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Test: Acer Aspire S7 - Touch-Ultrabook mit Vollausstattung

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Seite 10: Fazit

Acer ist mit dem Aspire S7-191 ein kleines, handliches und ausgesprochen schickes Ultrabook im 11-Zoll-Format gelungen, das darüber hinaus mit einem erstklassigen Display aufwarten kann. Wie der große Bruder hat aber auch die kleinere Version mit dem ein oder anderen Schönheitsfehler zu kämpfen.

Das großartige Design des großen Bruders greift Acer bei der 11-Zoll-Version leider nicht auf, aber dennoch bietet das S7-191 ein erstklassiges Design, das geprägt ist von gebürstetem Aluminium und einer präzisen, industriell ausgerichteten Formensprache. So gelingt es unserem Testkandidaten zwar nicht einen so eigenständigen Eindruck zu erlangen wie das S7-391, vom aktuellen optischen Einheitsbrei kann er sich aber dennoch absetzen. Zur hochwertigen Optik gesellen sich eine sehr gute Materialgüte und eine erstklassige Verarbeitungsqualität. Es gibt aber auch Schattenseiten am Gehäuse. So ist es dank der straffen Scharniere kaum möglich, das S7 ohne einen Krampf mit nur einer Hand zu öffnen. Noch dazu könnten die Kanten für unseren Geschmack gern noch etwas stärker abgerundet sein. Anschlusstechnisch gibt es für ein Gerät dieser Größenklasse kaum Einschränkungen – dass gewisse Abstriche in Kauf genommen werden müssen, dessen sollte man sich bei einem 11-Zöller bewusst sein.

Aufgrund des knappen Platzes musste Acer auch bei der Tastatur gewisse Kompromisse eingehen. Das Positive: Die Haupttasten sind sehr groß dimensioniert und besitzen eine praktische Hintergrundbeleuchtung. Leider weicht das Tastaturlayout in vielerlei Hinsicht vom gewohnten Standard ab (die F-Tasten sind beispielsweise nur über Umwege zu erreichen) und auch das Tippgefühl fällt aufgrund der geringen Bauhöhe etwas ungewohnt aus. Als sehr praktisch hat sich wieder einmal das Touchscreen-Display erwiesen, das sich bereits nach kurzer Zeit fest in den normalen Arbeitsablauf integriert.

Leistungstechnisch gehört das Aspire S7 zu den schnellsten der aktuell verfügbaren Ultrabooks. Das liegt natürlich am verbauten i7-Prozessor, den wir schon bei mehreren Ultrabooks vorgefunden haben. Deutlich beeindruckender ist aber das eingesetzte SSD-RAID, das mit wahren Fabelleistungen aufwartet. Ob diese Übertragungsraten jedoch die gesteigerte Ausfallwahrscheinlichkeit wert sind, das muss jeder Nutzer für sich entscheiden – flott genug ist nämlich auch eine einzelne SSD. Wer mit dem Aspire S7 aber produktiv arbeiten möchte, die Hardware legt dem Nutzer keine Steine in den Weg.

Sehr gut hat uns das verbaute Display gefallen. Es ist sehr hoch aufgelöst und bietet dank der IPS-Technik nicht nur satte Farben, sondern auch großzügige Blickwinkel. Touch-technisch muss das Panel zwar hinter einer Glasscheibe sitzen, dank einer extrem hohen maximalen Helligkeit gibt es in der Praxis aber kaum Einschränkungen. Damit nicht genug kann das Panel auch mit einem sehr großen Kontrastumfang aufwarten.

Als problematisch erweist sich einmal mehr, eine adäquate Kühlung in einem so kleinen Gehäuse unterzubringen. Dem verbauten Lüfter-Duo gelingt es zwar ohne größere Bemühungen die Wärmeentwicklung in den Griff zu bekommen, dafür wird es aber ordentlich laut.

Leichte Abstriche müssen auch bei der Akkulaufzeit in Kauf genommen werden, auch das ist mit Blick auf die Größe des Geräts aber nicht weiter verwunderlich. Als sehr angenehm erweist sich da die Idee von Acer einen Zusatzakku direkt mitzuliefern. Der ermöglicht zwar tatsächlich einen deutlich längeren Atem, ist aber etwas umständlich zu montieren und hält auch nur dann, wenn das Gerät fest auf einer Unterlage steht. Hier wäre eine etwas stabilere Lösung schön gewesen.
Alles in allem ist das Acer Aspire S7-191 ein überzeugendes Ultrabook, das eine extrem hohe Leistung mit einem erstklassigen Display und einer gelungenen Optik kombiniert. Leider erweist sich das Kühlsystem als recht laut.

Positive Aspekte des Acer Aspire S7-191:

  • Schickes und hochwertiges Gehäuse
  • Sehr hohe Systemleistung
  • Sehr gutes Display
  • Klein und handlich
  • Zweiter Akku im Lieferumfang

Negative Aspekte des Acer Aspire S7-191:

  • Akkulaufzeit mit Haupt-Akku nur durchschnittlich
  • Tastaturlayout ungewohnt
  • Lüfter zu laut
 

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Kommentare (11)

#2
Registriert seit: 24.01.2003

Bootsmann
Beiträge: 760
Aviator: dein geliebtes R400 ist ein Telefonbuch³. Vergleich hier doch nicht Äpfel mit hässlichen Birnen. Das S7 wiegt nur 1/2 soviel (1,2 Kg vs 2,4 Kg) und ist nur 1/3 so dick (12mm vs. 35mm). Den meisten Platz bei den heutigen Geräten nimmt nunmal schon der Akku ein...
#3
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Registriert seit: 01.01.2010
München
Stabsgefreiter
Beiträge: 382
ich sage nur 1500 EUR, i7 ULV bis zu 3Ghz, SSD RAID und dann nur eine Intel HD Grafik, tolle Konfiguration, dass wird wohl mal wieder ein Ladenhüter werden, bis der zu hohe Preis deutlich sinkt.
#4
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Registriert seit: 11.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4592
Grade mal 2 USB-Ports? Ist das ein Witz?
#5
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Registriert seit: 16.12.2004

Leutnant zur See
Beiträge: 1100
Zitat Chaos Commander;20428298
Grade mal 2 USB-Ports? Ist das ein Witz?


Es ist ein 11" Gerät, wie viele USB-Ports soll so ein Ding denn haben? 10? Und noch 3 HDMI und 2 DisplayPort-Anschlüsse? ;)
Mein 2009er MacBook Pro hatte als 13" Gerät auch nur 2 Ports - und die Aktuellen haben glaub auch nicht mehr. Stört auch keinen.

Zum Gerät: Absolut nicht meines. Und es ist ein Acer. Und ich finde, 11" sind zum vernünftigen Arbeiten einfach zu wenig. Ultrabooks und schmal in allen Ehren, aber diesen Mist mit den Adaptern kann ich nicht nach vollziehen. Dann doch lieber ein paar Millimeter mehr und vernünftige Anschlüsse. Diese Adapter hat man immer genau dann nicht dabei, wenn man sie dringend braucht. Die Beschränkung auf nur 4 GB RAM ist auch eher als Rückschritt zu sehen, auch nicht zeitgemäß. Dann gehts weiter mit den SSDs. Für was genau brauche ich ein SSD-RAID in einem Ultraportable? Und dann auch noch ein RAID 0, wer plant und genehmigt sowas?
Grundsätzlich wäre das Gerät etwas für meinen alten Chef, der hat immer gern Gramm gezählt bei seinem Notebooks für Unterwegs. Er hatte damals das Toshiba R600, und R700, das waren geile Teile. Magnesiumgehäuse, 12", transreflexives Display und wenn man das Laufwerk ausbaute, lagen 800g auf der Waage. Aber da das Acer nicht mal eine Option für eine UMTS Karte bietet, fällt der Geschäftsbereich auch relativ mau aus.

Naja, wird sicher auch den einen oder anderen Käufer finden ;)
#6
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Registriert seit: 11.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4592
4 oder zumindest 3 USB-Ports wären doch wohl machbar :rolleyes:
Hat man ne Maus dran und z.B. n USB-Headset, schon kann man nichtmal mehr nen USB-Stick anstecken.
#7
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Registriert seit: 16.12.2004

Leutnant zur See
Beiträge: 1100
Aber wo sollen die denn noch hin an dem Hauch von Gehäuse? ^^
Selbst hinten ist der Rand zu schmal, als man da noch welche hinbauen können. Und wenn man mal kein Wlan hat (wovon die Designer ausgehen, das man IMMER und überall ein Wlan hat...) brauchts den ussligen Adapter für RJ45, der auch schon wieder einen USB belegt...
#8
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Registriert seit: 15.02.2013

Matrose
Beiträge: 8
Zitat Aviator;20426069
Netter Testbericht aber die Aussagen zur Akkulaufzeit spotten jeder Beschreibung. Das ist einfach nur unterdurchschnittlich was Acer da abliefert.


Kann ich leider nur bestätigen. Da kann man das Ladekabel gleich eingesteckt lassen...
#9
Registriert seit: 24.05.2012
Ilmenau
Kapitänleutnant
Beiträge: 1950
Ich verstehe die Kritik nicht, diese Ultrabooks waren doch eh nie für uns "Freaks" gedacht, sondern für Leute, die viel Geld für ein sehr dünnes und leichtes, aber dennoch leistungsstarkes Notebook ausgeben wollen. Ich habe es selbst im Laden ausprobiert und war überrascht, wie hochwertig es ist, ein wirklich tolles Gerät, was auch noch wirklich gut aussieht. Ob da nun 2 oder 3 USB Anschlüsse sind interessiert mich beim Surfen oder Officen doch eh kaum, solange ich meinen Stick anschliessen kann. Wer wirklich mehr braucht, der will dann vermutlich auch die Platte und den RAM wechseln können und der kauft sich dann eh ein Thinkpad oder sowas.
Wenn der Preis nicht so extrem hoch wäre (also eher 400-500), hätte ich mir den 11" als kleinen Surfer für unterwegs oder eher noch für die Couch zugelegt.
Und von mir gibts für das Acer noch einen ganz dicken Pluspunkt: Ein Full HD 11" IPS Display! Perfekt für Leute mit besseren Augen. Die Thinkpads haben das immer noch nicht, das höchste der Gefühle bei einem 1500€ Subnotebook von Lenovo ist 1366x768 bei 12,5". Keine chance auf ein Updgrade. Und ich muss mich hier auf grenzwertige 1280x800 auf 12,1" abmühen, auf meinem X200
#10
customavatars/avatar178325_1.gif
Registriert seit: 11.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 4592
Zitat SynergyCore;20556270
für Leute, die viel Geld für ein sehr dünnes und leichtes, aber dennoch leistungsstarkes Notebook ausgeben wollen.


Naja, insoweit man eine HD4000 als "leistungsstark" einstufen kann ;)
#11
Registriert seit: 24.05.2012
Ilmenau
Kapitänleutnant
Beiträge: 1950
im Verhältnis zu den IGP-Gurken von Intel davor, ja ;) Gezockt wird auf solchen Kisten doch eh kaum, dafür haben die viel zu wenig Kühlreserven
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