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Alienware 13 mit Ultrabook-Prozessor und GTX 860M im Test

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Seite 2: Leistung, Laufzeit, Kühlung

 

Auch dann, wenn der Gaming Amplifier erst einmal beiseite geschoben wird, kann das Alienware 13 durchaus als Exot bezeichnet werden. Das hängt natürlich zum Teil mit seiner Diagonale von 13 Zoll zusammen, die für ein Gaming-Modell relativ klein ist, aber auch mit den verbauten Komponenten. Werden in der Regel gerne großformatige 4-Kern-Prozessoren im Stile eines Intel Core i7-4710HQ mit einer TDP von 47 Watt verbaut, hat sich Alienware für einen andern Weg entschieden.

 

Die Systemleistung

Zu einem Gehäuse im 13-Zoll-Format passt eine Ultrabook-CPU natürlich viel besser als ein hochgezüchteter 4-Kern-Prozessor, das zeigt allein schon ein Blick auf die TDP Werte. Während der aktuell sehr beliebte Intel Core i7-4710HQ erst mit 47 Watt glücklich wird, reichen dem von Alienware eingesetzten Dual-Core-Modell i5-4200U gerade einmal 15 Watt. Dieser Unterschied bietet für das Alienware 13 gleich zwei Vorteile: Mit dem 13-Zoll-Modell kann tatsächlich eine Akkulaufzeit angestrebt werden, die dem Formfaktor auch zusteht, während mit einem potenten Kühlsystem gleichzeitig eine vergleichsweise potente GPU in Zaum gehalten werden kann.

Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass Alienware den Einsatz des AW13 damit ein Stück weit spezialisiert. Während „normale" Gaming-Notebooks oftmals auch als potente Workstation herhalten, kann das Alienware 13 performance-technisch in erster Linie dann auftrumpfen, wenn die GPU gefordert ist. Abschrecken lassen sollte man sich nun aber auch nicht, denn in unzähligen Ultrabook-Tests konnte sich der eingesetzte Core i5-4200U als ausreichend leistungsstark erweisen. So arbeiten seine beiden Kerne, die Dank HyperThreading vier Aufgaben gleichzeitig abarbeiten können, in einem Frequenzspektrum von 1,6 bis 2,5 GHz, der L3 Cache der 22 nm-CPU beläuft sich auf 3 MB, während die TDP mit 15 Watt klassifiziert wird. In der Praxis reicht das für die klassenübliche Leistung von 2,57 Punkten im Cinebench 11 und 239 Punkten im Cinebench 15.

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Dank einer SSD mit einem Fassungsvermögen von 256 GB kann das Alienware 13 aber auch darüber hinaus mit einer guten Systemleistung aufwarten. Der verbaute Flashspeicher bietet dabei mit 527,3 MB/s den aktuell gewohnten Standard von SSDs. Dank der potenteren Grafikeinheit kann sich das Alienware 13 in den PC Mark-Tests problemlos von Ultrabooks absetzen, muss aufgrund der schwächeren GPU größere Gaming-Notebooks aber ziehen lassen.

PC Mark 8

Creative

5340 XX


5266 XX


5244 XX


5061 XX


5043 XX


4993 XX


4983 XX


4717 XX


4698 XX


4649 XX


4410 XX


4313 XX


4262 XX


4246 XX


4231 XX


4200 XX


4103 XX


3741 XX


3686 XX


3675 XX


3472 XX


3314 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

 

Gaming-Leistung

Im Bereich der Gaming-Leistung muss das Alienware 13 natürlich von zwei Blickwinkeln betrachtet werden – zunächst als klassisches, alleinstehendes Notebook, später aber auch in Kombination mit dem Grafverstärker.

Die GPU der GeForce GTX 860M gibt es dabei in zwei Ausführungen, einmal mit 640 CUDA-Cores auf "Maxwell"-Basis und einmal mit 1.152 Einheiten auf "Kepler"-Basis. Der Takt liegt hier je nach Ausführung bei 797 und 1.029 MHz. Dazu gibt es ebenfalls maximal 2 GB Speicher und ein 128 Bit breites Interface – leistungstechnisch sollte es zwischen den beiden Versionen keinen nennenswerten Unterschied geben, sehr wohl aber bei der Leistungsaufnahme. Mit der GeForce-800M-Reihe führt NVIDIA aber auch eine Reihe neuer Features ein, die teilweise auch abwärtskompatibel zu den älteren Modellen sind. Allen voran ist hier "Battery Boost" zu nennen. Die Technologie soll dabei den Akku schonen und die Laufzeit je nach Spiel und Setting nahezu verdoppeln. Möglich soll dies durch eine klügere Nutzung der zur Verfügung stehenden Leistung werden. Unser Testmuster besitzt eine GPU auf der Maxwell-Basis, was natürlich zu begrüßen ist.

Im Vergleich mit anderen Notebooks, die eine GTX 860M einsetzen, fällt auf, dass das Alienware 13 recht gut mithalten kann, ohne aber direkt aufzuschließen – signifikante Unterschiede gibt es aber gerade in der nativen FullHD-Auflösung kaum. Hier zeigt sich wieder einmal, dass die CPU nur geringfügigen Einfluss auf die tatsächliche Gaming-Leistung hat. Wer also auf externe Hilfe für die GPU verzichtet, der kann auch aktuelle Titel in hohen Qualitätssettings mit der nativen FullHD-Auflösung spielen – der Puffer fällt dann aber nicht mehr allzu groß aus. Für den Fall der Fälle können aber entweder die Qualitätseinstellungen oder die Auflösung weiter reduziert werden.

Metro 2033

native Auflösung - High Settings - MSAA 4x - AF 4x

113.77 XX


98.36 XX


95.24 XX


86.67 XX


83.33 XX


81.24 XX


65.00 XX


53.33 XX


52.88 XX


45.6 XX


40.33 XX


39.28 XX


38.67 XX


38.00 XX


34.07 XX


33.13 XX


33.00 XX


27.00 XX


27.00 XX


25.43 XX


24.31 XX


23.60 XX


23.43 XX


23.33 XX


23.30 XX


19.67 XX


11.28 XX


frames per second
Mehr ist besser

Tomb Raider

1920 x 1080 – High Settings

219.8 XX


155.7 XX


151.1 XX


113.9 XX


64.6 XX


60.2 XX


in fps
Mehr ist besser

 

Überraschend leise und gut gekühlt

Gerade ein Blick auf das Kühlkonzept verspricht spannend zu werden, schließlich hatten wir es mit einer Kombination wie beim Alienware 13 noch nie zu tun – ein ULV-Prozessor, der nicht nur auf seine interne Grafik beschränkt wird, dafür aber in einem (verglichen mit Ultrabooks) recht üppigen Gehäuse verbaut wird.

aw13-1
Alienware 13

Dass die Kombination in der Praxis aufgeht, zeigt ein Blick auf die Messwerte. Die Wärmentwicklung im Idle ist keine sonderlich große Überraschung, schließlich arbeitet dann dank der sehr gut funktionierenden Optimus-Technik ausschließlich Intels HD4400-Grafik. Die Oberfläche erwärmt sich kaum, die Lüftung ist nicht zu hören. Aber auch unter maximaler Volllast (hervorgerufen durch Prime95 + Furmark) zeigt sich das Kühlsystem entspannt. Die Oberfläche erwärmt sich in den meisten Bereichen nicht sonderlich, nur ein Bereich schrammt an der 50-°C-Marke. Gleichzeitig arbeitet der Lüfter mit 46,7 dB(A) in einem Bereich, der zwar nicht mehr als ultrasilent bezeichnet werden kann, aber auch noch nicht sonderlich stört. Dass Alienwares Lösung aufgeht zeigt aber auch ein Blick auf die Temperaturen der Komponenten. Mit 62 °C respektive 61 °C werden sowohl CPU als GPU nicht sonderlich warm. Im Grunde genommen hätte Alienware das Lüfterprofil also noch einmal deutlich konservativer einstellen können, denn zusätzliche 20 °C hätten die Komponenten durchaus verkraftet.

bench temp oberseite

 

Halb Ultrabook, halb Gamingbook

Wenig überraschend ist es, dass das Alienware 13 in unseren Messungen zu Stromverbrauch und Akkulaufzeit zwei Gesichter an den Tag legt. Immer dann, wenn die dedizierte GPU nicht benötigt wird, erinnert der 13-Zöller (wenig überraschend) stärker an ein Ultrabook als an ein Gerät, auf dem normalerweise ein Alienschädel zu erwarten wäre. Im Idle zieht unser Testkandidat gerade einmal 9,3 Watt aus der Steckdose und hält im Readers Test für den Gamingbereich rekordverdächtige 418 Minuten lang durch.

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

730 XX


137 XX
503 XX


75 XX
313 XX


77 XX
313 XX


121 XX
301 XX


58 XX
283 XX


156 XX
281 XX


90 XX
270 XX


54 XX
270 XX


78 XX
265 XX


146 XX
262 XX


88 XX
257 XX


123 XX
247 XX


90 XX
242 XX


120 XX
235 XX


100 XX
234 XX


123 XX
227 XX


121 XX
210 XX


64 XX
207 XX


110 XX
201 XX


119 XX
198 XX


85 XX
196 XX


80 XX
195 XX


66 XX
184 XX


75 XX
176 XX


88 XX
168 XX


87 XX
161 XX


76 XX
145 XX


45 XX
144 XX


65 XX
138 XX


47 XX
115 XX


38 XX
114 XX


83 XX
Minuten
Mehr ist besser

Etwas anders sieht es aus, wenn die dedizierte Grafikeinheit greift, dann werden 78 Watt benötigt und das Durchhaltevermögen schrumpft im Classic-Test auf 124 Minuten zusammen.

 

 

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 05.10.2004
Karlsruhe
Fregattenkapitän
Beiträge: 2894
Danke dür das Review. Ist schon abzusehen, wenn der Gaming Amplifier getestet werden kann?
#2
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Registriert seit: 10.05.2006

Korvettenkapitän
Beiträge: 2111
Das denen der Unsinn nicht auffällt.

Graphics Amplifier schön und gut. Aber mit ner U-CPU?

Da gehört ne dicke CPU rein und fertig.
#3
Registriert seit: 10.03.2005

Oberbootsmann
Beiträge: 846
+1

bin mir aber sicher alienware macht das im bald mit broadwell einen richtigen quad einzubauen.

zumindest den u i7 hätten sie da schon reinhauen müssen

ich hab den og. i5 in meinem ultrabook, wenn ich den untervolte schafft er es mit 2 kernen auf 2,2-2,3 ghz zu bleiben....

da kann mein i7 3920xm nur müde lachen
#4
customavatars/avatar75684_1.gif
Registriert seit: 26.10.2007
Berlin
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 472
Dell hat momentan einen Rabatt auf den Schleppi, dann kostet er in der selben Konfiguration nur noch 1250 (also mit SSD)
#5
customavatars/avatar7414_1.gif
Registriert seit: 07.10.2003
Franken
[online]-Redakteur
Beiträge: 9228
Sorry für das recht späte Feedback, aber ich habe gerade Urlaub:

Den Grafikverstärker werde ich mir ab Mitte kommender Woche vornehmen, wenn ich wieder im Büro bin.
#6
customavatars/avatar14077_1.gif
Registriert seit: 05.10.2004
Karlsruhe
Fregattenkapitän
Beiträge: 2894
Ah super! Danke Andi. Wäre es möglich ein Augenmerk auf evtl. Performanceverluste durch die Schnittstelle zu werfen? Ich nutze als eGPU an einem MacBook die Thunderboltschnittstelle, welche aber leider die PCIe-Anbindung auf pcie 2.0 x4 beschneidet. Wäre interessant wie sich der Amplifier schlägt. Vergleich z.B. Graphicsscore vom Firestrike Benchmark mit einer GPU im Amplifier und im Desktop PC.
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