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Schenker Technologies C703 im Test

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Seite 3: Display + Fazit

Helles, kontrastreiches aber inhomogenes Display

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Schenker stattet seinen 17-Zöller mit einem TN-Panel aus, das mit der FullHD-Auflösung daherkommt. Erfreulicherweise besitzt dieses eine matte Oberfläche, was den mobilen Einschlag unterstreicht. In Kombination mit der maximalen Helligkeit von durchschnittlich 334 cd/m2 und dem Kontrastverhältnis von 1016:1 kann das XMG C703 so problemlos auch außerhalb der eigenen vier Wände genutzt werden. Einzig in sehr hellen Situationen wären etwas größere Reserven wünschenswert – die bieten aber nur wenige Geräte. Weniger überzeugend in unseren Tests fiel die Homogenität aus. Bei maximaler Helligkeit reicht das Leuchtstärke von 280 cd/m2 bis hin zu 372 cd/m2. Solch große Unterschiede fallen auch mit bloßem Auge auf.

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Die subjektive Darstellung wirkt bereits ein wenig blaustichig, unser Colorimeter bestätigte uns dann  zusätzlich, dass das Panel mit durchschnittlich 7271 Kelvin etwas zu kühl abgestimmt ist. Die meisten Nutzer wird das nicht weiter stören, wenn Fotos nachbearbeitet werden, sollte aber vorab nachjustiert werden. Auf einem für TN-Panels normalen Level befindet sich die Blickwinkelstabilität, sodass es nur dann zu Problemen kommen kann, wenn mehrere Nutzer vor dem Rechner sitzen. Generell ist es schade, dass bei einem Premium-Gerät wie dem C703 kein IPS-Panel zum Einsatz kommt – dieses würde für die nächste Generation ganz weit oben auf unserer Wunschliste landen.

Alternative Konfigurationen

Das Schenker Technologies XMG C703 ist, wie bereits erwähnt, nur eine von vielen Inkarnationen eines aktuellen MSI-Barebones. So besteht prinzipiell auch die Möglichkeit, sich bei MSI direkt, aber beispielsweise auch bei Medion umzusehen. Der große Vorteil des C703 liegt aber in seiner flexiblen Konfigurierbarkeit. Diese fällt zwar weniger umfangreich aus, als bei Schenker gewohnt, gerade beim Storage-Bereich ist jedoch deutlich mehr möglich als bei unserem Testmuster. Eines sollte dem Interessenten aber klar sein. Soll eine SSD genutzt werden (und das würden wir jedem empfehlen), geht es nicht viel günstiger als bei unserem Testmuster.

Fazit

Das Schenker Technologies XMG C703 zeigt recht eindeutig, in welche Richtung es in den kommenden Jahren auch bei den Gaming-Notebooks gehen wird – klein und flach ist sexy! Für einen ersten Ausflug in diese Gefilde ist das C703 bereits eine erstaunlich runde Sache, die aber mit kleineren Schwachstellen zu kämpfen hat.

Das Gehäuse sieht nicht nur gut aus, sondern vermittelt auch eine hohe Mobilität. Wer sein großformatiges Gaming-Notebook wirklich mobil nutzen möchte, ist hier an der richtigen Stelle. Zudem ist es gut verarbeitet, kann zahlreiche (nicht immer optimal sitzende) Anschlüsse vorweisen und ist darüber hinaus mit einer guten Tastatur ausgestattet. Weniger gut haben uns die fingerabdruck-anfällige Oberfläche und der sehr flexible Deckel gefallen.

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Die Hardware ist nicht ganz so flexibel konfigurierbar, wie das mancher Interessent sicher gerne hätte, die Kombination aus i7-4700HQ und GTX 765M kann aber überzeugen. Für Alltagsaufgaben steht – auch dank der schnellen SSD – immer mehr als genügend Leistung zur Verfügung und auch aktuelle Games laufen flüssig. Allerdings fällt auf, dass die Luft mit der FullHD-Auflösung schnell dünn werden kann, sodass langfristig kein allzu großer Puffer vorhanden ist. Gut gefallen hat uns, dass es trotz der flachen Bauweise zu keinen Wärmeproblemen gekommen ist und Throtteling vermieden werden konnte. Einzig das Leerlaufverhalten der Lüftersteuerung ist nicht ganz nachvollziehbar, denn auch bei völlig moderaten Temperaturen lief der Lüfter immer wieder an.

Die Mobilität wird beim C703 nicht nur durch ein flaches und leichtes Gehäuse gewährleistet, sondern auch durch ordentliche Laufzeiten. Es sollte zwar keinesfalls das Durchhaltevermögen auf Ultrabook-Niveau erwartet werden, Schenkers C703 kann aber durchaus auch fernab der Steckdose für eine längere Zeit genutzt werden. Nur bei starker Last fällt auf, dass doch starke Komponenten verbaut werden, denn hier ist schon nach recht kurzer Zeit Schluss.

Das von Schenker verbaute Display ist hell und kontrastreich, sodass es in Kombination mit der matten Oberfläche ebenfalls den Outdoor-Einsatz begünstigt. Weniger gut sieht es bei der Homogenität der Ausleuchtung aus, die deutliche Abweichungen aufweist. Zudem würden wir uns bei einem Premium-Gerät wie dem C703 ein IPS-Panel wünschen.

Alles in allem gelingt dem Schenker Technologies und Gaming, wobei bei künftigen Generationen noch manch kleinere Ungereimtheiten beseitigt werden müssen.