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Test: MSI GT70 - Zweiter Anlauf mit GTX 680M

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Seite 3: Die Eingabegeräte

 

Besonders gespannt sind wir darauf, wie sich das MSI GT70 in der Disziplin der Eingabegeräte verkaufen kann, schließlich setzt man auf die Kooperation mit Steelseries.

MSI GT70

Die Tastatur war bislang ohne Frage einer der Schwachpunkte des MSI-Barebones, denn starkes Flexing und ein ohnehin schon kaum überzeugender Druckpunkt erwiesen sich in Kombination mit einem gewöhnungsbedürftigen Tastaturlayout alles andere als optimal.
So gesehen bringt die Kooperation mit Steelseries ohne Frage einen entscheidenden Vorteil, denn die Tastatur des GT70 kann mit an herrlichen präzisen Druckpunkt aufwarten, der auch nicht von einem störenden Flexing beeinflusst wird, da das Top-Case deutlich stabiler ausfällt als bei vielen der Barebone-Versionen. Gaming-typisch verzichtet MSI auf die linke Windows-Taste, was vor der unbeabsichtigten Betätigung während des Spiels schützen soll.

Ist die Steelseries-Tastatur nun aber wesentlich besser als andere sehr gute Notebook-Tastaturen? Unseres Erachtens nicht. Gerade Clevo verbaut bei seinem aktuellen 17-Zoll-Barebone P170EM eine exzellente Tastatur und auch ASUS und Alienware statten ihre Gaming-High-Ender mit überzeugenden Keyboards aus. Fällt der Vorteil der Steelseries-Tastatur im Vergleich mit der Barebone-Tastatur mehr als überzeugend aus, relativiert sich dieser Vorteil also recht schnell, wenn man sich im hochpreisigen Konkurrenz-Niveau umsieht. Falsch macht man mit der Steelseries Tastatur aber ohne Frage nichts.

MSI GT70

Was von der Barebone-Version aber bleibt, ist allerdings das gewöhnungsbedürftige Tastaturlayout im Bereich der Enter-Taste. Nicht nur, dass die Entertaste nach amerikanischem Vorbild nur mit halber Höhe ausgeführt wurde. Noch dazu fällt die Numblock „0“ sehr schmal aus und konkurriert mit der rechten Pfeiltaste. Damit nicht genug fällt die rechte Shift-Taste sehr klein aus und das sonst neben dem  „Y“ platzierte „<“ wandert rechts neben die Leertaste. Alles in allem sind das nach unserem Geschmack ein paar Änderungen zu viel, um einen halbwegs reibungslosen Übergang zwischen Desktop und Notebook zu gewährleisten.

MSI GT70

All diese Kompromisse werden eingegangen, um einen Numblock zu ermöglichen. Das sollte bei einem 17-Zöller eigentlich kein Problem darstellen. Da sich MSI aber für einen recht breiten Rahmen entscheidet, werden leider einige Zentimeter an Platz verschenkt. Und gerade die sind es, die die zahlreichen Änderungen im Tastaturlayout nötig machen. Hier wäre es besser gewesen, entweder auf den Numblock zu verzichten oder den Rand des Gehäuses zu minieren.

MSI GT70

Das Touchpad fällt mit 85 x 45 mm in der heutigen Zeit nicht mehr allzu groß aus, verrichtet seinen Dienst aber weitestgehend unauffällig. Die Gleiteigenschaften sind ordentlich, die Präzision für den normalen Einsatz vollkommen ausreichend. Gerade ein Gaming-Gerät im DTR-Segment wird aber wohl ohnehin meist nur mit einer dedizierten Maus betrieben.

Noch nicht eingegangen sind wir auf die Beleuchtungsmöglichkeiten, die das MSI GT70 bietet. Die Tastatur kann beleuchtet werden, was sich in dunklen Umgebungen als sehr angenehm erweist – und sich aktuell in der Oberklasse immer mehr zum guten Ton entwickelt. Damit hat sich MSI aber nicht begnügt, sondern eine in drei Zonen unterschiedlich beleuchtbare Tastatur integriert. Einige der Beleuchtungsmöglichkeiten haben wir in der unten stehenden Galerie zusammengefasst. An das Ausmaß von Alienwares Beleuchtungsprogramm reicht MSI dabei aber nicht heran, denn die Amerikaner bieten deutlich mehr Stellen, die sich verändern lassen und eben nicht nur die Tastatur.