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AMD Athlon 64 FX-55

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Seite 1: AMD Athlon 64 FX-55

Vor mehr als zwei Monaten veröffentlichte AMD seine zwei bisher schnellsten Prozessoren - der AMD Athlon 64 4000+ ersetzte als praktisch baugleiches Modell den bisherigen FX-53, hinzu kam der AMD Athlon 64 FX-55 als neues High-End-Modell. Beide sind wohl die letzten in 130 nm gefertigten Prozessoren und stellen die Obergrenze des Möglichen in dieser Fertigungsgröße für die Athlon 64-Architektur dar. Der AMD Athlon 64 FX-55 löst den Athlon 64 FX-53 ab, da immer nur ein FX Modell von AMD hergestellt wird. Dieser unterscheidet sich vom Vorgänger nur durch einen 200 MHz höheren Takt. Den Athlon 64 4000+ hatten wir pünktlich zum Launch im Test, nun wollen wir den FX-55 nachreichen.

Zu Beginn möchten wir ein herzliches Dankeschön an MIPS-Computer aussprechen, die uns neben der Vapochill LS, die wir für den Overclocking-Part und unseren SLI-High-End-Test verwendeten, auch den AMD Athlon 64 FX-55 zur Verfügung stellten. Der Athlon 64 und der Athlon 64 FX haben AMD wieder auf die Erfolgsstraße gebracht, während Intel etwas falsch abgebogen ist. Die 90nm-Technik brachte bislang nicht den gewünschten Erfolg, der Prescott ist zwar schnell, aber nicht so kühl, wie man ihn gerne hätte. Dies hat man bei Intel in der Zwischenzeit erkannt und so wurde angeblich der 4,00 GHz Intel Pentium 4 mit dem "alten" Prescott-Kern gestrichen, statt dessen setzt man auf einen größeren Cache und Dual-Core-Prozessoren im nächsten Jahr und implementiert endlich Speed-Step-Funktionen.

AMD hat diese Probleme nicht - und holt weiter auf. Mittlerweile kann man mit schnellen Prozessoren und ausgereiften Chipsätzen überzeugen. Der heute bei uns im Test befindliche Athlon 64 FX-55 ist ein weiterer Erfolgspunkt in dieser Chronik.

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Mit den neuen Sockel 939-Prozessoren möchte und hat man nun einen Vorsprung herausgearbeitet. Die Prozessoren können aufgrund des neuen Sockels auf ein Dual Channel-Speicherinterface zurückgreifen, das den Sockel 754-Prozessoren oft gefehlt hat. Bis zum Launch der Athlon 3500+- und 3800+-Prozessoren musste man auf den Sockel 940 zurückgreifen, um Dual Channel DDR400 verwenden zu können - doch dann nur mit teurem Registered ECC-Speicher und auf Mainboards, die eher für den Serverbereich ausgelegt waren. Der Sockel 939 unterstützt nun normalen DDR-SDRAM und soll Mainboards mit multimedialen Fähigkeiten für den Desktop- und Heimbereich erhalten. Gute Aussichten also, da AMD auch noch die Hypertransport-Verbindung von 800 auf 1000 MHz beschleunigt hat. Und: Cool & Quiet als Feature, welches wir bei Intel Desktop-Prozessoren immer noch vermissen, ist auch enthalten. Der Nocona-Kern im Xeon DP besitzt schon eine ähnliche Technik - aber "Demand Based Switching " wird bei Intel auch erst in der Pentium 4 6xx-Serie auftauchen. 

Die zweite Generation an Chipsätzen verhalf zu einer besseren Kompatibilität und Stabilität als zu AMDs Anfangstagen - waren wir gerade von der Speicherkompatiblität der ersten Athlon 64-Prozessoren nicht unbedingt begeistert, zeigen sich die zuletzt getesteten Mainboards mit VIA K8T800 Pro, nForce 3 250Gb und nForce4-Chipsatz von der sonnigen Seite: Fast keine Speicherproblematik mehr, ein gutes BIOS, gute Stabilität und Kompatibilität. Hinzu kommt, dass AMD die neuen Sockel 939-Prozessoren auch im CG-Stepping ausliefert, welches ein paar Verbesserungen im Speichercontroller enthält. Damit sollen sich weiterhin Kompatiblitätsprobleme beheben lassen - alles also im neuen Gewand und mit ausgebügelten Fehlern. Damit ist der Athlon 64 mittlerweile bedingungslos zu empfehlen.

Die neuen PCI-Express-Steckplätze haben wir im Artikel zum VIA K8T890 Referenzmainboard, NVIDIA nForce4 und ASUS A8N-SLI mit nForce4-Chipsatz bereits ausführlich betrachtet. Mit dieser dritten Chipsatzgeneration besitzt AMD nun auch endlich Features wie PCI-Express und natives Serial ATA. Für den Aufbau eines leistungsfähigen Systems ist also theoretisch keine Grenze mehr gesetzt.