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Alienware 17 im Test - High-End-Notebook mit dicker Leistung

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Seite 2: Leistung, Laufzeit, Kühlung

Der Blick auf das Gehäuse zeigt, dass beim Alienware 17 abgesehen von seinen Abmessungen im Großen und Ganzen keine größeren Abstriche gemacht werden müssen. Wie bei Alienware üblich, gilt auch hier: Unsere Testkonfiguration sollte lediglich als Vorschlag angesehen werden, denn in vielen Bereichen kann der 17-Zöller frei konfiguriert werden. Sogar kleinere Geräte mit 15 und 13 können konfiguriert werden. Die Auswahl reicht von einer langsameren Grafikkarte, über mehr Arbeitsspeicher bis hin zum Verzicht auf die zusätzliche SSD.

 

Systemleistung

Nicht die geringsten Abstriche müssen beim Prozessor gemacht werden, denn hier setzt Alienware sogar auf ein noch schnelleres Modell als die meisten Gaming-Notebooks dieser Preis- und Leistungsklasse. Während hier meist ein Intel Core i7 der 4700-Familie verbaut wird, spendierte Alienware unserem Testmodell einen Intel Core i7-4980HQ. Dieser besitzt vier Rechenkerne, kann bis zu acht Threads gleichzeitig bearbeiten und macht sich mit einer Basis-Geschwindigkeit von 2,8 GHz ans Werk. Je nach Auslastung und Temperatur können einzelne Kerne im Boost Geschwindigkeiten von bis zu 4,0 GHz erreichen. Bei den kleineren Modellen ist meist bei 3,6 GHz Schluss. 

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Die übrigen technischen Daten decken sich mit dem Vorgänger. So wie es bei allen "Haswell"-Modellen der Standard ist, wird der Prozessor im 22-nm-Verfahren gefertigt und bringt es auf eine TDP von 47 Watt. Ebenfalls klassenüblich ist die Dimensionierung des L3-Caches, der bei 6 MB liegt. Als Grafik kommt eine Iris Pro 5200 von Intel zum Einsatz.

Die Leistung liegt bei unserem Testkandidaten ein wenig unterhalb der Performance, die wir von einem Intel Core i7-4980HQ bislang gewohnt waren. Der sonst meist verbaute Intel Core i7-4720HQ wird allerdings mit Leichtigkeit überboten. Dass die Alltagsperformance darüber hinaus auf einem hohen Niveau liegt, dafür sorgt die verbaute m.2-SSD, die flott zu Werke geht und den aktuellen Standard gut ausreizt. Zusammen mit einer kurzen Zugriffszeit fühlt sich das System so stets angenehm flott an. Eine solide Leistung gibt auch die zusätzliche 2,5-Zoll-HDD mit 1 TB an, wenngleich die Übertragungsgeschwindigkeit und Zugriffszeit natürlich deutlich über denen der SSD liegt. Ihre Lesegeschwindigkeit ist mit knapp über 80 MB/s ausreichend schnell. Der Arbeitsspeicher in unserem Testmuster beläuft sich auf 8 GB, kann aber natürlich auch mit der doppelten Speichermenge ausgerüstet werden.

Etwas ernüchternd fält überraschenderweise die Leistung im aktuellen PCMark aus. Hier belegt das Gerät den letzten Platz.

PC Mark 8

Creative

5708 XX


5340 XX


5266 XX


5244 XX


5175 XX


5061 XX


5043 XX


4993 XX


4983 XX


4717 XX


4698 XX


4649 XX


4592 XX


4410 XX


4313 XX


4262 XX


4246 XX


4231 XX


4219 XX


4200 XX


4103 XX


4046 XX


3741 XX


3686 XX


3675 XX


3472 XX


3314 XX


3201 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

 

Gaming-Leistung

Hardware-seitig ist beim Alienware 17 nicht nur derr verbaute Core-i7-Prozessor eine kleine Besonderheit, sondern auch die Grafikkarte, denn es handelt sich hier um das aktuelle Flaggschiff von NVIDIA: Die GeForce GTX 980M mit 4.096 MB GDDR5-Videospeicher.

gpuz alien
GPU-Z-Screenshot des Alienware 17.

NVIDIAs aktuelles Topmodell basiert auf der "Maxwell"-Architektur der zweiten Generation. Konkret kommt hier der GM204-Chip zum Einsatz, welcher auch auf den beiden Desktop-Karten GeForce GTX 980 und GTX 970 seine Dienste verrichtet. Im Falle der GeForce GTX 980M stehen allerdings nur noch zwölf SMM-Cluster zur Verfügung, womit in der Summe insgesamt 1.536 Shadereinheiten resultieren. Jeder dieser Shadercluster weist zudem acht Textureinheiten auf. Insgesamt stehen so 96 TMUs bereit. Beim Speicher setzten NVIDIA und letzendlich auch Alienware auf 4.096 MB GDDR5-Videospeicher, welcher über ein 256 Bit breites Speicherinterface angebunden ist und auf die Speicherkomprimierung der "Maxwell"-Architektur zurückgreifen kann. Ansonsten stehen noch 64 Rasterendstufen zur Verfügung. 

Bei den Taktraten fährt NVIDIA ein gewohnt hohes Niveau. Die GeForce GTX 980M unseres Alienware 17 rechnet mit einem Basis-Takt von 1.038 MHz, kann je nach Temperatur und Last im Boost aber auch Frequenzen von mindestens 1.127 MHz erreichen. Der Speicher arbeitet hingegen mit 1.253 MHz. 

Die Performance der GPU kann vor allem in Kombination mit der schnellen Core-i7-CPU überzeugen. Abgesehen von den richtig dick ausgestatteten Gaming-Notebooks mit SLI-Gespann spielt unsere Testkonfiguration ganz oben in der Performance-Liga mit und liegt in etwa auf dem Niveau anderer Geräte, die ebenfalls mit einer GeForce GTX 980M ausgestattet sind. 

Tomb Raider

1920 x 1080 – High Settings

258.2 XX


219.8 XX


155.7 XX


154.2 XX


153.2 XX


151.1 XX


149.4 XX


145.6 XX


113.9 XX


70.2 XX


64.6 XX


60.2 XX


in fps
Mehr ist besser

Das bedeutet, dass sich alle aktuellen Games problemlos in der nativen FullHD-Auflösung spielen lassen – zu störenden Framedrops kommt es dabei nicht. So können auch anspruchsvolle Engines, wie sie beim betagten Metro 2033 genutzt werden, problemlos befeuert werden. Aber auch ein aktueller Titel wie das neue Tomb Raider lässt sich mit den erzielten über 150 FPS problemlos spielen.

 

Alles im Griff

Auch wenn Notebook-Hardware meist nicht ganz so stromhungrig wie Desktop-Hardware ist und geringere Herausforderungen an die Kühlung stellt, ist letztere noch immer ein entscheidender Faktor im Notebook-Segment, vor allem, wenn auf High-End-Hardware wie im Alienware 17 gesetzt wird. 

Probleme bei der Kühlung konnten wir nicht feststellen, wenngleich der Prozessor etwas warm wurde und damit unter Extrem-Bedinungen seine Geschwindigkeit reduzierte, um nicht zu überhitzen. Nach etwa 40 Minuten Prime95- und Furmark-Last senkte der Intel Core i7-4980HQ seine Geschwindigkeit auf 800 MHz ab - zu Abstürzen oder Freezes kam es aber nicht. Trotzdem ist das Alienware 17 vor allem unter Last bei weitem kein Leisetreter. Über 50 dB(A) mussten wir während dem Spielen feststellen. Auch die Lüftersteuerung ist nicht ganz so unruhig eingestellt wie bei manch anderen Geräten. Zumindest im Leerlauf bleibt das Gerät mit 34,3 dB(A) erfreulich laufruhig. Nur wenn etwas mehr Last auf die Hardware kommt, drehen die Lüfter für kurze Zeit stärker auf - im normalen Office-Betrieb passiert das aber nicht.

bench temp unterseite

Gleichzeitig halten sich sowohl die Oberflächen- als auch die Komponenten-Temperaturen in Grenzen, sodass das Alienware 17 problemlos auch auf den Oberschenkeln genutzt werden kann - vor allem im Leerlauf, wo wir im Schnitt gerade einmal zwischen 28 und 29 °C (Handballenauflage/Geräte-Unterseite) gemessen haben.

 

Gute Laufzeiten

Aufgrund ihrer meist auf Leistung getrimmten Hardware, sind Gaming-Notebooks alles andere als Dauerläufer im Akku-Betrieb. Beim Alienware 17 ist dies allerdings etwas anders, denn im Inneren steckt ein 96 Wh starker Akku. Im normalen Office-Betrieb hält das Gerät fast 8,5 Stunden durch. Das ist zwar beachtlich, liegt aber auch daran, dass das Alienware 17 in diesem Szenario die doch eher stromhungrige GeForce GTX 980M abstellt und auf die in der CPU integrierte Grafiklösung umstellt. Der Wechsel zwischen den beiden Grafiklösungen funktioniert inzwischen reibungslos und ohne Zutun des Anwenders. Unter Last, wenn sich die NVIDIA GeForce GTX 980M hinzuschaltet und die Core-i7-CPU auf Hochtouren kommt, aber bricht die Akku-Leistung gewaltig ein. Dann kommt das Alienware 17 nur noch knapp über 2,5 Stunden ohne Steckdose aus - für ein Gaming-Notebook ist aber auch dieses Ergebnis überdurchschnittlich gut. 

Keine größeren Überraschungen gibt es bei einem Blick auf den Stromverbrauch. Im Leerlauf werden knapp über 20 Watt verbraucht, während das Alienware 17 bei maximaler Volllast 161,7 Watt aus der Steckdose bzw. dem Akku zieht. Damit liegt unser Testkandidat auf dem Niveau vergleichbarer Geräte.