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Toshiba Tecra M3

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Seite 18: Fazit und Empfehlungen

Das Toshiba Tecra M3 zeigte in den Benchmarks eine wechselhafte Leistung. Wie schon beim ASUS V6800V kann das Tecra M3 bei den speicherintensiven Benchmarks überzeugen, da durch die neue Sonoma-Plattform die Speicherbandbreite deutlich vergrößert wurde. Auch in den Spielebenchmarks konnte man zufriedenstellende Ergebnisse erreichen. Die NVIDIA GeForce Go 6200 scheint eine gute Grundperformance zu bieten. Trotz der Tatsache, dass es sich bei dem Tecra M3 um ein Business-Notebook handelt, kann man mit dem Gerät das eine oder andere Spiel zocken. Obwohl das Notebook hauptsächlich im Business-Bereich eingesetzt werden wird, konnte man unter anderem nicht in den Sysmark-Benchmarks überzeugen. Schließlich wird ein Business-Notebook überwiegend für Office-Anwendungen eingesetzt und hier zeigten sich keine überragenden Ergebnisse. Wie wir schon in den verschiedenen Benchmarks angeführt haben, scheint hier der Prozessor die Schwachstelle zu sein, da der Intel Pentium M nur mit 1,6 GHz getaktet ist, was im Vergleich zu den bisher getesteten Notebooks recht langsam ist. Dennoch wird die Leistung des Notebooks für alle Business-Bereiche ausreichen, da es hier nicht auf Leistung pur ankommt, sondern auf Ausdauer und Systemstabilität.

Der Bildschirm des Tecra M3 hat uns gut gefallen. Das Bild ist ausreichend hell beleuchtet und gleichmäßig ausgeleuchtet, sodass man alles gut erkennen kann. Die seitlichen Blickwinkel sind sehr groß, womit es möglich ist, mit mehreren Personen auf den Bildschirm zu schauen. Unserer Meinung nach ist die Auflösung des Displays ein wenig zu niedrig geraten. Auf einem Bildschirm mit 1.024 x 768 Pixeln ist es des Öfteren erforderlich durch das Bild zu scrollen, was bei großen Tabellen und Internetseiten als störend empfunden werden kann. Setzt man das Notebook überwiegend im Büro ein, besteht die Möglichkeit eine optional erhältliche Docking-Station zu kaufen, wodurch man das Bild auf einen digitalen Bildschirm ausgeben kann, der über eine höhere Auflösung verfügt. Aber auch schon mit dem eingebauten VGA-Ausgang erhält man ein gutes Bild, das auch bei hohen Auflösungen noch ausreichend scharf dargestellt wird.

Etwas umständlich finden wir die Tastenbelegung. So finden sich die Windows-, die Alt Gr- und die Entf-Tasten nicht an ihren angestammten Positionen, sodass man am Anfang oft auf die Tastatur schauen muss, um diese Tasten zu finden, was den Schreibfluss negativ beeinflusst. Auch sind die die Leer- und die Enter-Tasten relativ klein geraten, was auf die beengten Platzverhältnisse zurück zu führen ist, welches durch das 14,1-Zoll-Display vorgegeben ist. Dadurch sind bei dem Toshiba Tecra M3 auch die Handauflagefläche kleiner als bei 15-Zoll-Notebooks, was vor allem für Menschen mit großen Händen ein Problem sein könnte, da sie ihre Hände nicht ganz auf die Auflageflächen legen könnten, was bei langer Benutzung des Gerätes zu Verspannungen führen könnte. Dafür konnten uns das Touchpad und der Trackpoint vollends überzeugen. Die Touchpad-Fläche ist zwar nicht sehr groß geraten, aber ist ausreichend bemessen, um den Mauszeiger über den Bildschirm zu bewegen. Das Touchpad arbeitet sehr präzise und auch die beiden Maustasten haben einen guten Druckpunkt. Das Toshiba Tecra M3 verfügt zudem über einen Trackpoint, der von machen Leuten bevorzugt wird. Auch dieser ist hochwertig verarbeitet, was die Steuerung des Mauszeigers erleichtert. Die beiden gummierten Maustasten verfügen ebenso über einen guten Druckpunkt.

Über das Design des Notebooks kann man sich sicherlich streiten. Das Gerät wirkt recht klobig und bieder, ist dafür aber hochwertig verarbeitet. Der Gehäusedeckel besteht aus einer Magnesium-Legierung, die das Display-Panel vor Beschädigungen schützt. Das restliche Chassis besteht aus schwarzem Kunststoff, der sehr stabil wirkt und auch erstklassig verarbeitet wurde. Bei dem Toshiba Tecra M3 wurde das Design nach Zweckmäßigkeit entwickelt, das nicht durch besondere Formen oder Materialien auffallen möchte. Dies ist im Business-Bereich auch nicht gefordert, da es hier mehr um Ergonomie und Stabilität, denn um außergewöhnliches Design geht. Dennoch wäre es wünschenswert gewesen, das Notebook ein paar Millimeter flacher zu gestalten. Das dies möglich ist, haben wir beispielsweise beim ASUS V6800V gesehen, das über ein 15-Zoll-Display verfügt und dennoch rund 5 mm flacher geraten ist.

Positiv finden wir das umfangreiche Software-Paket, das Toshiba mitliefert. Es stehen zahlreiche System-Tools von Toshiba zur Verfügung, die zum Toshiba EasyGuard gehören. Der Toshiba EasyGuard ist eigens für den Business-Bereich entwickelt worden, um unter anderem Datensicherheit zu gewährleisten, was insbesondere im Geschäftsleben wichtig ist, da auf einem Computer sensible Daten gespeichert werden. Weitere Bestandteile des EasyGuards sind der Systemschutz und die Konnektivität. Durch diese Bestandteile soll ein umfassender Schutz des Notebooks und der auf ihm befindlichen Daten garantiert werden. Toshiba bietet die standardmäßigen Anschlussmöglichkeiten an. Zusätzlich finden wir einen SD-Card-Slot, mit dem man SD-Cards schnell einlesen kann.

Durch Klick auf das Bild gelangt man zu einer vergrößerten Ansicht

Das Notebook verfügt insgesamt über keine großen Kritikpunkte. Kleinere Kritik üben wir an der ungewohnten Tastenbelegung, der niedrigen Bildschirmauflösung und an den Abmessungen des Gerätes. An sich sind dies keine Gründe, um dieses Notebook nicht zu kaufen. Dafür könnte der Preis des Toshiba Tecra M3 ein Grund zur Kritik sein, denn das hier getestete Modell kostet schon 2.599,00 Euro, was für die gebotene Ausstattung sehr teuer zu sein scheint. Es ist aber zu beachten, dass es sich hierbei um ein Business-Notebook handelt, das auf hohe Qualität und auf Planungssicherheit innerhalb des Unternehmens ausgelegt ist. Hier geht es um solide, zuverlässige Geräte - und dafür ist Toshiba bekannt. Notfalls bietet man auch einen exzellenten Support - auch dieses findet sich natürlich im Kaufpreis wieder.

Auch finden wir es ein wenig schade, dass Toshiba nicht HD-Audio verwendet, obwohl die ICH6-M-Southbridge dieses Feature anbietet. Stattdessen bietet das Notebook nur einen gewöhnlichen 5.1-Audio-Codec. Die eingebauten Lautsprecher lassen auch einiges zu wünschen übrig und eignen sich kaum zum Musik hören oder Filme schauen - aber auch dies ist typisch für ein Business-Notebook. Zudem wird keine SATA-Festplatte verwendet, sondern eine übliche 2,5-Zoll-Festplatte mit ATA/100-Interface. Dies ist aber momentan kein Nachteil, da die aktuellen Notebook-Festplatten noch keine derart hohen Übertragungsraten liefern, sodass SATA nötig wäre.

Positive Features des Toshiba Tecra M3:

  • gutes Display
  • präszises Touchpad und Trackpoint
  • hochwertige Verarbeitung
  • gute Akkulaufzeiten
  • nützliche Systemprogramme

Negative Features des Toshiba Tecra M3:

  • kein HD-Audio
  • niedrige Bildschirmauflösung (1.024 x 768 Pixel)
  • hoher Preis (rund 2.600 Euro)
  • ungewohnte Tastenbelegung
  • schlechte Lautsprecher

Das hier getestete Toshiba Tecra M3 hat eine unverbindliche Preisempfehlung von 2.599,00 Euro, man findet es in Onlineshops ab rund 2.250 Euro. Die beiden größeren Modelle kosten 2.999,00 Euro bzw. 3.399,00 Euro. Aber auch diese Modelle finden sich in verschiedenen Onlineshops für mehrere hundert Euro weniger. Troz allem kostet das Notebook in der kleinsten Ausführung mehr als 2200 Euro, was für die meisten User eine Menge Geld ist. Die gebotene Leistung bekommt man bei anderen Herstellern für unter 1.500 Euro. Unserer Meinung nach eignet sich das Notebook ausschließlich für den Busines-Bereich, so wie es Toshiba empfiehlt. Hier weiß man die von Toshiba gebotene Zuverlässigkeit und den Support zu schätzen und zahlt für die Sicherheit, dass ein Notebook qualitativ hochwertig ist auch gerne ein paar Euro mehr - im privaten Bereich ist dies wohl eher ein nachgeordneter Punkt. 

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