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Acer TravelMate P645-MG im Test

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Seite 3: Display und Fazit

Wer ernsthaft mit dem TravelMate P645-MG arbeiten möchte, wird das Display schnell zu schätzen lernen. Denn Acer hat dem Touchscreen-Trend widerstanden und setzt auf eine matte Oberfläche. Die 14 Zoll messende Anzeige löst mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf und nutzt die IPS-Technik, was in einer guten Farbdarstellung und großzügigen Blickwinkeln resultiert. Angesichts des nicht spiegelnden Displays fällt die nur leicht überdurchschnittliche Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung beim Einsatz im Freien kaum ins Gewicht. Die maximal möglichen 290 cd/m2 reichen oftmals aus, erst bei direkter Sonneneinstrahlung ergeben sich größere Probleme.

Mattes und oftmals ausreichend helles Display
Mattes und oftmals ausreichend helles Display

Vollends überzeugend ist die Beleuchtung aber dennoch nicht, denn die Gleichmäßigkeit fällt nur befriedigend aus: Bei höchster Einstellung beträgt die Differenz zwischen hellster und dunkelster Stelle 66 cd/m2, was eine Homogenität von 78 Prozent bedeutet. Dafür gefällt das hohe Kontrastverhältnis von 1.112:1. Eine Konfiguration mit Touch-Display gibt es nicht.

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Fazit

Das TravelMate P645-MG ist so etwas wie die graue Maus unter den Ultrabooks. Wo andere Hersteller - und auch Acer beim Aspire S7 - auf sehr eigenständige und teils extravagante Designs setzen, versteckt sich das 14-Zoll-Notebook. Doch unter der etwas tristen Schale verbirgt sich jede Menge ansprechende Technik, die für mehr als nur Office und Co. geeignet ist.

Pro: Umfangreiche Ausstattung, hohe Verarbeitungsqualität und viel GPU-Leistung für ein Ultrabook
Pro: Umfangreiche Ausstattung, hohe Verarbeitungsqualität und viel GPU-Leistung für ein Ultrabook

Dennoch, angesprochen dürften sich vor allem diejenigen fühlen, die einen mobilen Rechner für den professionellen Einsatz suchen. Denn hierfür bietet das TravelMate in Form von VGA- und Docking-Port jede Menge Vorteile, das verbaute TPM-Modul und der Fingerabdruck-Scanner bietet ein überdurchschnittlich hohes Maß an Sicherheit. Und wer unterwegs arbeiten will oder muss, wird schnell gefallen am Mobilfunkmodem finden. Gleiches gilt für Tastatur und Touchpad, auch wenn beide Eingabegeräte jeweils ein kleine Schwäche haben. Ähnlich sieht es beim Display aus, das hinsichtlich der Beleuchtung nicht völlig überzeugen kann.

Contra: Keine überzeugenden Laufzeiten, zu geringe CPU-Leistung und permanent arbeitender Lüfter
Contra: Keine überzeugenden Laufzeiten, zu geringe CPU-Leistung und permanent arbeitender Lüfter

Es gibt aber auch einige klare Schwächen. Dazu gehört vor allem die Akkulaufzeit, die für ein „Haswell“-Ultrabook klar unterdurchschnittlich ausfällt - auch wenn dies vor allem auf das Konto der AMD-Grafikösung geht; hier lohnt ein Blick auf Konfigurationen ohne zusätzliche GPU. Zudem sind einige Schnittstellen ungünstig platziert und WLAN nach ac-Standard sollte im Jahr 2014 in einem professionellen Notebook nicht fehlen.

Aber: Viele direkte Konkurrenten gibt es nicht. Erst wenn man auf eine diskrete Grafiklösung verzichtet, stehen vergleichbare Geräte ab etwa 1.350 Euro zur Verfügung. Zu nennen sind hier vor allem Dells Latitude E7440, das Lenovo ThnikPad T440p und das Sony Vaio Duo 13. Für eine klare Empfehlung reicht es trotz des beinahe Alleinstellungsmerkmals nicht, dieser stehen die zwar kleinen, aber nicht wenigen Kritikpunkte im Wege.

Positive Aspekte des Acer TravelMate P645-MG:

  • sehr gute Verarbeitung
  • zahlreiche Schnittstellen inklusive Docking-Port
  • mattes und oftmals ausreichend helles Display
  • integriertes Mobilfunkmodem
  • gute Eingabegeräte
  • RAM und HDD einfach tauschbar

Negative Aspekte des Acer TravelMate P645-MG:

  • teils unterdurchschnittliche Laufzeiten
  • permanent hörbarer Lüfter
  • Drosselung der CPU
  • teils ungünstig platzierte Schnittstellen