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Test: ASUS N56 - Multimediaspezialist mit Subwoofer

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Seite 11: Klangqualität

 

ASUS stellt bei seiner N-Serie die Klangqualität in den Mittelpunkt. Entsprechend wollen wir es uns nicht nehmen lassen, unsere klanglichen Erfahrungen kundzutun.

ASUS N56

Bereits seit einigen Jahren arbeitet ASUS mit B&O Ice Power zusammen, wenn es um „aufgemotzten“ Klang beim Notebook geht. Setzte man zunächst noch auf eine integrierte Lautsprecher-Lösung, wie es MSI mit seinem Dynaudio-Konzept noch immer tut, gab es bei der N5-Reihe ein Umschwenken.

Während die Hoch- und Mittelton-Einheit noch immer im Case des Notebooks verstaut wird, setzt man auf einen externen Subwoofer für die tiefen Töne. Ob man den kleinen Kegel nun wirklich einen Subwoofer nennen darf, darüber dürfte spätestens in unserem Audio-Unterforum lautstark diskutiert werden. Der Vorteil einer solchen Lösung: dem Tiefton kann deutlich mehr Volumen spendiert werden. Der Nachteil: Ein gutes Stück Mobilität geht verloren, denn nur die wenigsten Nutzer werden Lust haben, auch noch einen Subwoofer zusätzlich zu den 2,7 kg des Notebooks mit sich herumzuschleppen, fehlt der Subwoofer aber, sind klanglich deutliche Nachteile festzustellen. Zudem entsteht so unweigerlich die Frage, warum man sich nicht direkt ein großes dediziertes Soundsystem auf den heimischen Schreibtisch stellen sollte, wenn ohnehin schon ein Subwoofer aufgebaut wird.

Nun aber endlich zum Klang.

Das ASUS N56 klingt für ein Notebook erstaunlich erwachsen, zumindest dann, wenn der Subwoofer angeschlossen wurde. Das gesamte Setup wirkt bereits ab den ersten Takten des neuen Killers-Songs „Runaways“ in sich stimmig und vermittelt eine Menge Spaß. Dem N56 gelingt es dabei, eine angenehm gestaffelte Bühne aus dem kleinen Gehäuse herauszukitzeln. Der Hochtonbereich wirkt jederzeit präzise und luftig, ohne dabei schnell ins Angestrengte abzugleiten. Natürlich ist das N56 aber Mainstream-typisch recht spaßig abgestimmt. Sprich: Der Frequenzgang besitzt eine Badewannenform mit leicht erhöhtem Hochton- und Bassanteil. Das mag zwar aus Studio-Sicht nicht 100-prozentig neutral sein, erweist sich in der Regel als subjektiv recht gefällig. Dabei schreckt das N56 auch vor höheren Pegeln nicht zurück und kann es einmal ordentlich krachen lassen.

Da ASUS aber zudem die gute B&O IcePower-Software beilegt, steht einer persönlichen Note nichts im Wege. Das Sound-Setup kann recht frei nach dem eigenen Gusto abgestimmt werden.
Das führt alles aber zur entscheidenden Frage: Kann das N56 ein dediziertes Soundsystem ersetzen? Wie so oft hängt die Antwort dabei aber vom Anwenderprofil ab. Wer seinen PC nutzt, um hauptsächlich nebenbei Musik zu hören, kann künftig getrost auf ein großes Set verzichten. Wer allerdings gehobene Ansprüche an die Klangqualität seines PC-Setups stellt, der wird langfristig nicht um ein dediziertes Set herumkommen. Wer bereit ist, rund 80 Euro in ein Soundsystem zu investieren, der wird gerade im Tiefton-Volumen einen deutlichen Schritt nach vorn merken.