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Lenovo ThinkPad Yoga 14 im Test

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Seite 4: Display und Fazit

Ein Anti-Glare Display

Nein, Lenovo verbaut trotz Business-Ausrichtung kein wirklich mattes Display. Der ThinkPad Yoga 14-Bildschirm spiegelt durchaus, dank einer Anti-Glare-Beschichtung wird dieser Effekt aber deutlich abgeschwächt. Positiv bemerkbar macht sich das vor allem bei störenden Lichtquellen - und damit natürlich besonders dann, wenn das Tablet bei Sonnenlicht genutzt wird. 

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Dafür schwächelt das Display allerdings etwas bei der Helligkeit. Das gilt gerade im Akkubetrieb, denn gegenüber dem Netzbetrieb wird die Display-Helligkeit von ohnehin nur durchschnittlichen 305 cd/m² noch weiter abgesenkt - auf nur noch 262 cd/m². Dafür fällt die Ausleuchtung aber immerhin vergleichsweise homogen aus. 

bench display 360

Auch das Kontrastverhältnis ist mit 635:1 nicht herausragend. Das IPS-Panel stellt aber zumindest sicher, dass das Display relativ blickwinkelstabil ist. Berührungen erkennt das Touchdisplay zuverlässig. Hier macht sich auch positiv bemerkbar, dass Lenovo das ThinkPad Yoga 14 eher robust ausgelegt hat und stabile Scharniere einsetzt - das Display gibt bei Touch-Eingaben kaum nach und das gesamte Notebook steht dabei felsenfest an seinem Platz. 

Fazit

Man kann darüber streiten, ob ein - zumal noch so schweres - 14-Zoll-Tablet sinnvoll nutzbar ist. Doch unbestreitbar ist, dass Lenovos Multi-Mode-Ansatz für flexiblere Geräte sorgt. Selbst wer den Tablet-Modus nicht nutzt, kann immer noch vom Stand- oder Tent-Modus oder zumindest vom maximal anpassbaren Neigungswinkel des Displays profitieren. Dass Base Unit und Display eine untrennbare Einheit bilden, hat gegenüber Detachables (der Kombination von einem Tablet mit einem Tastatur-Dock) Vor- und Nachteile, die jeder Kaufinteressent für sich abwägen muss. Als 14-Zoll-Businessgerät mit 360-Grad-Display kann das ThinkPad Yoga 14 jedenfalls eine Nische besetzen, denn unmittelbar vergleichbare Produkte gibt es praktisch nicht.

Acers Aspire R14 ist zwar ebenfalls ein 14-Zoll-Convertible, aber kein Business-Modell und in einer anderen Preisklasse angesiedelt. Ebenfalls eher eine Consumer-Alternative hat Lenovo mit dem Yoga 3 Pro selbst im Angebot. Das 13,3-Zoll-Convertible ist ganze 700 g leichter und wird dem Ultrabook-Label viel eher gerecht als das Business-Yoga. Solange nicht höchste Mobilität gefragt wird, ist das robuste ThinkPad Yoga 14 als Arbeitsgerät aber trotz einiger fehlender Sicherheitsfeatures die bessere Wahl. Die Eingabegeräte überzeugen mehr und die Performance fällt dank aktueller Core i-Prozessoren wesentlich höher aus. Die ultrahohe Auflösung des Yoga 3 Pro-Displays dürfte im Arbeitsumfeld zudem weniger relevant sein. 

ausgepackt & angefasst-Video zum Lenovo ThinkPad Yoga 14

Das ThinkPad Yoga 14 überzeugt als grundsolides Arbeitstier und wird nicht zu Unrecht der ThinkPad-Familie zugerechnet. Im Gegensatz zu den konventionellen ThinkPad-Notebooks ist das Convertible aber flexibler nutzbar. Dabei geht das Mehr an Flexibilität keineswegs zu Lasten der Notebookqualitäten. 

Positve Aspekte des Lenovo ThinkPad Yoga 14:

  • mehr Flexibilität dank der 360-Grad-Scharniere
  • überzeugende Eingageberäte, Tastatur beleuchtet
  • angemessene Schnittstellenbestückung
  • gute Akkulaufzeit
  • dezente Kühllösung
  • überzeugende Verarbeitungsqualität

Negative Aspekte des Lenovo ThinkPad Yoga 14:

  • hohes Gewicht, das vor allem die Tablet-Nutzung einschränkt
  • für das professionelle Umfeld fehlen Sicherheitsmerkmale