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ASUS Zenbook Infinity UX301 im Test

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Seite 3: Display und Fazit

Gab es über Jahre hinweg kaum eine Weiterentwicklung in puncto Display-Auflösung, hat sich hier zuletzt eine Menge getan. Nicht nur, dass auch deutlich unterhalb von 1.000 Euro Notebooks mit guten Full-HD-Anzeigen erhältlich sind, auch im hohen Preisbereich zeigen die Hersteller mehr als noch vor einem Jahr. Das UX301 ist hier ein sehr gutes Beispiel, schließlich setzt ASUS auf 2.560 x 1.440 Pixel bei einer Diagonalen von gerade einmal 13,3 Zoll. Damit kommt das Ultrabook auf 220 ppi, was nur minimal weniger als beim gleich großen Apple MacBook Pro mit Retina Display (226 ppi) ist.

Für den Nutzer haben derart viele Pixel mehrere Vorteile. Unter anderem werden Schrift und andere feine Strukturen schärfer dargestellt, aber auch das Betrachten oder Bearbeiten von Fotos wird komfortabler. Denn Aufnahmen mit 12 oder mehr Megapixeln leiden auch auf Full-HD-Displays mit ihren gut 2 Megapixeln in puncto Darstellungsqualität. Mit circa 3,6 Megapixeln ist zwar auch das UX301 weit vom Original entfernt, letztlich zählt hier aber beinahe jeder Pixel. Dass ASUS auf ein IPS-Panel setzt, ist in dieser Preisklasse selbstverständlich. Denn nicht nur die Schärfe, sondern auch Farbdarstellung und Betrachtungswinkel genießen eine hohe Priorität. Zumindest vom letzteren konnten wir uns anhand beider Testmuster überzeugen, auch bei großen Abweichungen von der Lotrechten kam es nur zu marginalen Abweichungen.

bench display

Alle anderen Mess- und Betrachtungswerte müssen hingegen mit äußerster Vorsicht genossen werden. Denn laut ASUS handelte es sich bei beiden Testmustern um Vorseriengeräte, Abweichungen zur Verkaufsversion sind somit wahrscheinlich; im Falle der Helligkeitsverteilung und Farbtemperatur auch explizit erwünscht. Denn beide Anzeigen wiesen mit dem bloßen Auge erkennbare Blaustiche auf, mit durchschnittlich 7.530 Kelvin war die Temperatur ein gutes Stück vom Ideal (6.500 Kelvin) entfernt. Noch schlechter sah es in Sachen Homogenität auf. Zwar wurden annähernd 400 cd/m² in der Spitze erreicht, der dunkelste Punkt bei voller Helligkeit erreichte aber nur rund 250 cd/m². Derartige Unterschiede lassen sich ebenfalls mit dem Auge gut erkennen. Immerhin konnte ein Kontrast von 1.136:1 ermittelt werden, ein guter Wert. Keinerlei Probleme gab es hingegen mit der Touch-Bedienung. Hier wurden alle Eingaben sauber erkannt und umgesetzt.

Fazit

Angesichts des Vorserienstatus unserer Testgeräte ist ein endgültiges Fazit nicht möglich, wohl aber das Aufzeigen klarer Tendenzen. So gefällt das Gehäuse mit seiner sehr guten Verarbeitung ebenso wie Tastatur und Touchpad. Beide Eingabegeräte verdienen die Note sehr gut und weisen praktisch keinerlei Mängel auf, sieht man einmal von unter Umständen blendenden LEDs ab.

Kaum etwas ändern dürfte sich ebenfalls an der Leistung des Zenbook Infinity UX301. Mit Intels Core i7-4558U hat man einen leistungsstarken Vertreter der „Haswell“-Generation verbaut, der in Kombination mit den schnellen SSDs für eine mehr als ausreichende Performance im Produktiveinsatz sorgt. Ein Stück weit ernüchternd ist hingegen die Leistung der Iris Graphics 5100, die klar hinter ihrer Namensvetterin Iris Pro zurückbleibt. Zwar ist die integrierte GPU den anderen „Haswell“-Modellen gegenüber klar im Vorteil, für grafikintensive Aufgaben reicht sie in der Regel aber nicht aus; für derartige Aufgaben ist das UX301 weniger geeignet. Aber: Trotz aller Leistung hat ASUS es geschafft, für eine ausreichende und gute Kühlung zu sorgen. Konzentriertes Arbeiten ist auch dann möglich, wenn der Lüfter auf vollen Touren läuft. Das im Test aufgefallene Drosseln der CPU-Leistung dürfte in der Praxis kaum auftreten, eine veränderte Lüftersteuerung könnte hier aber unter Umständen noch Abhilfe schaffen.

Neues Design, neue Materialien, neuer Prozessor: Das ASUS Zenbook Infinty UX301
Neues Design, neue Materialien, neuer Prozessor: Das ASUS Zenbook Infinty UX301

Wenig überraschend ist der Tribut, den die schnelle CPU sowie das hochauflösende Display fordern. Denn im Vergleich zu anderen „Haswell“-Ultrabooks schneidet das UX301 in der Kategorie schlechter ab. Dabei handelt es sich aber um das sprichwörtliche Meckern auf hohem Niveau, denn mit Laufzeiten von mehr als 8 Stunden werden Werte erreicht, die in Summe immer noch klar überdurchschnittlich sind. Abzuwarten bleibt, in welchen Punkten die Anzeige des Seriengeräts von den Testgeräten abweicht. Dabei geht es aber nicht nur um Helligkeitsverteilung und Farbtemperaturen, sondern auch die Verwindungssteife des Deckels, die nicht wirklich zu einem Premiumprodukt passen möchte. Sollte ASUS diese Mängel abstellen können, dürfte das UX301 zu den derzeit besten Ultrabooks der Premiumklasse gehören.

Positive Aspekte des ASUS Zenbook Infinity UX301:

  • hohe CPU- und SSD-Leistung
  • sehr gute Verarbeitungsqualität
  • Tastatur und Touchpad ohne Schwächen
  • umfangreicher Lierfumfang mit Adaptern und Tasche

Negative Aspekte des ASUS Zenbook Infinity UX301:

  • geringe Verwindungssteife am Deckel/Display
  • unter Last schwache Laufzeit