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Test: Toshiba Satellite P875-300 - Multimediakönner mit TV-Tuner

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Seite 11: Fazit

 

Toshibas Satellite P875 kann mit einem tollen Gehäuse aufwarten, kämpft in der Praxis aber mit dem verbauten Display, das den Premium-Anspruch nicht unterstreichen kann.

Toshiba hat der Satellite-Serie 2012 ein neues Gehäuse spendiert – und das kann sich sehen lassen. Das schicke Alu-Case unterscheidet sich dank der gefälligen Riffel-Optik von der allgegenwärtigen Optik aus gebürstetem Aluminium und ist darüber hinaus noch äußerst hochwertig und erstklassig verarbeitet.  Noch dazu hält sich das Gewicht mit rund 3 kg in Grenzen, sodass man es sich durchaus vorstellen kann, den 17-Zöller hin und wieder einmal mitzunehmen.

Die Anzahl der verbauten Schnittstellen geht darüber hinaus vollends in Ordnung, auch wenn wir gerade mit der Positionierung der Monitor-Ausgänge etwas unglücklich sind. Das Highlight des P875-300 ist dabei ohne Frage der verbaute TV-Tuner – so wird der 17-Zöller deutlich von der Masse abgehoben und verdient sich in Kombination mit dem ordentlichen Soundsystem auf jeden Fall das Prädikat: „Eierlegende Wollmilchmultimediasau“.

Von der sehr hochwertigen Verarbeitung profitiert darüber hinaus auch die Tastatur. Dank nicht vorhandenen Flexings bietet das Chiclet-Keyboard einen überaus präzisen Druckpunkt. Office-Anwender werden sich über den numerischen Zahlenblock freuen. Noch besser gefällt uns dabei aber, dass Toshiba kaum Kompromisse eingehen musste, um die zusätzlichen Tasten zu integrieren. Ein angenehmes weißes Backlight rundet die sehr gute Vorstellung ab.

Die von Toshiba gewählte Hardware-Konfiguration bietet da schon etwas mehr Diskussionsbedarf. Der verbaute Intel Core i7-3610QM konnte bereits mehrfach beweisen, dass er aktuell die beste Wahl im Quadcore-Segment darstellt. Auch der Arbeitsspeicher von 16 GB und das genutzte Hybrid-Laufwerk gehen in Ordnung, auch wenn wir uns natürlich lieber eine SSD gewünscht hätten. Die verbaute GeForce GT 630M ist in unseren Augen aber schlichtweg zu schwach auf der Brust, um ein wirklicher Mehrwert gegenüber der integrierten Intel HD4000 zu sein. Aktuelle Games können kaum gespielt werden – und wenn dann müssen Auflösung und Details merklich nach unten korrigiert werden.

Das größte Problem für ein Premium-Multimedia-Notebook stellt in unseren Augen aber das Display dar. Das Glare-Panel besitzt gerade einmal eine Auflösung von 1600 x 900 Pixeln und nicht etwa die im HD-Zeitalter etablierten 1920 x 1080 Bildpunkte, sodass aktuelle Blu-rays nicht in ihrer nativen Auflösung betrachtet werden können. Noch dazu ist das Glare-Panel ein wenig zu dunkel und kontrastarm und auch die Blickwinkelstabilität zeigt schnell, dass das verbaute TN-Panel nicht in der Premium-Klasse angesiedelt ist.

Während der Idle-Stromverbrauch abschließend überzeugen kann, sorgt der nicht allzu üppig dimensionierte 48-Wh-Akku dafür, dass es mit der Mobilität nicht allzu weit her ist.

Alles in allem ist das Toshiba Satellite P875-300 ein gefälliges Multimedia-Notebook, dessen tolles Gehäuse aber ein etwas hochwertigeres Panel verdient hätte. Darüber hinaus hat es der Preis von rund 1300 Euro in sich.

Positive Aspekte des Toshiba Satellite P875-300:

  • Sehr hochwertiges Case
  • Schicke Optik
  • Gute Tastatur
  • Guter Sound
  • TV-Tuner integriert

Negative Aspekte des Toshiba Satellite P875-300:

  • Sehr kurze Load-Laufzeit
  • Nicht wirklich spielefähig
  • Schwaches Display