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Seite 4: Die AMD Sempron Familie - Einzelne Modelle und Preisvergleich

Auf den ersten Blick erkennt man in der Sempron-Serie zwei Modelle - das eine mit Sockel A und das andere mit Sockel 754. Bei genauerem Hinsehen wird aber deutlich, dass es deutlich mehr verschiedene Modelle gibt, als dies den Anschein hat. Nun dürfte langsam auch dem letzten klar werden, warum wir uns auf der letzten Seite die Mühe gemacht haben, eine Vielzahl verschiedener und ähnlicher Athlon-Kerne noch einmal detailliert vorzustellen. Insgesamt vier verschiedene Kerne kommen in der Produktion der verschiedenen Sempron-Modelle zum Einsatz.

 

Beginnen wir mit dem Sockel A. Generell bietet AMD im Moment sieben verschiedene Prozessoren an - angefangen beim Sempron 2200+, welcher für gewöhnlich nur für OEM-Kunden bestimmt ist, bis hin zum Sempron 3000+, welcher die Sockel A-Sparte der Sempron Familie nach oben hin abschließt. Ganz neu ist auch der kürzlich vorgestellte Semperon 3200+ - auch ein Sockel A-Modell. Die Modelle mit dem Quantispeed-Rating 2200+, 2300+, 2400+, 2500+, 2600+ und 2800+ werden bevorzugt auf Thoroughbred-B-Basis produziert. Wir erinnern uns - dieser Athlon-Kern setzt auf die 0,13 µm-Kupfertechnologie aus der FAB30 in Dresden. Hier werden 37,5 Millionen Transistoren bei einer Kerngröße von 84 Quadradmillimetern untergebracht. Für die verschiedenartigen Befehle stehen 64 kB L1-Cache sowie die bereits angesprochenen 256 kB L2-Cache zur freien Verfügung. Die Modelle 2200+ und 2800+ sind weiterhin mit Thorton-Kern zu haben, einer Mischung aus Barton und Thoroughbred, deren Besonderheit lediglich in der größeren Die und der höheren Transistorenzahl liegt. Leistungstechnisch sollte es hier keinerlei Differenzen geben, zumal FSB, Taktfrequenz und Cache identisch sind.

Das große Modell 3000+ schließt die Sempron-Sockel A-Generation nach oben hin ab. Die CPU basiert auf einem Barton-Kern und hat entsprechend den doppelten Second-Level-Cache, nämlich 512 kB. Der Sempron 3000+ wird mit 2,0 GHz getaktet und sollte in Folge dessen ungefähr die gleiche Leistung bringen wie ein Sempron 2800+, welcher mit 2,2 GHz getaktet ist, aber nur über den halben Cache verfügt. So gesehen bieten diese Sempron-Varianten keinerlei Neuerungen im Vergleich zu den bereits auf dem Markt etablierten AMD Athlon XP-Modellen mit Thoroughbred-B-, Barton- oder Thorton-Kern.

Die Luxusversion des AMD Sempron ist das Modell mit dem Rating 3100+. Er ist der einzige Prozessor dieser Serie, der auf einem "echten" K8-Kern basiert. Zum Einsatz kommt der abgespeckte Newcastle-Core mit dem Codenamen Paris. Um den Sempron entsprechend von den hochwertigeren Modellen abzuheben, darf dieser lediglich auf 256 kB der 512 kB großen L2-Cache zugreifen, die anderen technischen Einzelheiten wie Transistorenanzahl und Kerngröße sind aber identisch.Die verschiedenen Athlon 64-Prozessoren mit Newcastle-Kern bzw. Paris-Kern werden mit 68,5 Millionen Transistoren auf einer Kernfläche von 144 Quadradmillimetern in der 130 nm-Fertigungstechnologie hergestellt. Weiterhin soll der 3100+ die Cool´n´Quiet-Funktion beherrschen, welche von AMD aber nicht in der Art angepriesen wird, wie dies beim "normalen" Athlon 64 der Fall ist. Grund hierfür ist vermutlich die Tatsache, dass die Sockel A-Semprons diese Technologie nicht bewerkstelligen können und man Marketing-technisch kein zu großes Loch zwischen die beiden Versionen der Semprons reißen will.Tatsächlich sieht es so aus, dass bei manchen Prozessoren das Feature funktioniert, bei anderen hingegen nicht. Die Gründe hierfür sind unbekannt - man weiß nur, dass C&Q keine offizielle Spezifikation des Sempron ist. Im Gegensatz zum Sockel A-Modell kommuniziert der 3100+ über einen HyperTransport Bus, der mit 800 MHz getaktet ist, mit seinen Perepheriegeräten. Dem Sockel A-Modell steht hier nur der herkömmliche 333 MHz FSB zur Verfügung.

Generell wurde bei allen Sempron-Prozessoren der 64 Bit-Modus abgeschaltet (Notwendigkeit nur bei Sempron 3100+), natürlich um sie preisgünstiger verkaufen zu können. Ob das nun Vor- oder Nachteil ist, muss der Benutzer zunächst individuell entscheiden. Fakt ist, dass für den PC-Betrieb noch kein wirklicher Bedarf an 64 Bit-Fähigkeit diktiert wird, da alle Applikationen im 32 Bit-Modus operieren. Erst mit der Einführung der neuen Windows x86-64-Versionen von Microsoft in den nächsten Jahren sollte flächendeckend eine erhöhte Nachfrage nach 64 Bit-CPUs hervorgerufen werden.

Wenn man Modelle und Rating vergleicht, stellt man fest, dass der Sempron 3100+ mit 1,8 GHz die selbe Taktfrequenz hat wie sein Verwandter Athlon 64 2800+. Das verschiedene Rating ist zum einen mit dem Bestreben von AMD zu erklären, verschiedene Prozessorenserien auch mit einem eigenen P-Rating auszustatten, zum anderen aber auch mit den verschiedenen Benchmarks und Applikationen, die zur Errechnung dieses Wertes zu Hilfe genommen werden.

Im Folgenden haben wir uns noch einmal die Mühe gemacht, alle relevanten Daten der verschiedenen Sempron-Kerne zusammen zu tragen und tabellarisch gegenüber zu stellen:

Recht interessant ist natürlich auch immer ein direkter Vergleich der Preise der Modelle untereinander, aber auch mit anderen Modellen oder gar mit vergleichbaren Prozessoren anderer Hersteller. Auch hier haben wir noch einmal ein Tabelle erstellt, in der die wichtigsten Listenpreise veranschaulicht werden. Die Preise stammen von den offiziellen Herstellerwebseiten und sind als OEM-Preis zu verstehen, sprich als Preis pro Stück bei einer Abnahmemenge von mindestens 1000 Stück.

Abschließend soll natürlich auch ein Foto des Kandidaten nicht fehlen; wie bereits erwähnt, führen wir unser Review mit einem Sempron 3100+, der Luxusvariante durch. Anhand der Modellnummer lässt sich erkennen, dass es sich bei unserem Sample um ein Exemplar mit CG-Stepping handelt, also einen Prozessorkern der zweiten Generation, bei welchem schon einige Bugfixes integriert sind. Da zu Beginn der Athlon 64-Ära immer wieder Probleme mit dem integrierten Speichercontroller auftraten, wurde diese in einem neuen Stepping zum größten Teil gefixed.

AMD Sempron 3100+ auf Sockel 754 Basis

Nach der ausführlichen Betrachtung der AMD-Fraktion wollen wir uns nun dem Intel-Pendant zuwenden und einen genauen Blick auf dessen technische Einzelheiten werfen. Mehr zum Intel Celeron D 335 ist auf der folgenden Seite zu lesen.