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Intel Pentium 4 570J - Das E0-Stepping für den Prescott

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Seite 6: Temperatur und Energiemessungen, Overclocking

In der Praxis haben wir wieder verschiedene Intel-Prozessoren miteinander verglichen. Der Enhanced-HaltState des E0-Prozessors sollte sich dabei vor allen Dingen im Idle-Bereich auswirken, also wenn der Prozessor im Leerlauf ist. Tatsächlich sehen wir, dass der Prescott-Prozessor im E0-Stepping fast 30W weniger im Idle-Modus verbraucht als die Prescott D0-Prozessoren und zudem nun "nur" noch auf dem Niveau der Northwood-Kerne liegt:

Stromverbrauch Gesamtsystem - idle

Stromverbrauch Gesamtsystem - load

Im Lastmodus sind die Stromersparnisse natürlich nicht zu sehen - hier heizt der Prescott wie eh und je, mit 3,8 GHz erreichen wir einen neuen Negativrekord von nun über 270 Watt. Das ist schon eine Menge, denn im Vergleich erreichten wir bei unserem Athlon 64 4000+-Test nur knapp 212,7 Watt mit einem anderen, etwas unterschiedlichen Testsystem.

Bei den Temperaturen kamen wir unter Last mit Hyperthreading über die 70°C-Grenze. Da das System allerdings bei dieser Temperatur noch nicht in den Thermal Monitor 2-Modus umschaltete, kann man davon ausgehen, dass die Temperatur durchaus in Ordnung ist. Tcontrol hilft hier zudem, die Lautstärke des Lüfters zu vermindern, indem höhere Temperaturen gefahren werden - sehr viele Gedanken sollte man sich um die hohe Temperatur also nicht machen.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

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Im Idle-Bereich kühlte der Prozessor natürlich aufgrund der sehr niedrigen Abwärme dann auf 49°C herab. Gemessen wurden alle Werte mit dem Standard-Boxed-Heatsink von Intel sowie dem Intel D925XECV2-Mainboard und dem Intel DesktopControlCenter, welches unserer Meinung nach als einziges Tool die CPU-Temperatur wirklich zuverlässig wiedergeben kann.

Der Athlon 64 hat mit Cool&Quiet sicherlich noch ein paar Vorteile gegenüber der Intel-Technik - man kann die Frequenz des Prozessors auf noch niedrigere Bereiche umschalten, es gibt Zwischenbereiche, wo man andere P-States fahren kann und somit kann auch unter Last teilweise die Stromaufnahme etwas deutlicher reduziert werden. Intel ist aber auf jeden Fall auf dem richtigen Weg, zumindest die Idle-Aufnahme deutlich zu verringern.

Trotz des bereits hohen Taktes haben wir natürlich auch versucht, die CPU zu übetakten. Mit dem ASUS P5AD2-E Premium konnten wir den Prozessor mit einem Thermaltake Kühlkörper und beeindruckend lärmenden 3500rpm-Lüfterstärke auf 4,1 GHz übertakten. Dabei war nur eine leichte Spannungserhöhung notwendig, die ASUS praktisch selbst erledigt, da das Board stark übervoltet. Ein höherer Takt war nicht möglich.

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Bei 4,1 GHz erreichten wir eine beeindruckend gute Performance, da wir dem ASUS P5AD2-E auch einen Front-Side-Bus von fast 300 MHz verpassen konnten und unsere Speichermodule somit fast auf DDR2-800-Frequenz liefen. Mit fast 7100 MB/s Übertragungsrate ist man schon schick schnell unterwegs. Allerdings eignet sich ein Overclocking-Projekt aufgrund der notwendigen Prozessorkühlung in diesem Bereich eher für den Overclocker, der eine Wasserkühlung besitzt.

Kommen wir nun zu unserer Testplattform: