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Toshiba Satellite S50-A-10H im Test

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Seite 3: Display und Fazit

 

Dunkel und kontrastarm

Deviltech Devil 7800

Keinen großen Gefallen hat sich Toshiba mit dem gewählten Display getan. Zum einen löst der 15-Zöller für die heutige Zeit sehr grob auf. Gerade einmal 1366x768 Pixel werden geboten. Das mag zwar noch zu günstigen Einsteigermodellen passen, in der 1000-Euro-Klasse würden wir uns aktuell aber höher auflösende Panels wünschen. Die Darstellung fällt so bereits recht groß aus und einzelne Pixel sind klar zu erkennen. Die Oberfläche führt Toshiba matt aus, sodass das S50 eigentlich für den Außeneinsatz prädestiniert wäre. Allerdings erweist sich das Display in unseren Tests als viel zu dunkel und kontrastarm, sodass ihm die Kraft fehlt, um etwaigen Blendungen den Kampf anzusagen. In unseren Tests erreichte das S50 eine gemittelte maximale Helligkeit von 227 cd/m² und was noch deutlich schwerer wiegt, gerade einmal einen Kontrast von 127:1. In Kombination mit der matten Oberfläche führt dieser dazu, dass die Darstellung stets sehr „blass“ wirkt.

Toshiba S50

 

Bei diesen Werten ist es nicht weiter verwunderlich, dass Toshiba nicht auf ein IPS-Panel setzt, sondern auf eine TN-Basis. Entsprechend fallen die Blickwinkel nicht allzu großzügig aus, sind für die Nutzung mit einer Person aber vollkommen ausreichend. Soll ein Film mit mehreren Personen betrachtet werden, kann es hingegen recht schnell eng werden. Auch hier macht sich die niedrige maximale Helligkeit erneut bemerkbar. Die Farbdarstellung liegt auf einem ordentlichen und unaufdringlichen Niveau. Mit rund 6800 Kelvin ist der 15-Zöller nur minimal kühler abgestimmt als die fotoneutralen 6500 Kelvin – so müssen Hobbyanwender sicherlich nicht nachregeln.

Alternative Konfigurationen

Neben der uns vorliegenden S50-Konfiguration „A-10P“ gibt es mit dem Satellite S50-A-11J noch ein deutlich günstigeres Modell, das eine Preisempfehlung von 800 Euro besitzt. Eine echte Alternative stellt der 15-Zöller in unseren Augen jedoch nicht dar, denn die 11J-Version basiert noch auf Ivy Bridge und kommt darüber hinaus lediglich mit einer i3-Version daher. Auch auf eine dedizierte Grafik muss verzichtet werden. Dafür gibt es aber einen größeren Arbeitsspeicher mit 12 GB – wirklich positiv auswirken wird sich dieser aber eher nicht.

Fazit

Toshiba setzt bei seinem aktuellen Multimedia-Notebook auf ein optisch gefälliges und zeitloses Gehäuse, das für einen 15-Zöller normal dimensioniert ist und mit 2,4 kg durchaus für den gelegentlichen mobilen Einsatz zu gebrauchen ist. Verarbeitung und Materialgüte liegen auf einem guten Niveau, einzig der Übergang zwischen Top-Case und Bodeneinheit weiß nicht wirklich zu überzeugen. Die Zahl der Schnittstellen befindet sich auf einem angemessenen Niveau, die Positionierung ist aber etwas suboptimal. Auf der rechten Seite befinden sich die Buchsen deutlich zu weit vorne. Sehr gut gefallen hat uns die Tastatur, die sich nicht nur hervorragend tippen lässt, sondern dank einer optimalen Platznutzung auch noch ein erstklassiges Layout vorweisen kann. Die Hintergrundbeleuchtung rundet den sehr guten Auftritt ab.

Die Hardwarezusammenstellung kann in Teilen überzeugen, wirkt aber etwas inhomogen. So gibt es zwar einen sehr starken 4-Kerner auf Haswell-Basis, dafür fällt die kombinierte GPU in Form einer GeForce GT 740M allerdings stark ab. Nutzer, die eine starke CPU brauchen, fahren hier richtig. Wer auf der Suche nach einem Gerät für alltägliche Arbeiten ist, kann jedoch auch zu einer kleiner dimensionierten CPU greifen. Theoretisch zumindest, denn aktuell fehlt von entsprechenden Prozessoren der Haswell-Generation jegliche Spur am Markt. Dass eine HDD und keine SSD verbaut wird, liegt einerseits am Preispunkt, andererseits aber auch an der Ausrichtung als Multimedia-Gerät – die Wahl geht also in Ordnung. Auf den ersten Blick kann das Lüfterdesign gefallen, denn das S50C kühlt die Hardware leise, unter extremer Last (wie sie in der Praxis nur äußerst selten vorkommt) gibt es aber den Throtteling-Effekt. Die Akkulaufzeiten liegen allesamt im normalen Bereich.

Leider besitzt das Satellite S50 aber auch einen Pferdefuß: das TN-Display. Das löst nicht nur niedrig auf, sondern ist auch noch zu dunkel und kontrastarm. In Zeiten von IPS-Displays und FullHD-Displays auch in der Mittelklasse, sollte so etwas nicht mehr vorkommen.

Alles in allem hinterlässt das Toshiba Satellite S50 einen grundsoliden Eindruck, das hohe Preisniveau, kombiniert mit dem sehr schwachen Display macht dem 15-Zöller aber das Leben schwer.

Positive Aspekte des Toshiba Satellite S50-A-10H:

  • hohe CPU-Leistung
  • gute Verarbeitung
  • gute Tastatur

Negative Aspekte des Toshiba Satellite S50-A-10H:

  • teuer
  • dunkes und kontrastarmes Display