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ASUS W3400V

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Seite 17: Fazit und Empfehlungen

Das Konzept eines Breitbildmonitors, eines sehr flachen Chassis in Kombination mit den verbauten Komponenten klingt viel versprechend und wird sicher seine Interessenten finden. In Punkto Design und Verarbeitung ist das ASUS W3400V wirklich einmal mehr ein neuer Stern am Himmel. Allein die gebürstete Aluminiumoberfläche des Displaydeckels vermag Eindruck zu schinden, auch wenn wir in diesem Review nun nicht zum ersten Mal unsere Besorgnis darüber zum Ausdruck bringen. Da das Metall sehr weich ist, ist es einmal mehr besonders anfällig für kleinste Kratzer, mögen diese von feinen Staubkörnchen oder einem Stift herrühren. Ist man nicht achtsam genug, muss man damit rechnen, dass sich schnell der ein oder andere Kratzer auf der ansonsten makellosen Oberfläche niederschlägt. Aber nicht nur die Displayoberfläche, sondern das gesamte Gehäuse sind wie aus einem Stück gegossen perfekt gelungen. Die mattgraue Farbgebung, das schick eingearbeitete Touchpad und nicht zuletzt der raffiniert ausgelagerte Powerknopf am rechten Displayscharnier vermögen zu überzeugen.

Performancetechnisch bietet die neue Sonoma-Plattform natürlich ganz neue Maßstäbe. ASUS setzt in diesem Gerät 512MB DDR2-400 ein - im Single-Channel-Modus, möglicherweise sogar ganz bewusst. Damit können pro Sekunde 3,2 GB/s über den Datenbus geschaufelt werden. Würde man den Arbeitsspeicher beispielsweise verdoppeln und einen weiteren 512-MB-Riegel einsetzen, könnte man das Dual-Channel-Interface nutzen und hätte damit zumindest rein rechnerisch einen Datendurchsatz von 6,4 GB/s. Spinnt man die Idee weiter und setzt DDR2-533 im Dual-Channel ein, käme man, auch hier wieder rein rechnerisch, auf 8,6 GB/s Datendurchsatz. Das Limit liegt bei dieser Plattform also definitiv im FSB, denn dieser limitiert auf 4,3 GB/s. Demnach ist und bleibt die DDR2-400-Lösung in diesem Segment immer noch die wirtschaftlichste und in unseren Augen auch ausreichende Lösung.

Definitiv angemessen war auch die Performance - zwar reichte es in unseren vielschichtigen Benchmarks nicht immer für eine Leistungskrone, aber im vorderen Segment ist das W3400V in nahezu allen Benchmarks zu finden. Hierbei profitiert das Gerät natürlich von dem 2 GHz starken Pentium M mit Dothan-Kern, aber auch von dem 915PM-Mobile-Chipsatz aus der Intel-Schmiede. Als Grafiklösung setzt ASUS einen PCI-Express-Sprössling aus dem Hause ATI ein, die Mobility Radeon X600. Die Spielebenchmarks haben gezeigt, dass dieser Chip nicht wirklich an gekrönte Spitzenkräfte wie die Radeon 9700 heranreichen kann - die Taktfrequenzen hierfür wurden offenbar zu niedrig angesetzt. Aber für ein Gaming-Notebook würde man sicherlich auch eine X700, X800 oder GeForce Go 6800 empfehlen.

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Kompromislos ist ASUS auch mit allem, was in Richtung Bedienkomfort und Arbeitsatmosphäre geht. Das 14-Zoll-WXGA-Display mit einer Auflösung von 1.280 x 768 Pixeln ist sehr gut proportioniert, ein guter Kompromis zwischen Übersichtlichkeit und Lesbarkeit wird daher geschaffen. Auch die Technologie, die hinter allem steckt, garantiert besten Umgang selbst bei widrigen Lichtverhältnissen. GlareType steht für ein sehr hohes Kontrastverhältnis und eine gute Helligkeit, sodass auch bei starkem Lichteinfall, beispielsweise beim Arbeiten im Freien, die Inhalte des Notebooks gut erkannt werden können. Ähnlich verhält es sich mit den Bedienelementen - Tastatur und Touchpad sind einwandfrei verarbeitet wurden und lassen dem Anwender auch nach mehrstündigem Arbeiten nicht die Hände schmerzen.

Als kleines Manko bewerten wir nur, dass der Lüfter im Betrieb ständig aktiv ist. Dies mussten wir aber schon bei einigen anderen Sonoma-Notebooks feststellen, einen stichhaltigen Grund dafür können wir noch nicht ausmachen. Stromsparprogramme sorgen dafür, dass sich der Prozessor im Idle-Modus herunterregelt, auch der Grafikchip und der Alviso-Chip dürften in diesem Zustand kaum Wärme abgeben, sodass es sicher nicht unbedingt notwendig wäre, einen permanent rotierenden Lüfter einzusetzen. Der Lüfter arbeitet mit einem vernünftigen Geräuschpegel - vergleicht man ihn mit anderen in Notebooks eingesetzten Ventilatoren ist er eher noch einer der leiseren Bauart.

Positive Features des ASUS W3400V:

  • sehr gutes Display mit 1.280 x 768 Pixeln und GlareType-Technik
  • hochwertige Verarbeitung und schickes Design
  • geringes Gewicht (2,2 kg), kompakte Abmessungen
  • hervorragender Lieferumfang (Notebooktasche, optische Logitech Maus,...)
  • gute ergonomische Eigenschaften
  • gute Leistung und Akkulaufzeit

Negative Features des ASUS W3400V:

  • mäßige 3D-Performance
  • permanentes Drehen des Lüfters

Preislich ist das Notebook ASUS W3400V laut unserem Preisvergleich ab circa 1900 Euro zu haben - demnach auch schon ein Gerät des höheren Preissegments. Angesichts seiner Verarbeitung, seines Designs, seines relativ geringen Gewichts von 2,2 Kilogramm und seiner guten Leistung ist dieser Preis an sich gut zu rechtfertigen. Wer ein Notebook zum Spielen verwenden möchte, der sollte eventuell auf eine X700-Grafik setzen, die X600-Grafik hat doch etwas wenig Power. Für den Business-Bereich ist dieses Notebook allerdings ideal.

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