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Ultrabook-Round-Up: Dell gegen HP gegen Samsung

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Seite 4: HP Folio 13 (1): Gehäuse + Connectivity

Nach HPs spektakulärer Kehrtwende im letzten Jahr, enthält man uns das Folio 13 doch nicht vor, ein Ultrabook, das HP explizit als Business-Gerät anpreist. Da stellt sich die Frage: "Was macht ein gutes Business-Ultrabooks aus?". Spontan würden wohl die meisten Leser ein mattes Display, einen Docking-Port und Windows in der Professional-Version anführen. Da müssen wir leider enttäuschen, denn Windows 7 Professional x64 ist das einzige dieser Merkmale, das HPs Ultrabook vorweisen kann.

Das Gehäuse:

HP Folio 13 Gehäuse
HP verweigert sich der Keilform.

Im Vergleich zu vielen anderen Ultrabooks wirkt das HP Folio 13 zunächst merklich voluminöser. Das liegt daran, dass HP darauf verzichtet, das Gehäuse in die hippe Keilform zu pressen. Stattdessen ist das Case an jeder Stelle 18 mm dick, was zugegebenermaßen an der Obergrenze von Intels Spezifikationen liegt. Die Ecken sind leicht abgerundet, was dem Folio 13 eine gefällige Optik verleiht. Auf den ersten Blick verströmt der 13-Zöller einen unweigerlichen Business-Charme – was aber nicht nachteilig sein muss. Angenehm ist, dass HP nicht versucht, Apples MacBook Air um jeden Preis nachzueifern.

HP Folio 13 Deckel
Der Deckel des Folio 13 besteht aus gebürstetem Aluminium.

Bislang greift einzig Lenovo auf eine ähnlich kompakte Formensprache zurück. Als Oberfläche setzt HP sowohl beim Deckel als auch beim Top-Case auf gebürstetes Aluminium. Das ist nicht nur sehr schick und unempfindlich, sondern verleiht dem Ultrabook auch ein sehr hochwertiges Auftreten. Über weite Teile wirkt das Folio 13 wie aus dem Vollen geschnitzt. Der tägliche mobile Einsatz dürfte dem Folio, auch mit Hinblick auf die Displaystabilität, wenig anhaben – das haben wir bislang leider nicht bei jedem Ultrabook so empfunden. Unter diesen Gesichtspunkten wird das Folio 13 seinem Business-Anspruch ohne Frage gerecht.

Das Gewicht unseres 13-Zöllers liegt mit 1,5 kg in der gehobenen Ultrabook-Klasse. Dass es leichter geht, zeigen ASUS, Toshiba, Samsung und Acer. Gerade die drei Letztgenannten reichen in Sachen Stabilität jedoch nicht an das Folio 13 heran. Ein weiterer Grund für das leichte Übergewicht ist bei einem Blick auf die Akkukapazität zu finden. HP verbaut einen Akku mit 60 Wh. Damit bietet das HP Folio 13 deutlich mehr Kapazität als die meisten Konkurrenten.

Connectivity – die Anschlüsse:

Nicht allzu üppig fielen bislang die Anschlüsse aus – auch das war der geringen Bauhöhe in Kombination mit der Keilform geschuldet. ASUS und Dell beispielsweise müssen daher auf USB-Adapter zurückgreifen, um VGA und RJ45 zu bieten. Für HP sieht es da schon ein wenig besser aus, denn die Bauhöhe des Folio 13 reicht aus, um beispielsweise einen vollwertigen RJ45-Port unterzubringen.

HP Folio 13 Anschlüsse
Die rechte Seite bietet zahlreiche Anschlüsse.

Ein Blick auf die linke Seite des Gehäuses zeigt gefühlt mehr Buchsen, als so mancher Konkurrent insgesamt vorzuweisen hat. Da wären ein HDMI-Anschluss, ein USB-Port (der leider nur 2.0 beherrscht), der besagte RJ45-Port, der Gigabit-Ethernet ermöglicht, sowie ein Card-Reader und der Stromanschluss. 

HP Folio 13 Anschlüsse
HP verschenkt leider viel vom auf der linken Seite gebotenen Platz.

Den üppigen Platz, den das rechte Seitenteil bietet, nutzt HP leider nicht. Für den Datenaustausch gibt es einzig einen zweiten USB-Port. Die aktuelle 3.0-Version sucht man aber auch hier noch vergebens. Toshibas Z830 ist also noch das Maß der Dinge in diesem Bereich.

Der USB-3.0-Port wäre nicht nur aufgrund der schnelleren Datenübertragung interessant, sondern auch aufgrund der "Docking-Features" – einen dedizierten Connector für ein Trockendock gibt es auf der Unterseite nämlich nicht. Toshiba beispielsweise nutzt die hohe mögliche Datenrate, um einen externen Dock mit zahlreichen Schnittstellen inklusive der Möglichkeit, das Bildsignal auf bis zu vier Monitore aufzuteilen. Wenn man schon ein Business-Netbook im Portfolio haben möchte, so wäre schön, wenn HP ebenfalls entsprechende Features bieten würde.

Die kabelgebundene Netzwerkkommunikation erfolgt, wie bereits erwähnt, via Gigabit-LAN. Drahtlos werden mit den Standards 802.11b, g und n alle aktuell relevanten Netze abgedeckt. Ebenso steht Bluetooth zur Verfügung, sodass von einer drahtlosen Rundumversorgung gesprochen werden kann.