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Test: Intel Core i7-980X Extreme Edition - Takt, Turbo und co.

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Seite 3: Takt, Turbo und co.

Ein herausragendes Feature der Nehalem-Mikroarchitektur ist der Turbo-Betrieb. Mit der Turbo Boost Technology bietet Intel eine Möglichkeit, den Takt des Prozessors dynamisch anzuheben, wenn die Kühlung und die Stromversorgung dies erlauben. In den meisten Fällen ist dies der Fall - somit setzt der Prozessor bei den Kernen die Spannung leicht herauf und taktet den Prozessor um einen oder mehreren Speed-Bins hoch. Ein Speed-Bin entspricht dabei einem Multiplikator-Schritt, multipliziert mit der Base Clock Rate. Bei 133 MHz Base Clock Rate sind dies also 133 MHz mehr CPU-Takt.

Während einzelne Lynnfield- und Clarkdale-Prozessoren oder auch die Mobilprozessoren den Turbo-Modus sehr stark verwenden, besitzt der Gulftown eine ähnliche Arbeitsweise wie die vorherigen Bloomfield-Modelle. Sind alle Kerne aktiv und unter Last, kann sich der Prozessor von 3,33 GHz auf 3,46 GHz herauftakten. Sind fünf Kerne nicht ausgelastet, einer aber vollausgelastet, kann sich dieser Kern auf 3,6 GHz übertakten (zwei Speed-Bins).

turboboost

Gerade in Anwendungen, die von einem höheren Takt profitieren, aber nicht multithreaded programmiert sind, macht der Turbo-Betrieb einen Sinn. Aus diesem Grund hat er auch seine Vorteile bei Spielen, da der Prozessor sich aufgrund der Auslastung hier relativ häufig hochtakten kann. Allerdings besitzt z.B. der Core i7-870 ebenso wie der Core i7-975 und der Core i7-980X eine maximale Taktfrequenz mit Turbo von 3,6 GHz. Läuft also eine Anwendung tatsächlich nur auf einem einzelnen Kern, ist Intels "Mainstream-Prozessor" genauso schnell unterwegs wie das Topmodell - Unterschiede ergeben sich dann höchstens aus der Speicheranbindung.