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Test: Medion Erazer X6815 - Bezahlbarer Multimedia-Gamer - Die Ausstattung

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Seite 2: Die Ausstattung

Wie immer werfen wir auf der zweiten Seite einen ausführlichen Blick auf die Hardware-Ausstattung unseres Testkandidaten.

Medion Erazer X6815

Als CPU setzt Medion bei unserem Testmuster (wie so viele andere Hersteller auch) auf den i7-2630QM, bei dem es sich aktuell um das kleinste Quadcore-Modell der neuen Generation handelt. Gefertigt wird die CPU wie alle Sandy-Bridge-Modelle in 32 nm. Die vier Kerne werden mit 2,0 GHz getaktet. Der maximale Takt bei der Auslastung nur eines Kerns liegt bei 2,9 GHz. Bei zwei genutzten Kernen kann die CPU kurzzeitig auf 2,8 GHz beschleunigt werden und bei allen vier Kernen bleiben noch 2,6 GHz übrig. Wie bei Sandy Bridge üblich, ist in Form der Intel HD Graphics 3000 auch eine GPU integriert. Diese besitzt einen Kerntakt von 650 MHz, der Speicher wird mit 1100 MHz betrieben. Interessanterweise gibt es zudem das Modell i7-2635QM, das sich lediglich im Speichertakt der GPU um 100 MHz vom hier genutzten i7-2630QM unterscheidet – ob es da wirklich ein weiteres Modell gebraucht hätte? Die TDP der CPU beträgt 45 Watt, was der Standard bei den 4-Kernern ist (einzig die Extreme Edition verpulvert noch einmal zehn zusätzliche Watt). Da unsere internen Tests gezeigt haben, dass aktuell auch die schnellste Mobile-GPU in Form der NVIDIA GeForce GTX485 den i7-2630QM limitiert, kann den kleinen Vier-Kernern auf jeden Fall das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zugesprochen werden, denn auch bei CPU-lastigen Aufgaben entstehen sicherlich keine unnötigen Wartezeiten. Entsprechend ist davon auszugehen, dass wir gerade die CPU in den kommenden Monaten in sehr vielen Notebooks vorfinden werden.

Medion Erazer X6815

Medion setzt bei seinem neuen 15-Zöller auf eine GeForce GT 555M. Irgendwie scheinen die Hersteller aktuell ganz besonders die feinen Abstufungen der Komponenten zu mögen, schließlich gibt es neben einem i7-2630QM auch einen i7-2635QM (den wir bislang aber noch nie verbaut angetroffen haben). Die GT 555M löst, wenig überraschend, die GT 445M ab und nutzt als Grundlage die bekannte GF100-GPU. Während die GeForce GT 550M nur 96 Shader-Einheiten nutzen kann, wurden bei der hier verbauten GT 555M 144 Einheiten freigeschaltet. Der Kerntakt der GPU liegt bei 590 MHz, die Shader werden entsprechend mit 1180 MHz betrieben. Der Grafikspeicher liegt bei 1,5 GB und wird über ein 192 Bit breites Interface angebunden. Betrieben werden die GDDR5-Module mit 900 MHz. Optimus wird von unserer Kombination aus Intel HD3000 und GeForce GT 555M nicht unterstützt, was mit Blick auf die in der CPU integrierte GPU ein wenig schade ist.

Dass Medion bei den Komponenten natürlich ein wenig auf den Preis achten musste, sollte klar sein, anders lässt sich der Preispunkt von rund 800 Euro nicht erklären. So kommt die HDD mit einem Fassungsvermögen von 500 GB daher, die Platter rotieren mit 5400 rpm. Auch wenn viele (teurere) Geräte bereits 750 GB oder 7200-rpm-HDDs vorweisen können, erachten wir das von Medion genutzte Modell doch als mehr als ausreichend. Der zur Verfügung gestellte Platz reicht aus, um auch größere Datensammlungen zu beherbergen und der Geschwindigkeitsvorteil von 7200 rpm ist zwar oft mess- aber nur selten wirklich spürbar. Ins Bild passt an dieser Stelle natürlich auch, dass der Arbeitsspeicher ein Volumen von 4 GB besitzt. Mit Hinblick auf den Preis geht die Ausstattung aber in Ordnung. Dass auch ein optisches Laufwerk nicht fehlen darf, versteht sich von selbst. Hier nutzt Medion einen Multiformat-DVD-Brenner.

Erfreulich ist, dass Medion das Spardiktat nicht beim Display walten lässt. Das 15,6-Zoll-Panel kommt in der FullHD-Auflösung daher und bietet sich somit zur Wiedergabe von qualitativ hochwertigem Video-Material an. Ebenso wird man im normalen Windows-Betrieb den gewonnenen Platz auf dem Desktop schnell schätzen lernen. Nachteilig wird sich die native Auflösung allerdings beim Spielen auswirken. Die GPU wird bei 1920 x 1080 Bildpunkten stark gefordert, sodass zumindest Einbußen bei den Qualitätssettings hingenommen werden müssen – oder eben auf eine interpolierte Auflösung zurückgegriffen werden muss. Dass sich das Panel des Medion Erazer X6815 hinter einer Glare-Oberfläche versteckt, versteht sich in Consumer-Kreisen von selbst, genau wie der Einsatz eines LED-Backlights heutzutage zum guten Ton gehört.

Hinsichtlich der Connectivity bietet Medion das aktuell übliche Programm. Es gibt drahtlos B-, G- und N-WLAN, kabelgebunden steht natürlich Gigabit-LAN zur Verfügung. Bluetooth gibt es in der Version 3.0. Es gibt zwar auch schon Notebooks mit Bluetooth 4.0 – für die Praxis ist dies aktuell aber noch nicht relevant.

Medion Erazer X6815 Akku

Der Akku fällt vergleichsweise schwach aus. Gerade einmal 47 Wh stehen dem Erazer X6815 zur Verfügung, um sich frei von jeglicher Steckdose zu bewegen. Lange Laufzeiten sind von Medions 15-Zöller also vermutlich nicht zu erwarten.

Medion X6815 

Hardware  
Prozessor: Intel Core i7-2630QM
Prozessor - Takt:

Grundtakt: 2,0GHz
Turbotakt: 2,9 GHz

Prozessor - Fertigung: 32 nm
Prozessor - Cache:

L3-Cache: 6 MB

Chipsatz: Intel QM67
Arbeitsspeicher: 4 GB - DDR 3
Grafikkarte: NVIDIA GeForce GT 555M
Grafikkarte - Grafikspeicher: 2 GB
Festplatte:

1x 500 GB

Festplatte - Geschwindigkeit: 5400 rpm
Laufwerk: Multiformat DVD-Brenner
Monitor  
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Eingabegeräte  
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Anzahl der Tasten: 103
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Größe: 82 x 50
Touchpad - Multitouch: ja
Trackstick: nein
Tablet-PC: nein
Anschlüsse  
HDMI: 1
DVI: -
DisplayPort: -
VGA: 1

USB 2.0:

2
USB 3.0: 2
FireWire: -
eSATA: 1
Audio: Line-in, Line-out
Gehäuse  
Akku: 47 Wh
Material: Kunststoff
Gewicht: 2,7 kg
Abmessungen:

385 x 262 x 24-38

Preis und Garantie  
Preis: ca 900 Euro
Garantie 24 Monate