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Acer Aspire S7-392 im Test

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Seite 2: Leistung, Laufzeit und Kühlung

Im Rahmen der Überarbeitung hat Acer auch Hand an die Innereien des S7 gelegt. Wo im ersten Modell noch eine „Ivy Bridge“-CPU ihre Dienst verrichten musste, steht nun der Nachfolger „Haswell“ bereit. Der größte Vorteil des Wechsels ist dabei nicht die Mehrleistung, die in der Regel in Ultrabooks keine großen Auswirkungen hat, sondern die gesteigerte Effizienz: Die aktuelle Generation kommt mit weniger Energie aus. In der Testkonfiguration kommt ein i7-4500U zum Einsatz, der über zwei Hyper-Threading-taugliche CPU-Kerne verfügt, die mit 1,8 bis 3,0 GHz arbeiten. Wie alle „Haswell“-Modelle wird auch dieser ULV-Prozessor in 22 nm gefertigt und verfügt über eine integrierte GPU, mit der man sich nicht nur die TDP, 15 W, sondern auch den Cache, 4 MB, teilt. Die verbaute Grafiklösung hört auf den Namen HD Graphics 4400 und taktet mit 200 bis 1.100 MHz.

Cinebench 11

CPU

Punkte
Mehr ist besser

Gepaart mit - fest verlöteten - 8 GB Arbeitsspeicher steht somit ausreichend Leistung für die typischen Ultrabook-Aufgaben wie Office und Co. zur Verfügung. Im PCMark 7 werden gute knapp 5.100 Punkte erreicht, im neueren PCMark 8 sind es je nach Szenario etwa 2.060 bis 2.160 Punkte. Dabei profitiert das S7-392 vor allem vom schnellen Massenspeicher, bei dem Acer erneut auf eine ungewöhnliche Kombination setzt. Denn zum Einsatz kommt ein mSATA-Modul, auf dem sich allerdings zwei 128 GB fassende SSDs befinden. Als RAID zusammengefasst stehen so 256 GB zur Verfügung, die maximale Übertragungsrate liegt dann bei rund 830 MB/s.

Dass Programme, die fordernder als Office sind, nicht unbedingt etwas für das S7 sind, zeigen weitere Benchmarks. So offenbart der Cinebench 11.5 unübersehbar, dass die CPU-Leistung klar auf ULV-Niveau liegt, weniger als 1.000 Punkte im 3DMark 11 (Performance) attestieren darüber hinaus eine schwache GPU-Performance. Überraschend ist dies jedoch nicht, dafür ist „Haswell“ bereits zu lange am Markt und bekannt. Wer dennoch hin und wieder auch ein anspruchsvolleres Spiel starten will, muss Details und Auflösung deutlich reduzieren.

Längere Laufzeit

Eines Ultrabooks nahezu unwürdig waren die Laufzeiten des S7-391. Im Test konnte der Mobilrechner selbst bei geringer Last nicht über die 5-Stunden-Marke springen, bei hoher Last war mit einer Ladung des Akkus gerade ein mal rund 1 Stunde möglich. Diesem Makel hat sich Acer gleich aus zwei verschiedenen Richtungen angenommen: Zum einen durch den bereits erwähnten Wechsel von „Ivy Bridge“ hin zu „Haswell“, zum anderen durch den ebenfalls thematisierten neuen Akku. Dieser fasst nun 6.280 statt 4.680 mAh respektive 47 statt 35 Wh.

Der Anschluss für einen Zusatzakku fehlt, für gute Laufzeiten reicht es aber auch so
Der Anschluss für einen Zusatzakku fehlt, für gute Laufzeiten reicht es aber auch so

Die Auswirkungen dieser Veränderungen können sich sehen lassen. Bei geringer Last (Battery Eater Reader’s Test) schafft das S7-392 8 Stunden und 32 Minuten und hält somit 80 Prozent länger durch als der Vorgänger. Ähnlich sieht es bei fordernderen Aufgaben aus, hier muss das Ladegerät erst nach 2 Stunden und 1 Minuten wieder angeschlossen werden, ein Plus von 70 Prozent. Der Blick auf den Verbrauch zeigt dabei, dass vor allem im Hochlastbetrieb der „Hunger“ zurückgegangen ist, nur noch etwa 31 statt wie zuvor knapp 40 Watt werden hier benötigt; im Leerlauf gibt es mit circa 10 Watt in der Spitze jedoch keinen Unterschied.

Leiser und gedrosselt

Einen großen Sprung nach vorne hat das S7 auch beim Thema Lautstärke und Kühlung gemacht. Durch einen veränderten Aufbau letzterer sowie einer veränderten Lüftersteuerung ist das Notebook im Leerlauf überwiegend nicht zu hören. Nur ab und an springen die beiden Ventilatoren an, halten sich aufgrund der tiefen Frequenzen in puncto Belästigung aber zurück. Gleiches gilt für Volllastphasen. Zwar sind die Lüfter dann mit bis zu 39 dB(A) nicht zu überhören, die Geräuschkulisse erinnert aber eher an ein Rauschen. Gegenüber dem Vorgänger ist dies eine klar positive Entwicklung.

Flach und vergleichsweise hohe Leistung, aber dennoch kühl und leise
Flach und vergleichsweise hohe Leistung, aber dennoch kühl und leise

Dass diese nicht zu Lasten der Temperaturen geht, zeigen unsere Messungen. Im Leerlauf erreicht das Gehäuse punktuell maximal gut 31 und 41 Grad Celsius an der Ober- und Unterseite, nach langen Lastphasen sind es etwa 40 und 44 Grad Celsius. Mit 79 Grad Celsius bleibt der i7-4500U ein gutes Stück von seinem Limit entfernt, Throtteling ist in begrenztem Umfang aber dennoch zu erkennen. Denn während die GPU unter Volllast mit 700 bis 900 MHz arbeitet, wird die CPU bei gleichzeitiger Beanspruchung bei 1,2 GHz gebremst. Beobachten konnten wir diesen Effekt allerdings nur in praxisfernen Versuchen.