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Test: AMD Llano und die Lynx-Plattform - APUs für alle - Zusammenfassung

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Seite 6: Zusammenfassung

Ist AMD mit Llano nun wirklich der größte Durchbruch im x86-Prozessor-Segment seit 30 Jahren gelungen (wie es eine Präsentationsfolie vollmundig verkündet)? Diese Frage lässt sich hier nur zum Teil beantworten - zum einen, weil dieser Artikel nur einen kurzen Überblick geben kann und soll. An dieser Stelle sei nochmals auf unseren ausführlichen Llano-Test in der nächsten Hardwareluxx [printed] verwiesen (Heft 04/2011). Zum anderen aber fehlen doch noch einige Bausteine, um den Erfolg der APU abschätzen zu können. Entscheidend wird zum einen sein, wie AMD potentielle Käufer von den Vorteilen der neuen Generation überzeugen kann (hier spielt u.a. die noch unbekannte Preisgestaltung eine Rolle), zum anderen aber auch, wie die Anbieter von Komplett-PCs Llano aufnehmen.

Prinzipiell kann das Konzept hinter Llano überzeugen. Für viele Nutzer, die nur gelegentlich und/oder mit moderaten Ansprüchen spielen, reicht die Leistung der integrierten Grafik sicher aus. Gegebenenfalls kann die Grafikleistung dank Dual Graphic mit einer diskreten Grafikkarte auch noch etwas nach oben geschraubt werden - leider sind den Kombinationsmöglichkeiten allerdings enge Grenzen gesetzt. Bei der CPU-Leistung kann Llano sich nicht von bisherigen AMD-Prozessoren absetzen. Realistisch betrachtet ist diese Leistung für den Normalnutzer zwar völlig ausreichend, ein etwas größerer Performancegewinn wäre jedoch dennoch wünschenswert gewesen.

Mit Llano beschreitet AMD konsequent den Weg, zunehmend bisher ausgelagerte Funktionen in den Prozessor zu integrieren. Eine Entwicklung, die auch beim Konkurrenten Intel beobachtet werden kann. Llano ist allerdings bisher das konsequenteste Produkt auf diesem Weg. Erstmalig kann die Leistung der integrierten Grafik mit aktuellen Budget-Grafikkarten mithalten, Gelegenheitsspieler können praktisch auf die Investition in eine Grafikkarte verzichten. Entscheidend für den Erfolg wird an dieser Stelle aber sein, ob Anwender wirklich bereit sind, auf eine externe GPU zu verzichten. Hier muss zunächst ein Umdenken auf Anwenderseite stattfinden.

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