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ASUS V6800V - Sonoma im Test

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Seite 2: Intel Pentium M und ATI Mobility Radeon X600

Der Prozessor:

Der Dothan ist bekanntermaßen, was die Fertigungstechnologie angeht, der Prescott für Notebooks und wird in 90 anstatt 130 nm gefertigt. Allerdings besitzt er den Vorteil, dass er nicht auf Takt, sondern auf Leistung pro Watt optimiert ist. Bei kleineren Fertigungsstrukturen rechnet man meistens mit einer Verringerung der Abwärme, da gleichzeitig die Kernspannung der Prozessoren gesenkt werden kann. Beim Prescott ist das etwas in die Hose gegangen, denn statt einer Senkung der Abwärme ist der Prescott zu einem recht heißen Stück Silizium geworden, da die Leckströme deutlich zunahmen.

In unserem Review des Pentium 4 3.40 GHz gab es zwar keine Probleme mit der Thermik und selbst der normale Boxed-Lüfter reichte vollkommen aus, aber wir konnten feststellen, dass ein Northwood-Prozessor mit 3,40 GHz nicht so heiß wird, obwohl er 130-nm-Strukturgröße besitzt. Während für Desktop-Prozessoren dies höchstens in einer Kühlproblematik endet, kommt bei Notebook-Prozessoren neben dem viel kleineren Raum für Kühlkörper auch noch die Akkuproblematik hinzu.

Der Pentium M besitzt jedoch eine komplett andere Architektur als ein Pentium 4. Im Endeffekt hat er mit diesem nur einen Teil der Netburst-Architektur gemeinsam, intern arbeitet er sehr viel effizienter, er hat eine sehr viel höhere Pro-Takt-Leistung und muss demnach bei weitem nicht so hoch getaktet werden, um eine hohe Leistung zu erreichen. In unseren bisherigen Notebook-Reviews konnten wir die Leistungsfähigkeit eines Pentium M einschätzen und feststellen, dass ein Pentium M mit 1,60 GHz auf Basis des älteren Banias-Kerns schon die Leistung eines Pentium 4 mit 2,30 bis 2,50 GHz erreicht, der Pentium M 2.00 GHz auf Basis des Dothan-Kerns kommt sogar in einigen Benchmarks auf die Leistung eines Pentium 4 mit 3,00 bis 3,20 GHz.

Zu der kleineren Fertigungsstruktur von nun 90 nm kommt beim Dothan ein doppelt so großer L2-Cache, der nun 2 MB groß ist. Wie beim Banias-Kern ist dieser so unterteilt, dass jeweils nur derjenige Bereich aktiv ist, der auch verwendet wird. Der neue Dothan mit 533 MHz FSB wird aktuell mit maximal 2,13 GHz getaktet und liegt somit um 130 MHz höher als der schnellste Pentium M mit 400 MHz FSB. Für die Sonoma-Plattform stehen drei Chipsätze zur Verfügung. So gibt es den Intel 915GM, den Intel 915GMS und den Intel 915PM. In dem hier getesteten Notebook kommt der Intel 915PM-Chipsatz zum Einsatz, der sich dadurch von den beiden anderen Chipsätzen unterscheidet, dass der 915PM keine integrierte Grafikeinheit enthält und eine externe PCI-Express-Grafikkarte unterstützt. Dies ist für High-End-Notebooks auch notwendig, da die integrierte GPU eine Intel GMA900 ist, die sich kaum für 3D-Applikationen und Spiele eignet.

Die neuen Pentium Ms mit 533 MHz FSB verfügen über den Dothan mit neuem Stepping, der NX-Bit unterstützt, welches man im BIOS ein- und ausschalten kann. Außerdem muss das Betriebssystem dieses Feature unterstützen. Bei dem hier getesteten ASUS V6800V liegt Microsoft Windows XP mit SP2 bei, welches NX-Bit verwenden kann. Auch hat sich dieSpannung der neuen Dothan-CPUs verändert. In unseren Technik-Artikel sind wir schon sehr ausführlich auf die genauen Spezifikationen eingegangen, weshalb wir hier nicht mehr näher darauf eingehen möchten. Die Sonoma-Plattform wird von Intel bis 27 W max. TDP spezifiziert, die Kühllösungen der Hersteller müssen also in der Lage sein, maximal diese Abwärme abführen zu können. Dies bedeutet, dass die höchstgetakteten Pentium M-Prozessoren in Notebooks mit Sonoma-Plattform für 27 W ausgelegt sind, der typische Verbrauch liegt hingegen unter diesem Wert. Ob diese maximale Abwärme schon durch den Pentium M 770 erreicht wird, ist uns nicht bekannt - da Intel aber wahrscheinlich die Taktraten bei zukünftigen Modellen noch steigern wird, ist davon auszugehen, dass zukünftige Topmodelle diese TDP erst erreichen werden.

Die Intel 915-Chipsätze für Notebooks ermöglichen einen FSB von 533 MHz und DDR2 mit einem maximalen Speicherausbau von 2 GB, der im Dual-Channel betrieben werden kann. Nur der Intel 915PM-Chip unterstützt PCI-Express X16, wodurch Grafikkarten, wie eine NVIDIA GeForce Go 6800 oder eine ATI Mobility Radeon X800, verwendet werden können. Auch verfügt die Sonoma-Plattform über die neue ICH6-M-Southbridge, die Features, wie Serial ATA und ATA/100, HD-Audio und Expresscard, bietet. Die Sonoma-Plattform unterstützt zudem PRO/Wireless 2200BG und 2915ABG. Intel bietet mit dem PRO/Wireless 2915ABG nun auch eine 802.11a/b/g-Lösung an - egal, wo man unterwegs ist, findet man einen Access Point, so kann man sich also einloggen. Die TriBand-Lösung kann also sowohl im 2,4 GHz wie auch im 5 GHz-Bereich funken. Gerade in den USA ist der "a"-Standard recht verbreitet, sodass man gerade dann flexibler ist, wenn man oft unterwegs ist.

Weiterführende Links:

Der Grafikchip:

Die neueste Entwicklung bei den Grafikkarten für Notebooks ist die Verwendung der PCI-Express-Schnittstelle. Diese wird erstmals durch den Intel 915PM unterstützt und so können performante GPUs eingesetzt werden. In dem ASUS V6800V wird eine ATI Mobility Radeon X600 mit 64 MB Grafikspeicher eingesetzt. Das aktuelle Top-Modell von ATI für den mobilen Bereich ist die ATI Mobility Radeon X800. In unserem Technik-Artikel über PCI-Express-Grafikkarten für Notebooks sind wir ausführlich auf die aktuellen Modelle von ATI und NVIDIA eingegangen.

In unserem Testmodell von ASUS arbeitet eine ATI Radeon Mobility X600, deren GPU mit 405 MHz und deren Speicher mit 250 MHz getaktet wird. Der DDR-Speicher ist 64 MB groß und ist mit 128 Bit angebunden. Der M24-Chip kann maximal 128 MB verarbeiten. Die X600 wird in stromsparender 130-nm-Low-K-Dielectric-Fertigung hergestellt, die in Verbindung mit ATIs erweiterter Stromspartechnik PowerPlay 5.0 die Stromaufnahme reduzieren soll. PowerPlay 5.0 ermöglicht eine Steuerung der Hintergrundbeleuchtung des LCDs und bringt PCI-Express-Stromspar-Modi mit sich. Die GPU verfügt über jeweils vier Pixelpipelines und Vertex-Shader und unterstützt sämtliche DirectX 9.0-Features. Es wird eine maximale Auflösung von 2048x1536 Pixeln für externe Monitore geboten.

ATI verwendet das sogenannte AXIOM-Konzept, man versucht eine Steckkarte auf Basis des PCI-Express-Busses im Notebook zu integrieren. AXIOM (Advanced eXpress-E/A-Modul) ist ein neues Designkonzept, das sowohl den Entwicklern als auch den Benutzern von Notebooks die vollen Vorzüge von PCI-Express bietet und die schnellere Markteinführung moderner und innovativer Lösungen ermöglicht.

Auch ein TMDS-Transmitter mit 165 MHz ist bereits integriert, sodass auch dem Einsatz eines DVI-Ausganges nichts im Wege stünde, viele Hersteller verzichten aber immer noch auf einen solchen Ausgang. Im Grunde genommen ist diese Entscheidung besonders bei Business-Notebooks eigentlich sehr schade, zumal ein DVI-Ausgang am Notebook dafür sorgen würde, dass auch Präsentationen mit dem Beamer über einen digitalen Videoeingang laufen könnten.

Im Folgenden werden wir uns das Testobjekt dieses Reviews anschauen.