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MSI GT72 mit GeForce GTX 980M im Test

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Seite 3: Display + Fazit

Hell aber ungleichmäßig

Bereits bei unserem ersten GT72-Sample konnte das 17,3 Zoll große FullHD-Panel mit einer hellen und kontrastreichen Darstellung aufwarten. Daran ändert sich auch dieses Mal nichts. Mit einer, über das Panel gemittelten, maximalen Leuchtdichte von 299 cd/m2 ist das GT72 hell genug, um auch dann punkten zu können, wenn es einmal direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird. Das von MSI eingesetzte Panel spannt dabei allerdings eine sehr große Helligkeitsspanne auf. Maximal werden 340 cd/m2 erreicht, während es minimal nur 262 cd/m2 sind – entsprechend schlecht fällt die Homogenität aus, die nun bei 77 Prozent liegt. Im Gegenzug kann das Panel erneut mit einem sehr guten Kontrastverhältnis von 1026:1 aufwarten.

msi gt72 980 1
MSI GT72

MSI setzt beim GT72 auf ein TN-Panel. Entsprechend wird nur eine eingeschränkte Farbraumabdeckung geboten. Zusätzlich müssen Ungenauigkeiten beim Weißpunkt akzeptiert werden, denn mit durchschnittlich 7667 Kelvin besitzt das Display einen leicht sichtbaren Blaustich. Im Gegenzug kann die TN-Technik bauartbedingt aber mit kürzeren Reaktionszeiten aufwarten, was Gamern deutlich zugutekommt.

Gutes noch besser gemacht

Das MSI GT72 konnte uns schon vor einigen Wochen überzeugen, das ändert sich nicht. Das Gehäuse fällt in der neuen Version deutlich hochwertiger aus als noch zuvor. Ebenso hat MSI im Bereich der Optik deutliche Fortschritte gemacht, denn der neue 17-Zöller wirkt beinahe etwas seriös. Abgerundet wird das Case von einer umfangreichen und gut positionierten Schnittstellenausstattung. Einzig einen USB-Anschluss hätten wir uns auf der Rückseite gewünscht. Wo Licht ist, da ist aber bekanntlich auch Schatten. Um den Platz im Gehäuse effizienter nutzen zu können, hat sich MSI dazu entschlossen, den Akku fix im Gehäuse zu verbauen – eine Entscheidung, die in unserer Community nicht gut angekommen ist.

Die von MSI integrierten Eingabe-Geräte können größtenteils überzeugen. Die Steelseries-Tastatur besitzt einen guten Druckpunkt und ein angenehmes Schreibverhalten. Leider nutzt MSI wieder einmal das bekannt katastrophale Tastatur-Layout. Clevo hat sich da unlängst deutlich lernbereiter gezeigt. Nicht fehlen darf natürlich auch eine Beleuchtung der Tasten, die im Falle des GT72 außerordentlich flexibel konfigurierbar ist.

Die Leistung liegt auf dem erwarteten sehr hohen Niveau. Sowohl CPU als auch SSD-RAID bieten mehr Leistung, als in der Regel benötigt wird. Das Schmankerl ist aber die von nun an eingesetzte GeForce GTX 980M. Die Karte liefert extrem gute Leistungswerte und ermöglicht aktuell ein Spielen mit höchsten Settings und darüber hinaus viel Puffer für die Zukunft. Gleichzeitig kann die GPU mit einer deutlich gesteigerten Effizienz aufwarten.

Davon profitiert die Kühlung aber leider nicht im erhofften Umfang, denn die Temperaturen sinken zwar erheblich, davon profitiert aber nicht die Lautstärke. An dieser Stelle sollte MSI die Lüftersteuerung noch einmal etwas optimieren. Es gilt aber: MSI konnte in diesem Bereich gegenüber den Vorgänger-Generationen dennoch große Fortschritte machen.

Ein weiterer Nutznießer der neuen GPU ist der Akku-Betrieb. Nicht nur, dass Battery Boost in der Praxis deutliche Vorteile bietet, die Akkulaufzeit fällt im Vergleich zur Vorgänger-Generation grundsätzlich merklich länger aus, wenn die GPU belastet wird.

Das von MSI eingesetzte Display wiederum kann mit einer hohen Helligkeit und einem üppigen Kontrast punkten, erweist sich aber recht inhomogen und blaustichig.

Alles in allem ist das MSI GT72 ein High-End-Gaming-Notebook der Sonderklasse, das zu den aktuell schnellsten Modell mit „nur" einer GPU gehört. Neben der Leistung kann insbesondere die Akkulaufzeit vom Wechsel zu Maxwell profitieren, während es bei der Lautstärke keinerlei Vorteile gibt.

eh msi gt72 980

Positive Aspekte des MSI GT72:

  • sehr hohe Gaming-Leistung
  • sehr hohe System-Performance
  • überzeugende Temperatur-Entwicklung
  • gute Schnittstellen-Ausstattung
  • helles und kontrastreiches Bild

Negative Aspekte des MSI GT72:

  • Keine Optimus-Integration
  • Akku kann nicht selbstständig getauscht werden

 

 

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 05.12.2006
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Hauptgefreiter
Beiträge: 199
Danke für den Test!

Wie groß wäre im Benchmark denn der Unterschied, wenn man, anstelle der 980M + SSD RAID, das Modell mit 970M + HDD nimmt? Längere Ladezeiten ist klar, aber von der Performance im Grafikbereich?

Leider gibt es bei einem Punkt völlige Unklarheit und selbst MSI gibt da unterschiedliche Informationen auf Nachfrage heraus. Bei dem günstigsten Modell mit 970M ist "nur" eine 1000GB HDD verbaut und keine SSD. Nun wird an anderer Stelle gesagt, dass das günstigere Modell keinen M2 SSD Slot bietet um nachzurüsten, da dies dem teureren Modell vorbehalten sein soll. Woanders heißt es wieder, M2 SSD ist in jedem Modell enthalten nur eben bereits bestückt, oder nicht.

Kann da jemand was genaueres sagen?

Stefan
#2
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 435
Und wie ist es mit Austauschen der SSD/HDD? Möglich? Wie weit ist die Lüftersteuerung anpassbar?

2100€ aber Lüfter immernoch sacklaut? Naja hauptsache voll boa Leistung! Krassa Award is klaro!
#3
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Registriert seit: 05.12.2006
Hamburg
Hauptgefreiter
Beiträge: 199
Zitat Numrollen;22799888
Und wie ist es mit Austauschen der SSD/HDD? Möglich? Wie weit ist die Lüftersteuerung anpassbar?

2100€ aber Lüfter immernoch sacklaut? Naja hauptsache voll boa Leistung! Krassa Award is klaro!


Du hast einen Slot für HDD/SSD und einen 4er M2.SSD Slot. Gedenkst Du also eine 2,5er zu verbauen, ist dafür nur ein Slot vorgesehen. Es gibt zwar ein weiteres Fach, jedoch ist dieses nicht verdrahtet.

Stefan
#4
Registriert seit: 26.12.2008

Obergefreiter
Beiträge: 111
Also im Vergleich zum Asus G751 würde ich das MSI GT72 derzeitig vorziehen, da die Wartung - insbesondere Reinigung der Lüfter - bei MSI möglich ist, ohne das komplette Gerät auseinanderzubauen.
Bei den Temperaturen hat das GT72 noch Luft nach oben. Wäre wünschenswert, wenn MSI im Bios oder per Software Optionen zur Lüftersteuerung zuließe (Full power "laut und kühler" und "Full power leiser und wärmer".
#5
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Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 586
Die Wartung ist trotzdem ein Graus und als ich las "akku nur durch servicetechniker tauschbar" war das Ding vollends für mich gestorben ...so eine scheisse braucht keiner.
Ein 2000€ Gerät sollte ein Fast Access Gehäuse bieten bei dem Schnellzugriff auf Datenträger, Lüfter und selbstverständlich auf den Akku besteht.
#6
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Registriert seit: 05.12.2006
Hamburg
Hauptgefreiter
Beiträge: 199
Ich weiß, es ist nicht pauschal zu sagen, aber ich hatte noch mit keinem Notebook Probleme mit dem Akku, geschweige denn, dass ich den wechseln wollte. Bisher war der immer an seinem Platz, es sei denn ich habe eine Dockingstation genutzt, dann wurde der auch mal abgenommen, aber sonst...
Ansonsten ist doch alles fast access. Unten den Deckel auf und Festplatte, M.2-Slot, RAM etc. alles direkt erreichbar. Selbst die Graka kann man so ausbauen.
#7
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Registriert seit: 04.12.2005
Vogtland
Gefreiter
Beiträge: 53
Hallo
Kann man eine zweite festplatte nachrüsten ?
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