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Toshiba Qosmio X70 im Test

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Seite 3: Display + Fazit

 

Das Display

toshiba x70 11

Toshiba setzt bei seinem Qosmio X70 auf das bei den meisten Gaming-Notebooks gängige 17-Zoll-Format und die damit einhergehende Auflösung von 1920x1080 Bildpunkten. Während viele Ultrabooks bereits mit noch höheren Auflösungen aufwarten können, sieht es bei Gaming-Geräten noch ein wenig anders aus. Ein kurzer Blick auf unsere Gaming-Benchmarks schafft an dieser Stelle auch Klarheit, denn für noch höher auflösende Displays fehlt den mobilen GPUs aktuell schlichtweg der Wumms. Trotz des gehobenen Preises setzt Toshiba aber leider auf ein TN-Panel, was in einer schwachen Blickwinkelstabilität und ein nicht optimalen Farbdarstellung resultiert. Gerade ersteres ist störend, wenn das X70 für Filmabende mit mehreren Personen genutzt werden soll.

bench display

Das Panel versteckt sich hinter einer Glare-Oberfläche. Da das Qosmio X70 aber eine gute maximale Helligkeit von gemittelt 328,22 cd/m2 besitzt, gibt es keine allzu großen Probleme hinsichtlich der Aufstellung, denn die meisten Spiegelungen können einfach überstrahlt werden. Auch das Kontrastverhältnis liegt mit einem Wert von 732:1 auf einem ansprechenden Niveau. Weniger gut sieht es hingegen bei der Farbneutralität aus. Hier konnten wir einen Wert von 7.747 Kelvin ermitteln, was eine deutlich zu kalte Farbdarstellung zur Folge hat.

Fazit

Das Toshiba Qosmio X70 ist ein Premium-Gaming-Notebook, das diesem Anspruch in vielerlei Hinsicht gerecht wird, das schlussendlich für das Gebotene aber doch zu teuer ist.

Ob die Optik des Qosmio X70 nun gefällt, ist Geschmackssache, der 17-Zöller kann sich aber angenehm von der Masse abheben. Über jeden Zweifel erhaben ist das sehr gut verarbeitete und hochwertige Aluminium-Gehäuse. Gleiches gilt auch für die Eingabegeräte, denn die Tastatur besitzt nicht nur ein sehr gutes Layout, sondern lässt sich auch hervorragend tippen. Zusätzlich gibt es auch noch eine gleichmäßige, leider aber nicht regulierbare Hintergrundbeleuchtung. Weniger überzeugend fällt hingegen die Schnittstellenbestückung aus, denn während es an der reinen Anzahl nichts auszusetzen gibt, ist die Platzierung teils etwas unglücklich. Die Buchsen sitzen zu weit vorne am Gehäuse, was für Kabelchaos auf dem Schreibtisch sorgt.

Ein wenig zwiespältig verhält es sich mit der Leistung unseres Luxus-Gamers. Da Toshiba auf eine vergleichsweise schwache Grafik für ein Gerät dieser Preisklasse setzt, ist die Performance gut, aber eben nicht hervorragend. Dafür wird zwar an anderer Stelle mit einem großen Arbeitsspeicher und einem riesigen Datengrab, das noch dazu von einer SSD unterstützt wird, viel geboten. Gerade Gamern geht es aber eben doch in erster Linie um die Performance. Hier wäre eine GTX 780M wünschenswert gewesen.

Da Toshiba noch dazu auf einen recht schwachen Akku setzt, ist das Qosmio X70 auch für ein Gaming-Gerät nur mäßig mobil, denn dank immer besserer Stromspar-Mechanismen können Gaming-Notebooks zumindest im Idle häufig überzeugen. Die Kühlung, bisher eine von Toshibas Kernkompetenzen, muss ebenfalls Federn lassen, denn auch wenn die Temperaturen prinzipiell passen, so ist das X70 doch lauter als seine Vorgänger – insgesamt liegt es nun nur noch im Mittelfeld.

Das von Toshiba eingesetzte TN-Panel ist angenehm hell und kontrastreich, sodass die Glare-Oberfläche kein Praxisproblem darstellt. Schade ist nur, dass Toshiba dem Panel ab Werk eine deutlich zu kalte Farbabstimmung spendiert.

Alles in allem ist das Toshiba Qosmio X70 ohne Frage ein gutes Gaming-Notebook, das sich für den aufgerufenen Preis aber ein paar Schwächen erlaubt.

 

Positive Aspekte des Toshiba Qosmio X70:

  • ansprechende Gaming-Leistung
  • viel Speicherplatz
  • gute Verarbeitungsqualität und Materialgüte
  • guter Sound

Negative Aspelte des Toshiba Qosmio X70:

  • hoher Preis
  • gmessen am Preis schnellere Grafik wünschenswert
  • kurze Akkulaufzeit
  • kalte Displayabstimmung