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Toshiba Satellite Radius 15 P50W-C und P50-C im Test

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Seite 2: Display, Eingabegeräte, Akku, Fazit

Display

Unterschiedlich fallen die beiden Notebooks auch im Hinblick auf das Display aus. Denn trotz gleicher Eckdaten handelt es sich um verschiedene Anzeigen mit eigenen Stärken und Schwächen. Zu ersteren zählen beim Satellite P50-C die Helligkeit, die in der Spitze bei 357 cd/m² liegt. Damit kann das Notebook fast bedenkenlos auch im Freien genutzt werden, lediglich die direkte Sonneneinstrahlung sollte gemieden werden. Ein Grund dafür ist die spiegelnde Oberfläche des Displays – angesichts des fehlenden Touchscreens wäre eine matte Ausführung wünschenswert. Mit einer Homogenität von rund 86 % sowie einer durchschnittlichen Farbtemperatur von gut 6.700 Kelvin wird dieses Manko aber ein Stück weit wieder ausgeglichen. Das Kontrastverhältnis von 972:1 ist gut, Farbdarstellung und Blickwinkelstabilität entsprechen dem, was man von einem IPS-Display erwartet.

Das Satellite P50-C bietet ein insgesamt gutes Display, lediglich die Glare-Oberfläche stört
Das Satellite P50-C bietet ein insgesamt gutes Display, lediglich die Glare-Oberfläche stört

Prinzipiell gilt die Bewertung auch das Satellite Radius 15, im Detail gibt es jedoch Abweichungen. Denn mit 278 cd/m² in der Spitze fällt die Beleuchtung sichtbar schwächer aus, mit einer Homogenität von über 90 % aber auch ein Stück gleichmäßiger. Ebenfalls besser schneidet das Display in Sachen Kontrast und Farbtemperatur ab, hier werden ein Verhältnis von 1.022:1 sowie gut 6.600 Kelvin geboten. Bedeutet: Mit dem Radius 15 muss etwas früher ein schattiges Plätzchen gesucht werden, dafür werden Farben etwas besser dargestellt.

Kontrast und Farbdarstellung gefallen beim Satellite Radius 15, die Helligkeit könnte besser sein
Kontrast und Farbdarstellung gefallen beim Satellite Radius 15, die Helligkeit könnte besser sein

Nichts auszusetzen gibt es am Touchscreen. Dieser erkannte im Test sämtliche Eingaben, das bereits erwähnte nachgebende Display erschwert die Bedienung jedoch etwas.

Eingabegeräte

Irritierend fällt die Bewertung der Eingabegeräte aus. Denn obwohl Toshiba bei beiden Notebooks die gleichen Tastaturen und Touchpads verbaut, fallen sie unterschiedlich aus. Beim Radius 15 sind Druckpunkt und Hub beinahe ideal getroffen, einzig die Leertaste ist etwas zu leichtgängig. Die saubere und eindeutige Beschriftung der einzelnen Tasten erleichtert die Benutzung ebenso wie die integrierte Beleuchtung, die sich allerdings nicht in mehreren Stufen regulieren lässt. Wer häufig Zahlenkolonnen eingeben muss, wird sich über den Ziffernblock freuen, auch wenn die Tasten etwas schmaler als die anderen ausfallen. Mehr als nur ein Gimmick könnte die Cortana-Taste sein, die sich den Platz mit der F1-Taste teilt. Auf Knopfdruck lässt sich damit der in Windows 10 integrierte Sprachassistent starten – mangels installiertem Windows 10 war ein Test jedoch nicht möglich. Der Vorteil der Taste: Der schnelle Start ist auch ohne permanent aktiviertes Mikrofon möglich.

Während die Tastatur des Satellite Radius 15 überzeugt, enttäuscht das Touchpad
Während die Tastatur des Satellite Radius 15 überzeugt, enttäuscht das Touchpad

Ein großes Minus erhält das Touchpad. Zwar ist dieses angenehm groß konzipiert und verfügt über sehr gute Gleiteigenschaften, durch einen zu großen Hub, einen schwammigen Druckpunkt und eine wackelige Befestigung greift man jedoch eher zum Touchscreen oder zur Maus.

Beim Satellite P50-C schneidet das Touchpad besser ab, dafür fehlt hier die Tastaturbeleuchtung
Beim Satellite P50-C schneidet das Touchpad besser ab, dafür fehlt hier die Tastaturbeleuchtung

Anders hingegen beim P50-C. Hier sitzt das Touchpad fest und überzeugt mit guten integrierten Tasten – Hub und Druckpunkt sind sehr gut gewählt. Allerdings ist die Oberfläche deutlich rauer als beim Radius 15, ganz so leicht wie dort gleiten die Finger nicht über das Eingabegerät. Insgesamt macht Toshiba es hier aber wesentlich besser. Für die Tastatur gilt dies nur eingeschränkt. Auch hier gefallen Größe und Beschriftung der Tasten, allerdings bieten die Japaner hier keine Beleuchtung. In puncto Tippgefühl weicht die P50-C nur minimal vom Radius 15 ab. Der Druckpunkt ist etwas fester, der Hub hingegen identisch. Einzig die Leertaste fällt – auch hier – negativ auf, die Benutzung erinnert an einen Schwamm. Eine andere Parallele: Die Cortana-Taste steht auch hier parat.

Laufzeiten

Mit 44,1 (P50-C) und 45,5 Wh (Radius 15) bieten die Akkus der beiden Notebooks eine sehr ähnliche Kapazität. Angesichts der Ausstattung ist deshalb auch ohne Messung klar, welches der beiden Modelle in Sachen Laufzeit besser abschneidet. Denn bedingt durch die GeForce 930M genehmigt sich das Satellite P50-C in der Spitze bis zu 54,1 W, der Akku ist dann binnen einer Dreiviertelstunde geleert. Besser sieht es in den Benchmarks aus. Unter hoher Last (Battery Eater Classic) schafft das Notebook mit einer Ladung knapp zwei Stunden, im Office-nahen PCMark 8 je nach Szenario zwischen zweieinhalb und rund drei Stunden. Wird weniger Leistung benötigt, können gut sechseinhalb Stunden überbrückt werden. Möglich wird dies durch eine gute Abstimmung von Soft- und Hardware. Denn im Leerlauf kommt das P50-C mit gerade einmal knapp 7 W aus – für ein Notebook dieser Klasse ein sehr guter Wert.

Die Akkus fallen in beiden Fällen klein aus, das Satellite Radius 15 (im Bild) bietet dennoch gute Laufzeiten
Die Akkus fallen in beiden Fällen klein aus, das Satellite Radius 15 (im Bild) bietet dennoch gute Laufzeiten

Nicht ganz so gut schneidet das Radius 15 in dieser Hinsicht ab, die im Leerlauf gemessenen 10 W sind aber immer noch ein überzeugender Bedarf. Mit knapp 38 W unter voller Last zeigt sich das Notebook ebenfalls von einer guten Seite. Bei geringer Last schafft es annähernd zehn Stunden, bei hoher Last immer noch zweieinhalb. PCMark 8 spricht von mehr als dreieinhalb Stunden. Abseits der Laufzeiten verdient Toshiba noch positive und negative Kritik. Letztere, da die Akkukapazitäten angesichts der Gehäusegröße und Notebook-Preise viel zu gering sind. Erstere, da man dem unterschiedlichen Spitzenbedarf Rechnung trägt und die Netzteile darauf abgestimmt hat; das des Radius 15 liefert maximal 45 W, das des P50-C bis zu 65 W.

Kühlung und Temperaturen

Befriedigend fällt bei beiden Notebooks die Temperatur- und Geräuschentwicklung aus. In beiden Modellen arbeitet der Lüfter permanent, hält sich bei geringer Last mit 33,4 und 35,2 dB(A) (P50-C/Radius 15) und dem tiefen Arbeitsgeräusch aber angenehm zurück. Die Gehäuse erwärmen sich dann punktuell auf bis zu etwa 32 und 33 °C an der Ober- und 36 und 38 °C (P50-C/Radius 15). Nach längeren Volllastphasen drehen die Lüfter merklich auf und erreichen 44,2 und 40,5 dB(A). Das P50-C ist dabei aber nicht nur aufgrund des höheren Pegeldrucks „lauter“, auch die Frequenz des Lüfters ist dann störender.

Überzeugend arbeitet die Kühlung in beiden Geräten nicht, im Satellite P50-C (im Bild) wird die CPU zu warm
Überzeugend arbeitet die Kühlung in beiden Geräten nicht, im Satellite P50-C (im Bild) wird die CPU zu warm

Trotz der Geräuschkulisse überzeugt das Kühlsystem in beiden Fällen jedoch nicht ganz. Dann an einzelnen Punkten der Unterseite werden zwischen 47 und 48 °C erreicht und die kritische Grenze von 50 °C somit nur minimal unterboten. An der Oberseite fallen die Werte etwas geringer aus, hier konnten um 40 °C gemessen werden. Während die Kühlung des Radius 15 mit der Technik keine Probleme hat und den Prozessor, der zu keinem Zeitpunkt gedrosselt wurde, auf 74 °C kühlt, sieht es beim P50-C anders aus. Hier wurden laut Tools CPU-seitig bis zu 104 °C erreicht, die GeForce 930M brachte es auf 77 °C. Letztere arbeitete dabei mit den normalen Taktraten, der i7-5500U wurde jedoch phasenweise auf nur noch 500 MHz gedrosselt.

Fazit

Klassisches Notebook für zahlreiche Aufgaben oder doch eher vielseitiges Convertible? Mit dem Satellite P50-C und Satellite Radius 15 P50W-C will Toshiba beide Segmente mit seiner Premiumreihe bedienen. Überzeugend wirken beide Modelle dabei nicht, was vor allem an zwei Punkten liegt. Denn ausgerechnet dem Premiumanspruch werden die Gehäuse nicht gerecht. Eine fehlende Verwindungssteife muss sowohl dem P50-C als auch dem Radius 15 attestiert werden, letzteres enttäuscht zudem mit schief platzierten Ports und einem wackligen Touchpad.

Der zweite Punkt betrifft die Leistung. Denn schnelle CPUs und GPUs bringen nichts, wenn der Massenspeicher bremst. Konkret bedeutet dies: Werden nur der Broadwell-Prozessor oder der im Satellite P50-C verbaute NVIDIA-Chip beansprucht, wird eine klassenübliche Performance geliefert. Kommt jedoch die Festplatte hinzu, rutschen die Notebooks in der Rangliste deutlich ab. Ärgerlich ist dies nicht nur, da Toshiba auf die teureren Hybrid-Lösungen setzt, sondern auch, weil die Japaner SSDs entwickeln.

Beide Satellite-Modelle fallen durch Verarbeitungsschwächen und träge Massenspeicher auf
Beide Satellite-Modelle fallen durch Verarbeitungsschwächen und träge Massenspeicher auf

Aber beide Notebooks haben auch ganz individuelle Schwachpunkte. Beim Radius 15 stört das etwas kippelige Display, zudem ist das Gewicht für den längeren Einsatz als Tablet zu hoch. Das P50-C hat hingegen mit den schwach Akkulaufzeiten zu kämpfen – dabei wäre mehr Platz für einen größeren Akku durchaus vorhanden.

Bei all den Schwächen dürfen die Stärken aber nicht übersehen werden. Dazu gehören ganz klar die Tastaturen, beim P50-C zudem mit einer kleineren Einschränkung das Touchpad. Darüber hinaus gefallen die Displays mit guten Kontrastwerten sowie beim P50-C aufgrund der mehr als ausreichenden Helligkeit. Legt man die unverbindliche Preisempfehlung zugrunde, können beide Notebooks mit der Konkurrenz nicht mithalten. Denn für 1.249 Euro bietet so mancher Mitbewerber mehr. Beim Satellite Radius 15 P50W-C deutet sich jedoch an, dass der Straßenpreis schon zum Start hin geringer ausfallen wird. Denn gelistet wird das Convertible bereits für knapp 1.110 Euro. Damit gehört das Notebook zwar immer noch zu den teureren seiner Art, die direkten Konkurrenten ASUS Transformer Book Flip und Lenovo IdeaFlex 2 fallen aber nur geringfügig günstiger aus.

Beide bieten jedoch auch gute Displays und Tastaturen
Beide bieten jedoch auch gute Displays und Tastaturen

Wer dennoch mit den neuen Satellite-Modellen der P50-Reihe liebäugelt, sollte auf die weiteren Konfigurationen warten. Denn die Versionen P50W-C-106 und -107 verfügen über SSDs, gleiches gilt für das P50-C-11H, -129 und -142.

Positive Aspekte des Toshiba Satellite Radius 15 P50W-C-102:

  • gut platzierte Schnittstellen
  • überzeugende Tastatur
  • guter Display-Kontrast

Negative Aspekte des Toshiba Satellite Radius 15 P50W-C-102:

  • Gehäuse mit Verarbeitungsschwächen
  • Display gibt bei Berührungen zu leicht nach
  • träge Hybrid-Festplatte
  • unterdurchschnittliche Systemleistung
  • wackeliges Touchpad

Positive Aspekte des Toshiba Satellite P50-C-10G:

  • helles Display mit gutem Kontrast
  • überzeugende Tastatur

Negative Aspekte des Toshiba Satellite P50-C-10G:

  • Gehäuse mit Verarbeitungsschwächen
  • träge Hybrid-Festplatte
  • unterdurchschnittliche Akkulaufzeiten