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Schenker Technologies XMG P705 mit GeForce GTX 980M im Test

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Seite 2: Leistung, Laufzeit, Kühlung

 

Die Hardware-Ausstattung

Dass bei einem so kompakten Gehäuse allerdings auch gleichzeitig Kompromisse eingegangen werden müssen, zeigt sich schnell – genauer gesagt bei einem ersten Blick auf den von Schenker gewohnten Konfigurator. Es werden zwar noch immer zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten geboten, gerade im Bereich der Laufwerke, bei CPU und GPU werden hingegen deutlich weniger Optionen geboten als bislang – genauer gesagt: jeweils zwei Komponenten. Das hängt damit zusammen, dass Clevo aufgrund der flachen Bauweise auf fest verlötete Komponenten setzt. Sowohl Prozessor als auch Grafikkarte können also nicht mehr im Nachhinein geändert werden – was allerdings in der Praxis ohnehin selten der Fall ist.

schenker p705-11
Schenker P705

Als Prozessor bietet Schenker entweder einen Intel Core i7-4870HQ an, wie wir ihn im P505 vorgefunden haben, oder aber den günstigeren und wesentlich geläufigeren Core i7-4710HQ. Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich um das Refresh-Modell der Core i7-4700HQ. Der Core i7-4710HQ ist nicht gesockelt, sondern fix mit dem Mainboard verbunden und kann entsprechend nicht getauscht werden. Das ermöglicht kompaktere Bauweisen, sodass beispielsweise mehr Platz für SSDs im Inneren geboten werden kann. Beim 4710HQ handelt es sich davon einmal abgesehen um eine nur leicht modifizierte Version des Core i7-4710MQ,, der sich als „Brot-und-Butter"-Modell der Haswell-Generation etabliert hat. Die Unterschiede belaufen sich auf eine minimal schnellere Grafikeinheit des HQ-Modells, denn die GPU taktet im Turbo-Modus 50 MHz höher als beim M-Modell. Es wird die Haswell-Architektur genutzt, was zu einer TDP von 47 Watt führt. Die vier Kerne, die dank Hyperthreading acht Aufgaben gleichzeitig abarbeiten können, takten standardmäßig mit 2,5 GHz, im Turbo kann ein Kern kurzfristig auch mit 3,5 GHz zu Werke gehen. Der Cache beläuft sich auf 6 MB.

In unserem Testmuster wird der Prozessor mit einem 16 GB fassenden Arbeitsspeicher kombiniert. Die Zusammenstellung kann überzeugen und liefert die aktuell üblichen Werte. Im Cinebench 11 werden 7,17 Punkte erreicht, während es bei der 15er Version 660 Punkte sind. Damit steht fest: Das P705 lässt sich auch von anspruchsvollsten Aufgaben nicht aus der Ruhe bringen. Wer etwas Vernunft walten lässt, erkennt schnell, dass das Upgrade auf den größeren Prozessor nicht wirklich sein muss.

Cinebench 15

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Die gute Systemleistung geht aber auch auf die Kappe der verbauten SSD. Die bietet gute Übertragungsraten von 537,7 MB/s, ohne dass die Ausfall-Sicherheit von einem RAID-Verbund in Mitleidenschaft gezogen wird. Die hohe Performance danken die PC-Mark-Tests, denn sowohl im Home, als auch im Creative-Test kann das P705 mit einer exzellenten Leistung auftrumpfen.

PC Mark 8

Creative

5340 XX


5266 XX


5244 XX


5061 XX


5043 XX


4993 XX


4983 XX


4717 XX


4698 XX


4649 XX


4410 XX


4313 XX


4262 XX


4246 XX


4231 XX


4200 XX


4103 XX


3741 XX


3686 XX


3675 XX


3472 XX


Futuremark Punkte
Mehr ist besser

 

Gaming-Leistung

Wirklich interessant wird aber natürlich erst ein Blick auf die Spieleleistung, schließlich haben wir es mit einem waschechten Gaming-Boliden zu tun. Während das XMG P705 Pro auch mit einer GeForce GTX 970M ausgestattet werden kann, kommt unser Testkandidat mit der GTX 980M daher.

Die GeForce GTX 980M bietet 1.536 Shadereinheiten, die mit einem Takt von 1.038 MHz arbeiten. Je nach Notebook können die Hersteller in Abstimmung mit NVIDIA einen Boost-Takt festlegen - abhängig von der zur Verfügung stehenden Kühlung. Die 1.536 Shadereinheiten teilen sich in 12 Maxwell-Streaming-Multiprozessoren zu jeweils 128 Shadereinheiten in einem dieser Blöcke auf. Pro SMM stehen jeweils acht Textureinheiten bereit, sodass wir bei 12 x 8 auf 92 dieser Textureinheiten kommen. Die ROPs sind an das 256 Bit breite Speicherinterface gebunden, sodass wir auch hier wie in den Desktop-Varianten 32 dieser Renderbackends sehen. Wie NVIDIA bei einem "nur" 256 Bit breiten Speicherinterface dennoch die Speicherbandbreite bzw. deren Effizienz gesteigert haben will, haben wir ebenfalls bereits im Launch-Review zur den Desktop-Maxwells geklärt. Eine möglichst gute Speicherkomprimierung spielt dabei eine wesentliche Rolle. Die GeForce GTX 980M lässt ihren 8.192 MB großen Speicher mit 1.250 MHz arbeiten, sodass die Speicherbandbreite bei 160 GB pro Sekunde liegt.

Darüber hinaus wird Battery-Boost geboten, ein Feature, das gerade dann helfen soll, wenn häufig fernab der Steckdose gespielt wird. Dank eines Frame-Limiters kann einerseits die Akkulaufzeit drastisch erhöht werden, andererseits bricht die Leistung nicht mehr so deutlich ein, wenn das Stromkabel gezogen wird. Dass beide Features sehr gut funktionieren, hat unser Test der GeForce GTX 970M gezeigt.

Wie sollte es auch anders sein: Die Leistung liegt auf einem erstklassigen Niveau und entspricht in etwa (im Rahmen der Messgenauigkeit) den Ergebnissen, die wir schon bei MSI GT72 (zum Test) und ASUS ROG G751 (zum Test) gesehen haben. Im 3D Mark Fire Strike-Test werden 8.339 Punkte erreicht, während es im Cloud-Gate-Test 21.854 Punkte sind. Wer das vergleichsweise anspruchslose Anno 2070 spielen möchte, kann sich über 130,95 fps in der nativen Auflösung freuen, im aktuellen Tomb Raider sind es, ebenfalls in der nativen Auflösung, 151,5 fps – Puffer ist also auch bei einem aktuellen Spiel reichlich vorhanden. Wer also aktuell in eine GeForce GTX 980M investiert, wird auch in den kommenden Monaten keine Probleme bekommen. 

Tomb Raider

1920 x 1080 – High Settings

219.8 XX


155.7 XX


151.1 XX


113.9 XX


64.6 XX


in fps
Mehr ist besser
 

Metro 2033

native Auflösung - High Settings - MSAA 4x - AF 4x

113.77 XX


98.36 XX


95.24 XX


86.67 XX


83.33 XX


81.24 XX


65.00 XX


53.33 XX


52.88 XX


45.6 XX


40.33 XX


39.28 XX


38.67 XX


38.00 XX


34.07 XX


33.13 XX


27.00 XX


27.00 XX


25.43 XX


24.31 XX


23.60 XX


23.43 XX


23.33 XX


23.30 XX


19.67 XX


11.28 XX


frames per second
Mehr ist besser

Bioshock Infinite

native Auflösung - High Settings

183.85 XX


168.57 XX


160.51 XX


123.74 XX


106.31 XX


101.65 XX


87.9 XX


87.78 XX


82.40 XX


82.33 XX


60.52 XX


54.9 XX


54.55 XX


52.49 XX


52.45 XX


50.71 XX


46.77 XX


46.66 XX


40.33 XX


38.97 XX


37.03 XX


36.5 XX


35.77 XX


33.43 XX


32.04 XX


0.0 XX


0.0 XX


frames per second
Mehr ist besser

GRID 2

native Auflösung - High Settings

184.81 XX


165.72 XX


141.07 XX


137.14 XX


132.92 XX


132 XX


122.6 XX


113.74 XX


111.53 XX


104.55 XX


101.83 XX


101.65 XX


93.54 XX


90.69 XX


88.53 XX


87.98 XX


86.67 XX


84.77 XX


80.26 XX


72.46 XX


71.01 XX


66.63 XX


62.42 XX


51.53 XX


15.77 XX


frames per second
Mehr ist besser

 

Etwas lauter, aber gut gekühlt

schenker p705-3
Schenker P705

Das Kühlsystem war noch nie das herausstechende Merkmal der Clevo-Barebones – und ist es auch zum Jahreswechsel 2014/2015 noch nicht. Dennoch kann Clevo attestiert werden, dass durchaus Fortschritte gegenüber den vorherigen Generationen gemacht wurden. Im normalen Windows-Betrieb agiert die Lüftersteuerung nun deutlich stoischer als noch bei den letzten Geräten. Ab und an dreht der Lüfter zwar auch im normalen Desktop-Betrieb noch hoch, das ist nun aber wesentlich seltener der Fall als noch bei den letzten Generationen. Erst unter Volllast beschleunigt der Lüfter ordentlich und bleibt denn mit 50,8 db(A) nicht mehr sonderlich leise. Es gibt zwar im 17-Zoll-Segment deutlich lautere Vertreter wie beispielsweise das Aorus X7 Pro, das ASUS ROG G751 zeigt anders herum aber, dass es auch deutlich leiser geht.

bench temp oberseite

Erfreulich ist aber, dass Clevo die Temperaturen gut im Griff hat. CPU und GPU bewegen sich zu jedem Zeitpunkt in einem unbedenklichen Rahmen. Throtteling kann auf diese Weise verhindert werden. Ähnliches gilt auch für die Oberflächen-Temperaturen. Zu warm wird das P705 weder auf der Ober- noch auf der Unterseite, kann also auch als klassischer Laptop genutzt werden, wenn denn das Gewicht kein Problem ist.

 

Mobil, wenn auch mit Einschränkungen

Rückblickend hat sich die Akkulaufzeit bei aktuellen Gaming-Notebooks in der Tat ordentlich verbessert. Früher war nicht daran zu denken, einen Gaming-optimierten portablen Rechner auch nur ein paar Meter zu bewegen, heute sieht das schon deutlich besser aus, was nicht nur an den immer mobileren Formfaktoren liegt – unser Schenker Technologies XMG P705 ist für ein 17-Zoll-Notebook durchaus noch als handlich zu bezeichnen (von der reinen Diagonale einmal abgesehen). Auch mit der Akkulaufzeit wird es immer besser. So hält unser Testkandidat im leerlauf-ähnlichen Betrieb mehr als drei Stunden durch, während es im Last-Test von Battery Eater noch mehr als eineinhalb Stunden sind. Das sind zwar, verglichen mit Ultrabooks, wahrlich keine Fabelwerte, es ist aber problemlos möglich auch einmal kürzere Ausflüge mit dem XMG P705 zu machen.

Akkulaufzeit

Battery Eater - Classic/Reader

503 XX


75 XX
313 XX


77 XX
313 XX


121 XX
301 XX


58 XX
283 XX


156 XX
281 XX


90 XX
270 XX


54 XX
270 XX


78 XX
265 XX


146 XX
262 XX


88 XX
257 XX


123 XX
247 XX


90 XX
242 XX


120 XX
235 XX


100 XX
234 XX


123 XX
227 XX


121 XX
210 XX


64 XX
207 XX


110 XX
201 XX


119 XX
198 XX


85 XX
196 XX


80 XX
195 XX


66 XX
184 XX


75 XX
176 XX


88 XX
168 XX


87 XX
161 XX


76 XX
145 XX


45 XX
144 XX


65 XX
138 XX


47 XX
115 XX


38 XX
114 XX


83 XX
Minuten
Mehr ist besser

Untermauert wird dieser Anspruch von unseren Messungen zum Stromverbrauch. Im Leerlauf konsumiert das P705 rund 22,5 Watt, während es unter maximaler Last 197 Watt sind.