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Sony VAIO Pro 11 im Test

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Seite 3: Display und Fazit

Bei all den kleineren und größeren Schwächen des VAIO Pro 11 stellt das Display wohl einen der wichtigsten Punkte dar, der für den Kauf des Geräts spricht. Denn nicht nur, dass das 11,6 Zoll messende IPS-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln sehr hoch auflöst, auch die technischen Vorteile der Panel-Technik kommen klar zum Tragen: Neben hohen Blickwinkeln werden auch neutrale Farben geboten.

Gut schneidet die Anzeige aber auch bei den Testwerten ab. Die maximale Helligkeit von 364 cd/m2 reicht auch für den Außeneinsatz aus, wenn man die direkte Sonneneinstrahlung vermeidet. Mit 92 Prozent fällt zudem die Homogenität der Hintergrundbeleuchtung sehr gut aus. Und auch der Kontrast von 1.174:1 gefällt. Zu guter Letzt verspricht eine durchschnittliche Farbtemperatur von 6.507 Kelvin eine beinahe perfekte Weißdarstellung, einer der besten Werte, die wir bislang ermitteln konnten.

 

bench display

Erwähnenswert ist aber auch der Touch-Sensor, der sämtliche Eingaben zuverlässig erkennt. Gerade in Hinblick auf das leicht enttäuschende Touchpad, über das die bekannten Windows-Gesten ebenfalls möglich sind, sollte die Bedienung eher über das Display erfolgen. Eine Einschränkung gibt es allerdings dennoch: Erst unter Windows 8.1 macht die Arbeit mit dem kleinen, aber hochaufgelösten Display richtig Spaß, denn unter Windows 8 sind die Skalierungseinstellungen nicht weitreichend genug.

Fazit

Dass das VAIO Pro 11 angesichts der zahlreichen Kritikpunkte keine uneingeschränkte Empfehlung bekommt, dürfte nicht überraschen. Denn während man über kleinere Macken oder Ungereimtheiten noch hinwegsehen könnte, sind sie hier schlicht zu umfangreich.

An erster Stelle steht dabei das Gehäuse, das hinsichtlich seiner Stabilität nicht den Eindruck hinterlässt, man habe es mit einem Ultrabook der 1.000-Euro-Klasse zu tun. Solche Probleme kennt man bereits von anderen Geräten aus Kohlefaser, Sony hätte hier auf eine andere Konstruktion zurückgreifen sollen. Direkt dahinter rangieren die thermischen Probleme des i7-4500U. Zwar konnten wir das Drosseln der CPU schon bei verschiedenen anderen Ultrabook beobachten, das VAIO Pro 11 erreicht hier aber beinahe einen traurigen Rekord.

Denn wo die Konkurrenz meist nur in synthetischen und somit alltagsfernen Szenarien die Leistung verringern muss, konnte dies beim Testgerät auch im Praxiseinsatz beobachtet werden. Auch hier hätte Sony gegensteuern können, entweder durch den Einsatz eines leistungsfähigeren Kühlsystems oder durch den Verzicht auf eine CPU mit einer TDP von 15 Watt; nicht umsonst hat Intel die sparsameren Y-Prozessoren im Angebot. Diese würden hinsichtlich der überwiegenden Einsatzgebiete des VAIO Pro 11 mit Sicherheit keine deutliche Verschlechterung bedeuten. Denn abseits von Office geht dem System im beruflichen Einsatz schnell die Puste aus - nicht nur aufgrund der Drosselung.

Hinzu kommen etliche kleinere Schwächen wie die nicht optimale Tastatur, das schwache Touchpad oder Schwankungen in drahtlosen Netzwerken.

Auf den ersten Blick überzeugend: Das Sony VAIO Pro 11
Auf den ersten Blick überzeugend: Das Sony VAIO Pro 11

Doch bei aller Kritik: Stärken sind unbestreitbar vorhanden. Denn mit gerade einmak rund 800 g spielt das VAIO Pro 11 beinahe in einer eigenen Liga. Nicht nur, dass der Markt hochwertiger und gut ausgestatteter 11-Zoll-Notebooks ohnehin eher überschaubar ist, ein ähnlich leichtes Konkurrenzmodell ist weit und breit nicht in Sicht. Selbst inklusive des optionalen Zusatzakkus wird die Marke von 1,2 kg unterschritten. Damit gelangt man direkt zum zweiten großen Pluspunkt. Denn mit Lastlaufzeiten von bis zu annähernd 3 Stunden sowie weit mehr als 8 Stunden bei geringer Auslastung empfiehlt sich das kleine Ultrabook als guter Begleiter, wenn lange Phasen ohne Steckdose überbrückt werden müssen; der Zweitakku verdoppelt die Zeiten nahezu. Aber auch das Display überzeugt, zumindest was die Messwerte angeht. Denn so wichtig eine scharfe Darstellung auch ist, einige Bedienelemente fallen unter Windows 8 arg klein aus. Hier verschafft das Update auf Version 8.1 ein gewisses Maß an Linderung. Andere überzeugende Argumente sind die grundsätzlich gute Verarbeitung des Gehäuses sowie der Einsatz moderne Schnittstellentechnik.

Angesichts eines Preises von 1.199 Euro sowie der Schäwchen fällt eine uneingeschränkte Empfehlung jedoch schwer. Allerdings spricht Sony mit dem VAIO Pro 11 nicht den Durchschnittskäufer, sondern eine spezielle Zielgruppe an. Dieser wird ein ausdauerndes und leichtes Notebook geboten, das nicht für alle Lagen geschaffen ist. Vor allem die Drosselung von CPU und GPU ist hier zu nennen. Potentielle Konkurrenten gibt es allerdings nur wenige. Zu nennen sind hier vor allem das Acer Aspire S7 als 11-Zoll-Modell, das mit geringer Laufzeit und schwächerer CPU für rund 1.000 Euro erhältlich ist, aber auch das ASUS Zenbook Prime UX21, das mit vergleichbarer Ausstattung ab etwa 1.100 Euro zu haben ist; beide Rechner basieren aber auf der „Ivy Bridge“-Plattform. Je nach geplantem Einsatzzweck können aber auch Windows-8-Tablets geeignete Kandidaten sein.

Apples MacBook Air, das mit „Haswell“-CPU ausgestattet ist, ist anders als auf den ersten Blick angenommen keine direkte Konkurrenz. Denn mit 1.366 x 768 Pixeln spielt das OS-X-Notebook in einer viel tieferen Liga.

Positive Aspekte des Sony VAIO Pro 11:

  • helles und kontraststarkes Display
  • hohe Verarbeitungsqualität
  • sehr geringes Gewicht
  • Adapter für VGA und Ehternet im Lieferumfang
  • bei geringer Last gute Akkulaufzeit
  • Anschluss für einen zweiten Akku

Negative Aspekte des Sony VAIO Pro 11:

  • geringe Verwindungssteife
  • Drosselung von CPU und GPU
  • Tastatur mit geringem Schreibkomfort und Touchpad mit Mängeln
  • bei vollen Umdrehungen störender Lüfter
  • große Schwankungen der Übertragunstraten in WLANs
 

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 15.02.2006
Frankfurt/Zürich
Flottillenadmiral
Beiträge: 4480
Ich hatte das Notebook, habe es aber wegen Verarbeitungsfehlern zurückgeschickt (abgehende Tasten, abgehendes Bezel). Der Sony Service ist leider völlig indiskutabel - Das Notebook hätte erst Ende Dezember repariert werden können. Von schnellem Ersatz a la Apple wollte man erst gar nichts hören.
#2
Registriert seit: 26.05.2012
Frankfurt
Matrose
Beiträge: 2
Hallo dcdead, bin gerade über dein Kommentar gestoßen und musste etwas schmunzeln.

Ein Freund von mir hat exakt die gleichen Erfahrungen wie du gemacht. Wir haben uns bei so gut wie jeder Mail im Büro gefragt was die Sony Service Mitarbeiter konsumieren...dagegen ist "The IT-Crowd" ein Ponyhof.

Vor lauter Frust hat er am Ende schnell eine Website gebastelt um seinen Ärger Luft zu machen: Sony Support Scam
#3
Registriert seit: 15.02.2006
Frankfurt/Zürich
Flottillenadmiral
Beiträge: 4480
Zitat tayik;21462854
Hallo dcdead, bin gerade über dein Kommentar gestoßen und musste etwas schmunzeln.

Ein Freund von mir hat exakt die gleichen Erfahrungen wie du gemacht. Wir haben uns bei so gut wie jeder Mail im Büro gefragt was die Sony Service Mitarbeiter konsumieren...dagegen ist "The IT-Crowd" ein Ponyhof.

Vor lauter Frust hat er am Ende schnell eine Website gebastelt um seinen Ärger Luft zu machen: Sony Support Scam



Ui, gut, dass ich es nicht auf die Reparatur habe ankommen lassen, sondern gleich zurückgeschickt hab. Die Aussage mit Ende Dezember hat bei mir die Alarmglocken schrillen lassen. Zurecht, wie man sieht
#4
Registriert seit: 15.01.2007

Oberbootsmann
Beiträge: 899
Sorry, aber diese Sony Scam Seite nervt langsam - überall sind User mit nur einem Post, die diese Seite verbreiten. Klar, hier meldet sich "ein Freund" extra an und postet diesen Link. Schreit nach Eigenwerbung für diese Weinerei, schlichtweg Spam.
#5
Registriert seit: 26.05.2012
Frankfurt
Matrose
Beiträge: 2
Ich würde es etwas anders sehen. Zum einem bin ich seit dem 26.05.2012 angemeldet, das besagte Gerät wurde am Juli 2013 erworben. Da ich aber Magier bin wusste ich das natürlich schon früher :-) Außerdem bin ich fest davon überzeigt das manche Menschen mehr als nur einen Freund haben und sich Sachen eben durch die mediale Vernetzung schnell verbereiten.

Zudem verstehe ich nicht die Aufregung, sollte sich tatsächlich etwas in dem Sony Support verbessern wäre dies doch eine gute Sache für jeden der Sony Produkte besitzt oder nicht?
#6
Registriert seit: 02.12.2013

Matrose
Beiträge: 1
Hallo Unbekannter Nr.2,

ich bin der Ersteller der Website. Natürlich soll sich die Seite verbreiten, sie dient ja auch zum Aufklären indem sie die Geschehnisse mit dem Support schildert. Jeder kann sich seine Meinung selbst bilden damit, du hast dich dafür letztendlich dafür entschieden ein Opfer des Konsums und der Unternehmen zu sein und mich der Weinerei zu bezichtigen, obwohl dein Posts nichts anderes ist ;) Ich freue mich zu sehen, das auch andere Leute (in dem Fall mein Arbeitskollege) die Seite verteilen.
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