EM64T hingegen kann erst richtig beurteilt werden, wenn ein Betriebssystem vorhanden ist, welches einen finalen Status besitzt - und für das auch reichlich Applikationen erhältlich sind. Unsere Tests zeigten zwar mal Vor- und mal Nachteile, bis zum finalen Status kann man allerdings sicher sein, dass sich EM64T in den meisten Applikationen in einem kleinen Perforanceplus niederschlagen könnte.

Uns gefallen also im Moment vor allen Dingen die Mainstream-Pentium 4-Prozessoren. Wer etwas Geld sparen will und vielleicht nur ein günstiges Office-System zusammenstellen möchte, der kann zu der 5xx-Serie greifen. Hier bekommt man C1E und das NX-Bit gepaart mit guter Performance zu einem sehr gute Preis/Leistungsverhältnis. Wer jedoch eher spielen will, multimediale Anwendungen hat oder etwas mehr Performance sucht und dafür auch gerne ein paar Euros mehr investieren möchte, der greift zur 6er-Serie - erhält damit mehr Cache, dadurch eine bessere Leistung - und mit EIST und EM64T auch noch zwei neue Techniken dazu. Wer hingegen hauptsächlich spielt, wird nach der Durchsicht der Spielebenchmarks wohl zum Athlon 64 greifen...

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