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Test: Intel Core i7-980X Extreme Edition

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Seite 12: Fazit

In einigen Benchmarks gibt es neue Rekorde: Der Core i7-980X kann vor allen Dingen in den Tests überzeugen, in denen alle Threads voll ausgelastet werden. Dann liefert er nicht nur ein wenig mehr Performance als die bisherigen CPUs, sondern ein wirklich dickes Performanceplus. Wer also viel rendert, berechnet oder komprimiert, wird den neuen Prozessor sicherlich für sinnvoll halten.

Vergleicht man die Performance in Anwendungen, in denen nicht alle Kerne genutzt werden können, so fällt der Vorsprung knapp aus - wenn überhaupt ein Vorsprung besteht. Oftmals kommt der 3,33 GHz schnelle Prozessor mit dem Core i7-975 ins Ziel, da dieser genauso schnell getaktet ist und auch mit identischen Spezifikationen (Speichertakt, Turbo-Betrieb) ausgestattet ist. Kleine Unterschiede bestehen dann nur noch aufgrund des größeren Caches des Core i7-980X.

In Spielen wiederum macht sich höchstens der Cache bemerkbar - und die Unterschiede zu den deutlich günstigeren Lynnfield-Prozessoren werden sehr klein. Hier lohnt es sich eher, ein paar hundert Euro in eine schnellere Grafikkarte zu investieren und auf einen Core i7-860 zu setzen, als Intels neues High-End-Flaggschiff einzubauen.

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Schaut man auf den Stromverbrauch des Chips, so erreicht er ungefähr dieselben Werte wie ein Core i7-975. Im Idle-Betrieb ist er etwas sparsamer, kommt aber aufgrund der immer noch hohen Verbrauchswerte des X58 nicht an stromsparende Systeme heran. Ein Sechskern-Prozessor oder ein Quad-Core mit 32-nm-Technik für den P55 wäre hier die beste Variante - aber entsprechende Prozessoren lassen noch auf sich warten.

Unter Last liegt er mit dem Core i7-975 an der Spitze - liefert aber je nach Benchmark deutlich mehr Performance pro Watt. Gut gekühlt werden muss der Prozessor aber natürlich, was auch ein Grund ist, dass Intel den Prozessor mit einem neuen Boxed-Kühler kombiniert, der auf Heatpipes und ein Tower-Design setzt. Eine leise Kühlung ist mit diesem auf jeden Fall möglich, auch wenn 250 Watt im 2D-Betrieb verbraucht werden.

Overclocker werden wohl aufgrund der 32-nm-Technik ein paar MHz mehr aus der CPU herausholen können, als bei den bisherigen Bloomfield-basierenden Core i7-9xx. Deutlich mehr Takt konnten wir im Betrieb allerdings mit Luftkühlung nicht erreichen. In unserem nächsten Heft werden wir die CPU mit Wasser kühlen und sie ausgiebiger im Overclocking-Bereich testen. Eine Gemeinsamkeit besitzt sie jedoch mit den bisherigen Modellen: Aufgrund des UnCore-Taktes ist es immer noch schwierig, einen hohen Speichertakt mit der CPU zu erreichen.

Letztendlich ist es wie immer bei einer Extreme-Edition-CPU: Die 1000 Euro Kaufpreis werden nur die wenigsten Käufer auf die Ladentheke legen. Wer es dennoch tut, bekommt ein extremes Stück Hardware, welches leistungsmäßig am obersten Ende liegt und überzeugen kann. Allerdings wird für die meisten Anwender die Mittelklasse interessanter sein, da die Kosten hier deutlich niedriger liegen - bei kaum schlechterer Performance.

Positive Aspekte des Core i7-980X:

  • beste Performance im Multicore-Bereich
  • Extreme-Edition-Modell mit freiem Multiplikator zum Übertakten
  • gute Stromsparfeatures und gute Stromsparfunktionen
  • gute Übertaktungsmöglichkeiten

Negative Aspekte des Core i7-980X:

  • hohe Platformkosten (X58-Mainboard, Triple-Channel-Speicherkit)
  • X58-Chipsatz verbraucht viel Strom
  • hoher Preis für die CPU

Klarer Award: Nur die Kosten sprechen
gegen den Einsatz des Core i7-980X.

 

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